FC Basel verliert 1:3 gegen den FC St. Gallen – Dämpfer für Interimstrainer Nocentini

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FCB – FCSG 1:3

Publiziert 20. September 2026, 18:24

2. Spiel nach Lichtsteiner-Aus: Bittere Pleite für den FC Basel

9. Spieltag

Basel
1 – 3
St.Gallen

Basel

Spielende

St.Gallen

0–1

A. Balde

-

9

Ž. Celar

-

43

1–1
1–2

C. Witzig

-

65

1–3

C. Boukhalfa

-

85

Bevorzugte Quelle
Xherdan Shaqiri ist enttäuscht nach dem Tor zum 0:1.
Xherdan Shaqiri ist enttäuscht nach dem Tor zum 0:1.Zamir Loshi/freshfocus

Die Szene des Spiels

Der FC Basel verliert daheim gegen den FC St. Gallen mit 1:3. Der mitentscheidende Treffer fällt in der 65. Minute durch Christian Witzig – es ist das 2:1 aus Ostschweizer Sicht. In einer Espen-Druckphase kommt Witzig knapp ausserhalb des Strafraumes zum Abschluss und platziert den Ball haargenau ins rechte untere Eck. FCB-Keeper Mirko Salvi, der vor der Partie den Vertrag verlängerte, streckt sich vergebens. Kurz vor Schluss fällt dann noch das 3:1 für den FCSG.

Die Schlüsselfigur

Luigi Nocentini. Er übernahm nach dem Rausschmiss von Stephan Lichtsteiner das Steuer an der Seitenlinie der Basler. Doch nach einem furiosen Start-Sieg gegen Luzern folgt nun der Dämpfer für den Interimstrainer, für den es ziemlich sicher das letzte Mal ist, dass er als FCB-Cheftrainer an der Seitenlinie steht.

FCB-Trainer ad interim Luigi Nocentini vor den Fans von Rotblau.
FCB-Trainer ad interim Luigi Nocentini vor den Fans von Rotblau.Zamir Loshi/freshfocus

Zwar meinte er vor der Partie: «Natürlich wäre es grossartig, Trainer des FC Basel zu sein. Davon träumt jeder.» Und: «Wir haben nicht darüber gesprochen, was nach Sonntag passieren wird.» Da Nocentini aber auch nicht das nötige Trainerdiplom besitzt, ist eine Zukunft mit ihm mehr als unwahrscheinlich. Viel wahrscheinlicher ist es, dass Rotblau in den kommenden Tagen den neuen starken Mann präsentiert.

Das bessere Team

Xherdan Shaqiri und Co. probieren es immer wieder, kommen aber praktisch nie gefährlich vor das Tor. So überzeugend wie letzte Woche gegen den FC Luzern sind die Basler aber auch nicht. Und genau das führt dazu, dass der FC St. Gallen Mut schöpft und am Ende auch dank eines perfekten Schusses in den Winkel gewinnt.

Wer übernimmt für Luigi Nocentini?
Wer übernimmt für Luigi Nocentini?Zamir Loshi/freshfocus

Das Tribünengezwitscher

Der FC St. Gallen gewann nur eines der letzten sechs Super-League-Spiele und hatte mit zehn Punkten nach acht Partien seinen schwächsten Ligastart seit fünf Jahren. 2021/22 waren es zu diesem Zeitpunkt nur sechs Punkte. Aus dieser Negativspirale schaffen sich die Espen aber dank des Siegs über den FC Basel zu befreien.

Die St. Galler freuen sich über den Sieg.
Die St. Galler freuen sich über den Sieg.Zamir Loshi/freshfocus

Besonders: Der FCSG ist der Angstgegner der Basler. So verlor der FCB alle drei Spiele gegen den FC St. Gallen unter Ex-Trainer Stephan Lichtsteiner. Und mehr noch: Keines der letzten acht Duelle ging an den FCB, mit drei Unentschieden und fünf Niederlagen. Der letzte Sieg der Basler gegen die St. Galler war das 2:1 in der Saison 2024/25.

Die Tore

9’ | 0:1 | Nach einem weiten Ball kommt Aliou Baldé an den Ball. Er schiebt die Kugel an Goalie Mirko Salvi vorbei ins Tor. Die Basler Verteidigung sieht nicht gut aus.

Clément Michelin wird gefoult. Es gibt Elfmeter für den FC Basel.
Clément Michelin wird gefoult. Es gibt Elfmeter für den FC Basel.Zamir Loshi/freshfocus

43’ | 1:1 | Zan Celar trifft vom Punkt aus zum Ausgleich. Zuvor zeigte Schiri Sven Wolfensberger auf den Punkt, als Basels neuer Aussenverteidiger Clément Michelin von St. Gallens Jozo Stanić gefoult wurde.

65’ | 1:2 | Christian Witzig fasst sich ein Herz und trifft perfekt in den Winkel. Dieser Ball passt haargenau ins untere rechte Eck.

86’ | 1:3 | Die St. Galler machen den Sack durch Carlo Boukhalfa zu.

Die Stimmen zum Spiel

FCB-Torwart Mirko Salvi: «Die Niederlage heute zuhause war nicht so geplant. Wir haben es nicht geschafft, unser Spiel von hinten zu spielen heute. Wir wissen, dass St. Gallen eine starke Mannschaft ist in der Offensive und von unserer Seite war es ungenügend. Wir hatten Mühe, die Aktionen nach vorne vorzubereiten und vielleicht waren wir auch zu weit weg von den gegnerischen Spielern.»

FCSG-Torschütze zum 2:1, Christian Witzig: «Die letzten Wochen waren nicht immer einfach für uns, wir hatten eine Phase, in der es nicht lief. Und heute in der zweiten Halbzeit hat man gemerkt, wie der Knopf aufgegangen ist, auch bei mir. Wir haben uns heute aufgeopfert füreinander, es war eine absolute Teamleistung. Wir haben viele Bälle gewonnen und viele Umschaltmomente gehabt, die wir gut ausspielten. In der zweiten Halbzeit hätten wir auch noch mehr Tore schiessen können.»

So gehts weiter

Nun steht die sehr lange Nati-Pause an. Nach dieser trifft der FC Basel am 11. Oktober auf den FC Vaduz. Die St. Galler müssen zeitgleich gegen Lausanne ran.

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