Japan und Schweden: Remis im WM-Duell reicht beiden Teams zum Weiterkommen

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Gruppe F

Publiziert 26. Juni 2026, 04:46

Ein Unentschieden hilft beiden: Japan und Schweden weiter

3. Spieltag

Japan
1 – 1
Schweden

Japan

Spielende

Schweden

D. Maeda

-

56

10
11

A. Elanga

-

62

Japan und Schweden profitieren beide von einem Remis.
Japan und Schweden profitieren beide von einem Remis. AFP

Japan und Schweden haben sich durch ein Remis im direkten Duell für die K.o.-Runde der Fussball-WM qualifiziert. Durch das 1:1 (0:0) im Dallas-Stadion konnten beide Teams ihr Ticket für das Sechzehntelfinale lösen. Daizen Maeda (56. Minute) hatte die Japaner in Führung gebracht, ehe kurz darauf Anthony Elanga (62.) für Schweden den am Ende verdienten Ausgleich erzielte.

Japan spielt als Zweiter der Gruppe F am Montag (19 Uhr MESZ) in Houston gegen Rekordweltmeister Brasilien. Die Schweden um die diesmal weitestgehend wirkungslosen Stürmerstars Viktor Gyökeres und Alexander Isak müssen als einer von acht besten Gruppendritten auf ihren nächsten Gegner noch warten. Auch Deutschland ist ein theoretischer Kontrahent für das Drei-Kronen-Team.

Umkämpftes Spiel

«Ich hätte einen Sieg gewollt, aber es war ein umkämpftes Spiel. Wir sind weiter, aber wir hoffen, dass wir noch weiter kommen», sagte Japans Trainer Hajime Moriyasu. Sein schwedischer Kollege Graham Potter lobte die Reaktion nach dem 1:5 gegen die Niederlande: «Das war eine richtig gute Antwort. Ich bin richtig stolz auf sie, sie haben Verantwortung übernommen.»

Die Spieler wussten schon vor dem Anpfiff, dass beide Teams bei einem Unentschieden sicher weiterkommen würden – und das tat dem Spiel in der ersten Halbzeit nicht gut. Auch Basketball-Ikone Dirk Nowitzki, der im Schweden-Trikot – der Heimat seiner Frau Jessica Olsson – auf der Tribüne sass und bei seiner Einblendung auf dem riesigen Videowürfel bejubelt wurde, dürfte sich von seinem Besuch etwas mehr Spektakel erhofft haben.

Flotter Beginn – danach viel Leerlauf

Dabei hatte das erste WM-Aufeinandertreffen der beiden Nationen durchaus flott begonnen. Daizen Maeda liess bei einem feinen Solo einige schwedische Gegner stehen und lief auf das Tor zu, wurde aber im letzten Moment vom bulligen Gabriel Gudmundsson gestoppt (5.). Eine Minute später kam der Kieler Alexander Bernhardsson zu einem Schuss, den Japans Torwart Zion Suzuki aber problemlos halten konnte.

Danach flachte die Partie aber merklich ab. Es wurden zwischen den Strafräumen viele Zweikämpfe bestritten, spielerisch blieb dabei vieles auf der Strecke. Die Japaner waren zumindest um spielerische Lösungen bemüht. Bei Maedas Kopfball (22.) knapp übers Tor musste Schwedens Keeper Jacob Widell Zetterström nicht eingreifen.

Der 27-Jährige war für Kristoffer Nordfeldt, der in den ersten beiden WM-Spielen das schwedische Tor gehütet hatte, in die Startelf gerückt. Kurz vor dem Halbzeitpfiff rettete Widell Zetterström mit einer starken Parade gegen Keito Nakamura sein Team vor dem Rückstand (45.).

Gyökeres und Isak fast ohne Bindung zum Spiel

Die Schweden taten sich in ihren Offensivbemühungen sehr schwer. Das Team von Trainer Graham Potter schaffte es zunächst nicht, seine Stürmerstars Gyökeres und Isak in Position zu bringen. Das Team schien zudem das ganz grosse Risiko zu meiden. Wohl auch deswegen nahm Potter schon nach 37 Minuten seinen mit Gelb verwarnten Innenverteidiger Isak Hien vom Platz, für ihn spielte fortan Lucas Bergvall.

Nach dem Seitenwechsel bot sich den Zuschauern ein anderes Bild, der Unterhaltungswert stieg merklich. Der schön herausgespielte Führungstreffer von Maeda, zu dem der Frankfurter Ritsu Doan die Vorlage gab, war wie ein Weckruf für die Schweden. Elanga schlenzte den Ball aus 20 Metern schön ins lange Eck zum 1:1, und Isak hatte kurz darauf sogar die Chance aufs 2:1. Suzuki konnte den Ball gerade so noch am Pfosten vorbeilenken (65.). Die Schweden waren in der Schlussphase dem Siegtreffer deutlich näher.

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