Publiziert 02. Juli 2026, 23:03
Sechzehntelfinale


Spanien
Österreich
Mikel Oyarzabal
-36
Pedro Porro
-66
Mikel Oyarzabal
-89

In der 29. Minute schossen die Arme der Spanier ein erstes Mal nach oben. Nach einer Ecke behielt Marc Cucurella im Getümmel vor dem Tor die Übersicht und hämmerte die Kugel aus kurzer Distanz in die Maschen. Der Jubel blieb den Spaniern aber im Hals stecken. Sofort zeigte Schiedsrichter Glen Nyberg aus Schweden an, dass der Treffer nicht zählt. Der Grund: Torhüterbehinderung. Klar war da vor Österreichs Goalie Alexander Schlager viel Betrieb, ob man diesen Kontakt aber abpfeifen muss, ist fraglich.
Wirklich beeindruckt zeigten sich die Spanier davon aber nicht. Nur wenige Zeigerumdrehungen später erlöste Mikel Oyarzabal die Iberer und stellte auf 1:0. Nach der Pause machte Verteidiger Pedro Porro mit dem zweiten Treffer definitiv alles klar, ehe Oyarzabal kurz vor Schluss mit dem 3:0 für den Schlusspunkt besorgt war.

Bayern-Star Konrad Laimer spielte wie bereits gegen Weltmeister Argentinien als linker Aussenverteidiger. Der Auftrag: Superstar Lamine Yamal so wenig Gestaltungsspielraum lassen wie möglich. Yamal kam zwar selbst nicht zu einem Torerfolg, war aber wie immer omnipräsent und liess für einmal die Teamkollegen glänzen. So waren die beiden Aussenverteidiger Cucurella und Porro omnipräsent und bereiteten den Österreichern immer wieder Probleme.
Spanien nahm von Beginn an das Heft in die Hand und schnürte die Ösis tief hinten rein. Der Treffer der Iberer war so nur eine Frage der Zeit. Einzig vereinzelt konnte sich Österreich etwas lösen, wirklich gefährlich wurde es für Spanien-Keeper Unai Simon in der ersten Halbzeit aber nie. Auch nach der Pause waren die Bilder die gleichen. Spanien war mindestens eine Klasse besser und ging völlig verdient als Sieger vom Platz. Österreich kam im gesamten Spiel nicht zu einem einzigen Schuss aufs Tor. Simon seinerseits spielte zum vierten Mal an dieser WM zu Null und stellte einen neuen WM-Rekord auf. Seit über 517 Minuten ist der 29-Jährige an der WM nun nicht mehr bezwungen worden.

Erstmals seit der WM 1954 bestritt Österreich wieder eine WM-K.-o.-Partie. Damals siegte man im Spiel um Platz 3 im Zürcher Hardturm-Stadion gegen Uruguay mit 3:1. Allzu positiv dürfte man die Partie gegen Spanien nicht in Erinnerung behalten.
Für die Spanier war der Sieg hingegen fast schon ein besonderer. Es ist nämlich der erste in der K.-o.-Phase einer WM seit dem Final 2010. Während man 2014 bereits in der Gruppenphase scheiterte, war 2018 (gegen Russland) und 2022 (gegen Marokko) jeweils bereits im Achtelfinal Schluss. Beide Male scheiterte man im Elfmeterschiessen.
36’ | 1:0 | Cucurella bringt die Kugel von der Seite flach in den Rückraum, wo Oyarzabal ohne Mühe zur Führung einschieben kann.
66’ | 2:0 | Wieder kommt die Kugel von der linken Seite zur Mitte – dieses Mal aber hoch. Tottenham-Verteidiger Porro ist zur Stelle und erhöht per Kopf auf 2:0.

89’ | 3:0 | Österreich stellt das Verteidigen kurz Schluss bereits ein. Oyarzabal sagt danke und trifft zum zweiten Mal.
Während für Österreich die WM zu Ende ist, geht die Reise für Spanien weiter. Im Achtelfinal wartet nun entweder Kroatien oder Portugal.
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