Publiziert 03. November 2026, 23:02
4. Spieltag


FC Barcelona
Aston Villa
Lamine Yamal
-7
Raphinha
-52
Raphinha
-64
Eines der beiden Topspiele an diesem Abend steigt im Camp Nou. Nati-Juwel Johan Manzambi ist mit Aston Villa in Barcelona zu Gast. Die Partie beginnt für die Briten aber denkbar schlecht. Nach einem Bock in der Villa-Abwehr sagt Lamine Yamal Danke und schlenzt in der 7. Minute locker zum 1:0 ein. Die Gäste kämpfen sich nach dem frühen Schock aber zurück ins Spiel. Manzambi hat in der ersten Hälfte gleich zweimal die Chance auf den Ausgleich.
Kurz nach der Pause erhöht Raphinha für Barcelona und macht die Sache für die Villans so bedeutend schwieriger. Manzambi hat in der 62. Minute Feierabend, 120 Sekunden später macht Raphinha den Deckel drauf und macht alle verbliebenen Hoffnungen für die Engländer damit zunichte. Es ist der Schlusspunkt in dieser Partie, ein verdienter Sieg für die Katalanen.
Dass die Bayern gegen das seit acht Spielen ungeschlagene Atlético Madrid mit einem Rumpfkader (Manuel Neuer kehrt ins Tor zurück) antreten, ist nicht zu sehen. Selbst ohne die Offensivkräfte Serge Gnabry, Luis Díaz, Ismael Saibari und Jamal Musiala sind die Münchner in der ersten Halbzeit spielbestimmend, lassen allerdings das Zielwasser vermissen.
Nach der Pause sieht es besser aus. Nach einem kapitalen Fehler im Kollektiv von Atlético schleicht sich Bayerns Lennart Karl, der zuletzt oft kritisiert wurde – unter anderem von Bayerns Ehrenpräsident Uli Hoeness –, im Rücken heran und chippt den Ball aus rund elf Metern über Torhüter Jan Oblak.
Ebenso herrlich ist das 2:0 von Konrad Laimer. Der aufgerückte Rechtsverteidiger verzögert im gegnerischen Strafraum geschickt, blickt zur Mitte, findet keine Anspielstation und versucht es dann einfach selbst – und wie. Der Österreicher haut den Ball vollspann via Lattenunterkante ins Tor und sorgt damit für die Entscheidung.
Für Manchester-United-Coach Michael Carrick dürfte die Partie am Dienstagabend ein Alles-oder-Nichts-Spiel sein. Die Red Devils stecken in einer tiefen Krise und sind dringend auf ein Erfolgserlebnis angewiesen. Der Gegner: ausgerechnet die in der heimischen Liga noch ungeschlagene AS Roma. Dass das Spiel unter keinem guten Stern für United steht, wird schnell klar.
Nach 17 Minuten steht es bereits 2:0 für die Gäste aus Italien. Matias Soulé und Donyell Malen schiessen die Tore. Es droht erneut ein übler Abend für das Heimteam zu werden. Doch dem ist nicht ganz so. United fängt sich und kommt in der 58. Minute durch Bruno Fernandes’ Penalty wieder zurück. Damit noch nicht genug. Die Gastgeber haben durch das Tor Blut geleckt. In der 83. Minute profitiert Matheus Cunha von einem Aussetzer Leonardo Balerdis und schiebt zum Ausgleich ein.
Das Old Trafford kocht nun – Rom lässt sich davon offenbar sehr beeindrucken und bringt keinen Fuss mehr vor den anderen. Youngster Shea Lacey schickt Cunha in den Strafraum, dieser fackelt nicht lange und haut den Ball via Pfosten zum 3:2 ins Netz – Spiel gedreht! Der Brasilianer trägt sich noch ein drittes Mal in den Spielverlauf ein, allerdings mit einer Gelb-Roten Karte. Kurz vor Schluss säbelt er Balerdi völlig unnötig um und fliegt vom Platz. Das dürfte die Freude bei Manchester United über den ersten Sieg seit dem 10. September aber kaum schmälern.
4:0 nach 17 Minuten – da ist schon alles gesagt. Das rührende Highlight dieser turbulenten Startphase ist der Torjubel von PSG-Mittelfeldspieler Fabián Ruiz nach dem 4:0. Der Spanier gedenkt mit einer Geste des tragisch verstorbenen Landsmanns Jesús de Miguel. Der 30-Jährige war nach einem Crash in einem spanischen Zweitliga-Spiel ins Spital eingeliefert worden und am Dienstag verstorben.
Nach der turbulenten Startphase beruhigt sich das Spiel, ehe erneut Ruiz zum 5:0 trifft. Kurz vor Schluss sorgt David Boly mit einem herrlichen Treffer für das 6:0.
Die Bilanz von Mark van Bommel als Trainer von Feyenoord ist miserabel. Zumindest in der Champions League. Die niederländische Legende hat 14 seiner 16 Partien verloren. Auch gegen Inter mit Nati-Star Manuel Akanji gibt es nichts zu holen: Klares 0:3. Schon nach acht Minuten geraten Van Bommel und seine Mannschaft ins Wanken. Der Deutsche Yann Bisseck trifft zum 1:0.
Stürmer Pio Esposito, der Bruder des ehemaligen FCB-Spielers Sebastiano, macht noch vor der Pause das 2:0 und lenkt das Spiel in die gewünschten Bahnen. Nach dem Seitenwechsel fällt Feyenoord schliesslich ganz: Piotr Zielinski sorgt in der 54. Minute für die Vorentscheidung.
An diesen Abend wird man sich beim Linzer ASK wohl noch lange erinnern. Gegen Slovan Bratislava fährt der LASK seinen zweiten Sieg in der Champions League ein. Gleich mit 4:0 gewannen die Österreicher gegen Slovan Bratislava. Kaspar Jørgensen traf doppelt, Robert Ljubicic und Samuel Adeniran sorgten dann für die Entscheidung. Mit sechs Punkten nach vier Spielen ist man einem Überwintern in der Königsklasse einen grossen Schritt nähergekommen. Derweil stehen die Slowaken mit vier Niederlagen am Ende der Tabelle.
Die einzige Partie, die ohne grosses Highlight vonstattengeht. Im hohen Norden trennen sich Bodø/Glimt und Lille ohne Tore.
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