Publiziert 23. Juni 2026, 07:36
2. Spieltag


Jordanien
Algerien
Nizar Al Rashdan
-36
N. Benbouali
-69
A. Gouiri
-82

Mit starken Comeback-Qualitäten hat Algerien die Hoffnungen auf die K.-o.-Phase genährt und das vorzeitige Aus von WM-Debütant Jordanien besiegelt. Die Mannschaft von Ex-Nati-Trainer Vladimir Petkovic siegte im arabischen Duell nach Rückstand noch mit 2:1.
Das Team um die Bundesliga-Profis Ibrahim Maza (Bayer Leverkusen) und Ramy Bensebaini (Borussia Dortmund) hat nach zwei Partien drei Punkte und das Weiterkommen zum Abschluss der Gruppenphase gegen Österreich selbst in der Hand. Jordanien kann den letzten Tabellenplatz in Gruppe J dagegen sogar bei einem Sensationserfolg gegen Titelverteidiger Argentinien nicht mehr verlassen.
Im San-Francisco-Bay-Area-Stadion von Santa Clara brachte Nizar Al-Rashdan Jordanien in der 36. Minute zunächst in Führung. Der eingewechselte Nadhir Benbouali (69.) sowie Amine Gouiri (82.) drehten die Partie jedoch noch für Algerien.
Die Algerier, die ohne den verletzten Mohamed Amoura vom VfL Wolfsburg auskommen mussten, übernahmen von Beginn an die Initiative. Gegen die tief stehenden Jordanier tat sich das Petkovic-Team aber schwer. Nach einem langen Ball war Kapitän Riyad Mahrez frei durch, brachte den Ball aber nicht unter Kontrolle. Bei einer weiteren Gelegenheit des 35-Jährigen war Jordaniens Keeper Yazeed Abulaila zur Stelle.
Der Aussenseiter verteidigte aus einem tiefen Block mit fünf Abwehrspielern und setzte auf Konter. Das Problem dabei war: Nach Ballgewinnen rückten meist zu wenige Jordanier nach, um Algerien ernsthaft in Gefahr zu bringen.
Ein algerischer Fehler ermöglichte trotzdem die Führung. Ramiz Zerrouki leistete sich vor dem eigenen Strafraum einen Pass zum Gegner. Weil Jordaniens Musa Al-Taamari im daraus resultierenden Angriff den Ball nicht richtig traf und damit unfreiwillig vorlegte, kam Al-Rashdan frei zum Schuss. Jubelnd lief er nach dem zweiten Treffer in Jordaniens WM-Geschichte zu den Fans und liess sich feiern.
Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Algerier den Druck und rannten phasenweise an. Wirklich klare Torchancen erspielten sie sich aber zunächst kaum. Ein Kopfball nach einem Mahrez-Eckball brachte trotzdem den Ausgleich. Weil Algerien weiter angriff, war der Sieg am Ende nicht unverdient. Gouiri liess die Nordafrikaner jubeln.
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