Publiziert 25. September 2026, 22:46
20 Minuten waren gespielt, als Mika Godts Belgien jubeln liess. Superstar Kevin De Bruyne steckte durch auf den Mann von Paris Saint-Germain, dieser liess mit einem Haken gleich zwei blaue Verteidiger ins Leere rutschen und schob locker zur belgischen Führung ein. Es war der erste Treffer beim 2:0-Sieg Belgiens über Italien zum Auftakt in die neue Nations-League-Kampagne.
Godts zeigte im Stadio Olimpico einen starken Auftritt. Der 21-Jährige ackerte auf der linken Aussenbahn und sorgte immer wieder für gefährliche Aktionen. Godts wechselte diesen Sommer von Ajax zu PSG, hat aber in der extrem starken Pariser Offensive einen schweren Stand. Zwar spielte er bisher in jeder Ligapartie, jedoch stand er nie in der Startelf. Mit seiner Leistung gegen Italien dürfte Godts durchaus Werbung für sich gemacht haben.
Man wusste noch nicht so recht, was man von diesem «neuen» Italien erwarten kann. Neo-Trainer Roberto Mancini berief viele junge Spieler zu diesem Zusammenzug. Der Beginn der Gastgeber sah vielversprechend aus. Ein mutiges, offensives Spiel von der ersten Minute an. Doch Belgien liess sich nicht lange einschnüren. Nach kurzer Zeit konnten sich die Roten Teufel vom Druck der Italiener lösen und selbst Angriffe fahren. Die Führung nach 20 Minuten durch Mika Godts war verdient. Von da an ging zur Pause nicht mehr viel bei den Italienern, Belgien machte die Sache in Rom souverän.
Nach Wiederanpfiff drückten die Azzurri vehement auf den Ausgleich. Doch Belgien überstand die etwa 15-minütige Druckphase der Italiener schadlos und kam in der 69. Minute durch einen sehenswerten Schlenzer von Dodi Lukebakio zum 2:0. Das zog den Italienern den Stecker, die Luft war draussen – die Belgier gewannen am Ende verdient.
Alessandro Romano sorgte in den letzten Wochen in der Schweiz und bei unseren Nachbarn im Süden für Schlagzeilen. Der im Kanton Zürich aufgewachsene Mittelfeldspieler wechselte einst von den Junioren des FC Winterthur in die Akademie der AS Roma. Von dort mauserte er sich zum Serie-A-Profi und steht nun bei Cagliari unter Vertrag.
Mit guten Leistungen machte er in der letzten und dieser Saison auf sich aufmerksam. Sowohl die Nati als auch Italien buhlten um den 20-Jährigen. Romano entschied sich schliesslich für das Heimatland seiner Grosseltern und gab Murat Yakin einen Korb. Mancini dankte es ihm mit einem Startelf-Einsatz gleich bei seinem Debüt für den vierfachen Weltmeister. Nach 65 Minuten hatte Romano Feierabend – ein solider, aber unauffälliger Auftritt.
Riccardo Calafiori
«Zeitweise habe ich eine gute Leistung gesehen. Wir trainieren erst seit ein paar Tagen mit dem Trainer und haben hinten zu viel Raum gelassen und zwei Tore nach Kontern kassiert. Wir müssen uns auf die positiven Aspekte konzentrieren und wissen, dass noch viel Arbeit vor uns liegt. Wir müssen beim nächsten Match neu durchstarten.»
Nicolò Cambiaghi
«Es fiel uns schwer, Wege zu finden, um gefährlich zu werden. Das ist uns nur in einigen Zweikämpfen auf den Aussenbahnen und bei einigen Einzelaktionen gelungen. Wir müssen an die zweite Halbzeit anknüpfen, denn wir arbeiten erst seit wenigen Tagen zusammen, haben noch Luft nach oben und schon bald stehen weitere Matches an.»
(RAI)
Italien spielt am Montag um 20.45 Uhr auswärts gegen die Türkei in der Nations League. Belgien empfängt zeitgleich Frankreich.
Deine Meinung zählt