Publiziert 02. Juli 2026, 01:00
Sechzehntelfinale


Belgien
Senegal
H. Diarra
-25
I. Sarr
-51
R. Lukaku
-86
Y. Tielemans
-89
Y. Tielemans
-125

Mit einem 0:1-Rückstand verabschiedeten sich die Belgier nach 45 Minuten in die Pause und dürften sich in dieser einiges vorgenommen haben. Nach dem Seitenwechsel wurden aber alle Pläne schnell über den Haufen geworfen. Senegals Innenverteidiger Moussa Niakhate überspielte mit einem langen Pass aus der eigenen Platzhälfte die gesamte belgische Mannschaft. Vorne in der Sturmspitze nahm Ismaila Sarr die Kugel kurz vor dem Strafraum perfekt mit der Brust an und drosch den Ball mit aller Kraft in die Maschen – ein tolles Tor.
Lange sah es danach aus, als würden sich die Belgier von diesem Schock nicht mehr erholen. In der Schlussphase glichen die Belgier innert drei Minuten aus. Zuerst bewies Joker Romelu Lukaku einmal mehr seinen Torriecher und verkürzte am ersten Pfosten gekonnt. Dann war Captain Youri Tielemans per Kopf zur Stelle und glich in der 89. Minute tatsächlich noch aus.
In der Verlängerung wurde es dann dramatisch. Nachdem alles auf ein Penaltyschiessen hinauslief, kam Belgien in der 125. Minute zu einem VAR-Penalty. Tielemans übernahm Verantwortung und verwandelte eiskalt.
Im Tor musste Senegal weiter auf Stammkeeper Édouard Mendy verzichten, der verletzungsbedingt ausfällt. Ersetzt wurde er wie bereits beim letzten Gruppenspiel von Mory Diaw. Der 33-Jährige ist in der Schweiz kein Unbekannter, spielte er doch zwischen 2019 und 2022 drei Jahre in Lausanne und zeigte sich in dieser Phase mit starken Interventionen als sicherer Rückhalt. Anders sah es beim 2:2 aus, als er aus dem Tor eilte und den hohen Ball klären wollte. Diaw kam aber gegen Torschütze Tielemans zu spät und hatte damit eine Mitschuld daran, dass die Senegalesen den sicher geglaubten Sieg nach 90 Minuten noch verspielten. Tielemans wurde in der Folge mit dem zweiten Treffer gar noch zum Matchwinner.

Senegal war insbesondere in den ersten 45 Minuten die Ton angebende Mannschaft, spielte aggressiver und in der Offensive deutlich zielstrebiger. Kein Zufall auch, dass die Senegalesen in Sachen erwartbare Tore bei 1,9 standen und die Belgier nur bei mageren 0,17.
Auch nach der Pause war Senegal lange das deutlich aktivere Team. Belgien versuchte es in der Schlussphase mit dem Mute der Verzweiflung – und wurde tatsächlich noch mit der Verlängerung belohnt. In dieser beanspruchten sie das bessere Ende für sich und ziehen in den WM-Achtelfinal ein. Für Senegal endete die Partie nach der 2:0-Führung äusserst dramatisch.
In der 1. Halbzeit gab es kurz nach dem Hydration Break gleich nochmals eine kurz Verschnaufpause für die Spieler. Der Grund: Mehrere Flitzer haben es auf das Spielfeld geschafft und drehten auf dem Rasen munter ihre Runden, ehe sie die Ordner dann doch zu fassen bekamen.

25’ | 0:1 | Captain Mané bringt den Ball hoch zur Mitte, wo Sarr per Kopf zuerst noch am Pfosten scheitert. Diarra ist aber zur Stelle und befördert den freien Ball in die Maschen.
51’ | 0:2 | Niakhaté lanciert Sarr mit einem perfekten Pass in die Tiefe. Dieser nimmt die Kugel perfekt mit und haut das Leder an Courtois vorbei in die Maschen.
86’ | 1:2 | Lukaku steht am ersten Pfosten goldrichtig und verkürzt.
89’ | 2:2 | Captain Tielemans ist vor Torhüter Diaw am Ball und gleicht nach einem hohen Ball tatsächlich noch aus.
125’ | 3:2 | Die Wende ist perfekt. Tielemans trifft vom Punkt und macht alles klar.
Für Senegal ist die WM zu Ende. Belgien trifft im Achtelfinal entweder auf Gastgeber USA oder Bosnien-Herzegowina.
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