FC Basel dreht Klassiker: FCB siegt 2:1 gegen den FCZ im Letzigrund

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FCZ – FCB 1:2

Publiziert 22. August 2026, 23:20

Basel dreht die Partie und zittert sich zum Sieg gegen den FCZ

4. Spieltag

Zürich
1 – 2
Basel

Zürich

Spielende

Basel

P. Kény

-

8

10
11

K. Olaigbe

-

62

12

Ž. Celar

-

85

Bevorzugte Quelle
Der FCB siegt gegen den FCZ.
Der FCB siegt gegen den FCZ. Claudio De Capitani/freshfocus

Die Szene des Spiels

Der FCB begann stärker als die Zürcher in die Partie – trotzdem jubelte der FCZ nach acht Minuten. Basel-Verteidiger Victory Akpe und FCZler Miguel Reichmuth stürmten auf den Ball im Basler Strafraum. Reichmuth war zuerst dran, Akpe touchierte den Zürcher leicht mit dem Fuss. Dieser witterte die Chance, einen Penalty herauszuholen. Tatsächlich: Die Berührung reichte Schiedsrichter Anojen Kanagasingam, um auf den Punkt zu zeigen. Philippe Kény liess sich aus elf Metern nicht zweimal bitten und versenkte den Ball souverän zur FCZ-Führung. Es sollte nicht der einzige Penalty in diesem Spiel bleiben – einen Abschnitt weiter unten mehr dazu.

Die Schlüsselfiguren

Victory Akpe erlebte an diesem Abend im Letzigrund eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Erst verursachte er gleich zu Beginn den Foulpenalty, dann war er in der zweiten Hälfte erneut in eine Penaltyszene verwickelt. Dieses Mal wurde jedoch der Basler Innenverteidiger gefoult und holte damit in der 85. Minute den entscheidenden Elfmeter raus. FCZ-Verteidiger Alexander Hack riss Akpe im eigenen Strafraum um. Nach VAR-Konsultation zeigte der Schiedsrichter erneut auf den Punkt. Zan Celar sagte Danke und verwandelte zum 2:1 für den FCB. Am Schluss pfiff Kanagasingam sogar noch ein drittes Mal Penalty. Doch die VAR-Bilder belehrten ihn eines besseren und er nahm den Pfiff zurück – ein strittiger Entscheid. Es blieb beim Sieg der Basler.

Das bessere Team

Die Partie begann, wie es ein Klassiker tun sollte. Mit zwei tollen Choreographien der beiden Fanlager – und einem frühen Tor! Entgegen dem bisherigen Spielverlauf geht der FCZ in der achten Minute per Foulpenalty in Führung. Der FCB blieb trotz des frühen Gegentreffers spielbestimmend. Immer wieder rannten die Gäste an – die Zürcher hielten hinten dicht und konnten ohne Schadensmeldung in die Pause. Nach Spielhälfte zeigte sich ein ähnliches Bild. Basel rannte an, nun mit Xherdan Shaqiri – der FC Zürich verteidigte und setzte immer wieder gefährliche Nadelstiche in der Offensive. Doch das Anrennen der Gäste machte sich in der 62. Minute bezahlt, als Kazeem Olaigbe wuchtig mit Hilfe des Querbalkens zum Ausgleich traf.

Die Choreos waren überzeugend.
Die Choreos waren überzeugend. Claudio De Capitani/freshfocus

Basel hat Blut geleckt und drückte nun auf den Führungstreffer. Die Gäste belohnten sich für ihren Aufwand und drehten die Partie fünf Minuten vor Schluss. Am Schluss pfiff Kanagasingam sogar noch ein drittes Mal Penalty. Doch die VAR-Bilder belehrten ihn eines besseren und er nahm den Pfiff zurück. Es blieb beim 2:1 für den FCB. Ein verdienter Sieg für den FC Basel, eine bittere Niederlage für den FC Zürich.

Das Tribünengezwitscher

Am Rheinknie geistert wieder einmal das Wort «Trainerentlassung» umher. Vor dem Klassiker berichteten diverse Medien, dass FCB-Coach Stephan Lichtsteiner das Messer am Hals hat und gegen Zürich gewinnen muss. Sonst würde eine Entlassung ein ernsthaftes Thema werden in der Basler Führungsetage. Ob der ehemalige Nati-Verteidiger mit dem Sieg gegen den ewigen Rivalen die Kritiker verstummen lassen kann, wird sich in den nächsten Tagen zeigen.

Die Tore

8’ | 1:0 | Philippe Kény trifft per Foulpenalty für den FC Zürich.

62’ | 1:1 | Kazeem Olaigbe schiesst via Lattenunterkante den Ausgleich.

85’ | 1:2 | Zan Celar dreht die Partie mit einem verwandelten Penalty für den FC Basel.

Stimmen zum Spiel

Heinz Lindner: «Wir haben eine Reaktion gezeigt und waren in der ersten Halbzeit das bessere Team. Wir hatten die Entscheide klar gegen uns. In der zweiten Halbzeit hätten wir unsere Chancen gehabt. Am Ende wurde der Penalty zurückgenommen. Bei der Hands-Regel gibt es definitiv Verbesserungspotenzial. Ich weiss nicht, ob ich falsch liege, aber der VAR darf sich nur einschalten, wenn es ein klarer Fehlentscheid war. Das war es meiner Meinung nach nicht. So etwas dürfte eigentlich nicht passieren. Wir müssen weitermachen. Wir müssen das Glück erzwingen. Woran es heute gelegen hat, habe ich erwähnt: Einerseits unsere mangelnde Effizienz und andererseits die fragwürdigen Entscheide.» (gegenüber SRF)

Und wieder Heinz Lindner: «Es spielt auch ein Gegner mit. Wir hatten am Schluss noch zahlreiche Chancen, um noch Unentschieden zu spielen oder gar das Spiel zu drehen. Dann hätte es sicher auch einen Penalty geben müssen. Für mich war es keine klare Fehlentscheidung und ich verstehe nicht, warum sich der VAR noch eingeschaltet hat. Wir hatten das Spiel gegen uns. Wir hatten unsere Möglichkeiten. Wir müssen effizienter sein. Und dann kam diese unerklärliche Aktion. Das ganze Stadion hat gesehen, dass der Ball an die Hand ging und der Schiedsrichter nimmt den Penalty zurück.» (gegenüber Blue)

Pascal Zuberbühler zum VAR-Entscheid: «Der Ball geht an die Hand. Der Ball wird aber quer nach aussen geklärt und geht nie in Richtung Tor. Wäre der Ball in Richtung Tor gegangen, wäre es ein klarer Penalty gewesen. So aber hat der VAR somit richtig entschieden.»

So gehts weiter

Der FCZ spielt nächsten Samstag um 18 Uhr auswärts in Lausanne. Für den FC Basel steht gleich das nächste Top-Spiel an. Am Samstagabend wartet das Duell mit den Young Boys.

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