Nati schlägt Bosnien 4:1 – Manzambi glänzt als Edeljoker

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Schweiz - Bosnien 4:1

Publiziert 18. Juni 2026, 23:02

Yakins Edeljoker stechen! Furioser Manzambi führt Nati zum Sieg

2. Spieltag

Schweiz
4 – 1
Bosnien

Schweiz

Spielende

Bosnien

J. Manzambi

-

74

10

R. Vargas

-

84

20

J. Manzambi

-

90

30
31

E. Mahmić

-

93

G. Xhaka

-

97

41
Manzambi glänzte mit dem 1:0SRF

Die Szene des Spiels

Kurz nach der zweiten Trinkpause kommen Djibril Sow, Rubén Vargas und Johan Manzambi in der 71. Minute ins Spiel und haben sofort einen entscheidenden Impact auf die Partie. In der 74. Minute zieht Vargas auf dem linken Flügel davon und schlägt die Flanke in die Mitte, wo die bosnischen Abwehrspieler den Ball nicht klären können. Manzambi sagt Danke und zimmert den Ball volley zum 1:0 in die Maschen. Am Ende gibt es einen 4:1-Sieg für die Nati.

Die Schlüsselfigur

Gegen Katar enttäuschte Johan Manzambi nach seiner Einwechslung, gegen Bosnien macht er seinen Job als Joker sensationell. Wenige Sekunden, nachdem der Freiburg-Shootingstar ins Spiel kommt, trifft er sehenswert zum 1:0. Kurz danach ist es wieder Manzambi, der Breel Embolo stark in die Tiefe schickt. Tarik Muharemovic kann Embolo nur regelwidrig stoppen und sieht für eine Notbremse Rot. Beim 2:0 von Rubén Vargas hat Manzambi in der Entstehung erneut seine Füsse im Spiel. Für das 3:0 ist der 20-jährige Romand dann wieder selbst zuständig.

Manzambi war der Mann des Spiels.
Manzambi war der Mann des Spiels.freshfocus

Das bessere Team

In der ersten Halbzeit gibts auf beiden Seiten kaum Torchancen. Die Schweiz hat zwar mehr Spielanteile, agiert aber ideenlos und mit zu wenig Tiefe im Spiel. Auch nach dem Seitenwechsel ist die Partie sehr zäh. Erst durch Yakins Dreifachwechsel nach der Trinkpause kippt die Partie zugunsten der Nati. In Überzahl spielen die Schweizer ihre numerische Überlegenheit dann gut aus und gewinnen auch in der Höhe verdient.

Das Tribünengezwitscher

Der zweite WM-Auftritt gerät für die Nati zum Auswärtsspiel. Im hochmodernen Sofi-Stadium in Los Angeles verfolgen schätzungsweise um die 25’000 bosnische Fans das Spiel vor Ort und sind so gegenüber den Schweizer Anhängern zahlenmässig – und auch punkto Lautstärke klar überlegen. Beim Einlaufen der Nati-Stars gibts aus Bosniens Fankurve Pfiffe, die Stimmung im Stadion ist ansonsten aber sehr friedlich.

Die Tore

74’ | 1:0 | Volley hämmert Manzambi den Ball in die Maschen zur Schweizer Führung.
84’ | 2:0 | Embolo schirmt den Ball entscheidend ab, so dass sich Vargas auf der linken Seite freilaufen und an den Ball kommen kann. Flach erhöht der Flügelspieler auf 2:0.
90’ | 3:0 | Manzambi schnürt den Doppelpack nach Vargas-Assist.
90+3’ | 3:1 | Mahmic markiert noch spät den Ehrentreffer.
90+7’ | 4:1 | Tief in der Nachspielzeit ist Xhaka per Penalty für das Endresultat zuständig.

So gehts weiter

Direkt nach dem Bosnien-Spiel reist die Nati wieder zurück nach San Diego. Am Mittwoch folgt dann das dritte Gruppenspiel gegen Kanada in Vancouver.

Stimmen nach dem Spiel

Murat Yakin

«Ja, wir wussten, dass die Coaling Breaks ein wichtiges taktisches Element sind. Man sollte dem Gegner nicht fünf Minuten vorher zeigen, welche Taktik wir haben. Weil der Gegner heute vor allem in der ersten Halbzeit auf eine Fünferkette umgestellt hat, hatten wir am Anfang etwas Mühe, reinzukommen. Vierkette, Fünferkette. Da hatten wir zwei, drei Situationen, in denen wir den Zugriff zum Spiel nicht hatten. Aber dafür haben wir dann im zweiten Coaling Break gewusst, dass wir warten müssen, bis wir die frischen Spieler, vor allem auch Ruben und Manzambi, reinbringen. Das sind sehr wichtige Positionen, um den Gegner noch mehr zu beschäftigen. Am Schluss ist es gut aufgegangen.»

Granit Xhaka

«Ich glaube, die Leute wissen, wer ich bin. Natürlich gibt es vielleicht einige Menschen, die mit Kritik nicht umgehen können. Ich bin einer, der sich selbst kritisiert, bevor ich jemanden anderen kritisiere. Und ich glaube, es kommt immer anders rüber, wenn ich etwas sage. Aber es ist okay. Ich kenne es nicht anders. Ich glaube, mittlerweile kann die Schweiz wirklich stolz sein, dass sie einen Spieler mit 148 Spielen für die Schweiz haben. Für diese Farben, für die Nation, purer Stolz dahinter. Aber vielleicht brauche ich das persönlich. Ich provoziere auch noch ein bisschen. Am Schluss ist für mich wichtig, dass die Mannschaft hinter mir steht, dass wir gemeinsam auftreten, wie wir es heute gemacht haben, und alles andere hat mich noch nie interessiert. Entsprechend zählt nur das, was auf dem Platz passiert.»

Johan Manzambi

«Es ist wie ein Traum, dass ich bei der WM spielen kann. So viele Tore zu schiessen und dann noch zum «Player of the Match» gewählt zu werden. Heute kann ich sicher nicht schlafen.»

«Ja, natürlich wissen wir, dass wir immer zusammen sind. Ich weiss, dass die Fans beim letzten Spiel nicht so glücklich mit uns waren. Aber heute hoffe ich, dass sie stolz sind und dass wir zeigen konnten, dass wir immer zusammen sind.»

(SRF)

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