Bundesliga: Kobel siegt mit BVB – Dinkci trifft für krebskranke Verlobte

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Debakel für Lustrinelli

Publiziert 05. September 2026, 17:40

Profi trifft für krebskranke Liebe – Dorfclub tobt und verblüfft

2. Spieltag

Hoffenheim
2 – 3
Dortmund

TSG Hoffenheim

Spielende

Borussia Dortmund

L. Avdullahu

-

45

10

T. Lemperle

-

54

20
21

S. Guirassy

-

61

22

Fábio Silva

-

66

23

A. Hajdari

-

86

(ET)
Bevorzugte Quelle
Hier traf Hoffenheim zum 1:0. Dortmunds Gregor Kobel konnte dem Ball nur hinterherschauen.
Hier traf Hoffenheim zum 1:0. Dortmunds Gregor Kobel konnte dem Ball nur hinterherschauen.AFP

Darum gehts

  • Viel war los in der Bundesliga-Konferenz am Samstagnachmittag.
  • Für Werder Bremen schoss unter anderem Eren Dinkci ein Tor. Er traf für seine krebskranke Freundin.
  • Die SV Elversberg tobte nach einem Gegentor, kam am Ende aber zu einem 4:3-Sieg gegen Borussia Mönchengladbach.
  • Gregor Kobel hatte kurzzeitig Schmerzen. Am Ende gewann der Goalie mit Borussia Dortmund gegen die TSG Hoffenheim mit 3:2.

Hoffenheim – Borussia Dortmund

Verletzungshexe bei Borussia Dortmund: Nachdem Neuzugang Giannis Konstantelias beim Bundesliga-Auftakt einen Kreuzbandriss erlitt, musste nun Filippo Mané früh im Spiel gegen Hoffenheim wegen einer muskulären Verletzung ausgewechselt werden.

Dortmunds Serhou Guirassy feierte sein Tor zum 2:2 im Spiel gegen Hoffenheim.
Dortmunds Serhou Guirassy feierte sein Tor zum 2:2 im Spiel gegen Hoffenheim.AFP

Und in der 33. Minute dann sogleich der nächste Schock: Nati-Goalie Gregor Kobel blieb mit schmerzverzerrtem Gesicht sitzen und hielt sich den Fuss. Scheinbar war dem Keeper jemand auf den Fuss gestiegen. Immerhin: Der Schweizer berappelte sich und konnte weiterspielen – glücklicherweise für den BVB.

Kobel hielt noch mehrfach gut und hatte seinen Anteil daran, dass seine Farben nach einem 0:2-Rückstand noch zu einem 3:2 kamen. Für Hoffenheim traf unter anderem Ex-FCB-Ass Leon Avdullahu. Auch der Schweizer Doppelbürger Albian Hajdari traf ins Tor – aber in das falsche. Wegen seines Eigentors verlor die TSG.

Bayer Leverkusen – Union Berlin

Nach dem wilden 3:3 zum Auftakt gegen Eintracht Frankfurt stand nun das Auswärtsspiel gegen Bayer Leverkusen für Union Berlin an. Oder heisst der Club doch Union Schweiz?

Kein guter Nachmittag für Union-Coach Mauro Lustrinelli.
Kein guter Nachmittag für Union-Coach Mauro Lustrinelli.Getty Images

Denn: Mit Mauro Lustrinelli als Trainer und Michel Aebischer sowie Kastriot Imeri stehen seit diesem Sommer gleich drei Schweizer unter Vertrag. Gegen Leverkusen stand dann aber nur Aebischer auf dem Feld. Dies, weil Imeri noch verletzt ist.

Das Spiel endete derweil mit einem Dämpfer für Lustrinelli und Co. Nach der sensationellen Auftaktpleite gegen Elversberg gewann Bayer klar und deutlich mit 4:0. Der Sieg war absolut verdient, bei Union passte in der Defensive überhaupt nichts zusammen. Und die Offensive war mehr als harmlos.

Gladbach – SV Elversberg

Dorfclub Elversberg sorgt weiter für Aufregung! Nach dem überraschenden Erfolg zum Auftakt gegen Bayer Leverkusen folgte nun ein ein 3:3-Remis gegen Gladbach. Das Spiel war durchaus äusserst wild – aus unterschiedlichen Gründen.

Schiedsrichter Martin Petersen zeigte Elversberg-Trainer Vincent Wagner die Gelb-Rote Karte.
Schiedsrichter Martin Petersen zeigte Elversberg-Trainer Vincent Wagner die Gelb-Rote Karte.David Inderlied/dpa

So schrieb Elversberg in der 29. Minute Geschichte, als David Mokwa das erste Auswärtstor des Dorfclubs in der Bundesliga schoss. Er schob die Kugel von halbrechts links unten in die Maschen. Es war das 1:1. Beim 2:1 von Gladbach war dann die Wut bei Elversberg riesig. Kurz vor der Pause machte Hugo Bolin nämlich seinen Doppelpack perfekt.

Das Spiel zwischen Gladbach und Elversberg war äusserst umkämpft.
Das Spiel zwischen Gladbach und Elversberg war äusserst umkämpft.David Inderlied/dpa

Das Ding jedoch: Ein Einwurf an der Mittellinie wurde fälschlicherweise für Borussia gegeben, woraufhin die Elversberger kurz schliefen – im Gegensatz zu den Gladbachern, die trafen. Das Problem: Der VAR durfte sich gemäss Regelwerk nicht einschalten. Die Elversberger waren stinksauer, vor allem Vincent Wagner, der wegen doppelten Meckerns Gelb-Rot sah.

Davon liess sich der Aufsteiger aber nicht aus der Ruhe bringen und zauberte sich am Ende noch zu einem sensationellen 4:3-Erfolg. Der entscheidende Treffer fiel erst in der Nachspielzeit.

Werder Bremen – RB Leipzig

Eine herzzerreissende Geschichte schrieb im Spiel zwischen Werder Bremen und RB Leipzig (3:1) Eren Dinkci. Für Bremen traf er zum 1:0. Er kehrte diesen Sommer zurück zu Werder. Nicht nur, weil der Angreifer gebürtiger Bremer ist, sondern vor allem wegen eines schweren Schicksalsschlags in seinem Privatleben.

Carmen Jaspersen/dpa

Denn: Dinkcis Verlobte Cinja kämpft gegen Leukämie und so wollte er wieder zurück in die Heimat. Bei «Werder-TV» sprach Dinkci offen über die Situation: «Dass sie an Leukämie erkrankt ist, wissen ja mittlerweile sehr viele. Und ihr Wunsch war es auch irgendwie wieder zurück nach Hause zu kommen oder nah zu Hause zu sein.»

Wie eng Dinkci und seine Verlobte zusammenstehen, zeigte sich vor wenigen Wochen: In einem emotionalen TikTok-Video rasierte er ihr nach der Chemotherapie die ausgefallenen Haare ab. Die Bilder bewegten Tausende Fans.

Paderborn – SC Freiburg

Der Aufsteiger aus Paderborn spielte solide mit, verlor aber am Ende dennoch mit 0:1. Den entscheidenden Treffer erzielte Maximilian Eggestein nach einem Wirrwarr. Mehrfach scheiterten die Freiburger, ehe das Leder zu Eggestein prallte, der zehn Meter halblinks vor der Kiste sträflich frei stand und präzise unten links einnetzte.

Maximilian Eggestein feierte seinen Treffer für den SC Freiburg.
Maximilian Eggestein feierte seinen Treffer für den SC Freiburg.Getty Images
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