Publiziert 06. September 2026, 19:03
7. Spieltag


Basel
Lugano
Metinho
-47
Y. Cimignani
-59
U. Bislimi
-61
A. Kendouci
-81

Die Basler feierten im Mai 2025 zuletzt einen Sieg gegen den FC Lugano. Und dabei bleibt es, verliert der FC Basel doch daheim mit 1:2 gegen den FC Lugano. Das entscheidende Tor für die Tessiner fällt in der 61. Minute, lediglich zwei Minuten nach dem Ausgleich.
Mirko Salvi, der zur Pause für den dauerverletzten Stammgoalie Jonas Omlin eingewechselt wird, leistet sich beim Gegentor einen kolossalen Bock. Vor dem Strafraum will er auf Metinho passen, doch dieser passt ebenso wenig auf wie der Schlussmann, in dessen Rücken der lauernde Uran Bislimi steht. So kommt der Tessiner direkt an den Ball und kann an Salvi vorbei ins leere Tor treffen.

Stephan Lichtsteiner. Zuletzt stand der FCB-Trainer scharf in der Kritik. So listeten der «Blick» und die «BZ Basel» mehrere Punkte auf, die beim FC Basel überhaupt nicht gut laufen sollen. Sie berichteten von einem angeschlagenen Verhältnis zwischen Lichtsteiner und Teilen der Mannschaft. Der Trainer soll die Kabine weitgehend verloren haben, seine Kommunikation intern und extern soll als überhaupt nicht gut angeschaut werden.

Der FCB wies daraufhin die Vorwürfe entschieden zurück und sprach von einer «diffamierenden Kampagne», die «journalistisch fragwürdig und äusserst beschämend» sei. Lichtsteiner selbst gab sich ruhig und sorgte mit teils soliden Resultaten für ein wenig Ruhe. Doch nach der Pleite gegen Sion und nun auch gegen Lugano steht der FCB-Trainer wieder mit dem Rücken zur Wand.

Die Tessiner sind zu Beginn das bessere Team, haben mehr Ballbesitz und präsentieren sich gefährlicher vor dem Tor. Sie wissen den Gegner stets gefährlich unter Druck zu setzen. Bei den Baslern läuft hingegen vor allem offensiv gar nichts zusammen. Die gefährlichste Aktion in der ersten Hälfte hat Zan Celar mit einem Pfostenschuss, er steht jedoch knapp im Abseits.
In der zweiten Hälfte dann plötzlich die grosse Überraschung. Nach einem Massenwechsel, es kommen unter anderem Xherdan Shaqiri, Metinho und Salvi rein, treffen die Basler. Der Jubel währt aber nur kurz. Die Tessiner drehen sofort auf und drehen die Partie innert zwei Minuten. Damit zeigt der FC Lugano, welche Qualität der Club im Kader hat – und zeigt ebenfalls schonungslos, welche Qualität den Baslern fehlt. Die Tessiner führen völlig zurecht die Tabelle an und sind ungeschlagen.
Albian Ajeti traf am Donnerstag bei seinem ersten Einsatz für den FC Lugano in der Super League und erzielte damit genauso viele Tore wie in seinen letzten 28 Spielen für den FC Basel. Mit 61 Treffern, davon 47 für den FC Basel, ist er der viertbeste Torschütze in der Super League unter den aktuell aktiven Spielern – hinter Christian Fassnacht (100), Dejan Sorgic (72) und seinem Captain Renato Steffen (64).

Nun kehrt das Basler Urgestein bereits ins Joggeli zurück und wird in den Schlussminuten eingewechselt. Ein spezielles Spiel für den Mann, der nur 35 Einsatzminuten beim FCB in dieser Saison erhielt. Vor dem Transfer stand er zweimal nicht einmal mehr im Kader. Nachdem Trainer Stephan Lichtsteiner zu Saisonbeginn Ajeti noch für seine «überragende Vorbereitung» gelobt hatte, kritisierte er zuletzt die «nonverbale Kommunikation» des Angreifers.
47’ | 1:0 | 90 Sekunden nach seiner Einwechslung trifft Metinho zum 1:0 für den FC Basel. Das Tor bereitet Asane Sow vor. Dieser verzeichnet damit in seinen ersten sieben Super-League-Spielen sieben direkte Torbeteiligungen, mit drei Toren und vier Assists.

59’ | 1:1 | Der Ball kommt zu Renato Steffen am rechten Strafraumeck. Der Ex-Basler schlägt eine zielgenaue Flanke auf den zweiten Pfosten, wo Yanis Cimignani der Basler Abwehr entwischt. Seine wuchtige Direktabnahme schlägt vom Boden unter die Latte. In der Folge feiert er vor der Muttenzerkurve – erhitzt damit die Gemüter und sieht Gelb.
61’ | 1:2 | Nach Fehler von Salvi trifft Uran Bislimi zur Führung für den FC Lugano.
81’ | 1:3 | Ahmed Kendouci nutzt eine Lücke in der FCB-Abwehr und netzt per Linksschuss ein.
Flavius Daniliuc
«Ja, die Chancen waren da und trotzdem muss man ehrlich sagen, die haben einen. Ich weiss nicht, wie ich es erklären soll. Aber ihr Fussball ist nicht erfahrener, sondern ein bisschen cleverer, würde ich sagen. Sie spielen einen cleveren Fussball. Sie versuchen, einen mit Pässen zu locken, mit vielen Pässen, und warten dann, bis die Lücke offen ist. Und genau das spielen sie dann rein. Grossen Respekt an Lugano. Wir hatten heute nicht wirklich viel dagegenzusetzen.»
Uran Bislimi
«Wir belohnen uns Woche für Woche für unsere harte Arbeit. Auch der Trainerstab bekommt mal ein Kompliment, der uns sehr gut vorbereitet. Wir wissen ganz genau, was wir auf dem Platz machen müssen. Und wie schon immer gesagt: Wir haben genug Qualitäten, das zeigen wir auch. Und ja, harte Arbeit wird immer belohnt.»
Alban Ajeti
«Bisher habe ich nur dem Spieler «Hallo» gesagt, das sind die einzigen, die ich gesehen habe. Aber es ist wirklich sehr komisch. Sie konnten selbst nicht glauben, wie schnell es gegangen ist, ich ebenso, aber es ist halt so. Jetzt kann man nicht viel machen, aber ich blicke nach vorne.»
(blue Sport)
Der FC Basel spielt nächstes Wochenende gegen den FC Luzern. Die Luganesi müssen gegen die Young Boys ran.
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