Publiziert 15. September 2026, 20:51
4. Spieltag


Grasshoppers
Sion
I. Chouaref
-12
S. Krasniqi
-42
G. Morandi
-49
R. Nivokazi
-63
R. Nivokazi
-69
F. Sylla
-82
J. Lukembila
-91

In der 69. Minute erhielt Sion eine Ecke, Lukembila leitete die Kugel geschickt weiter. Die Hoppers-Abwehr war im Schlafmodus und so gingen Nivokazi und auch Boteli einfach vergessen. Es war das 3:2 für die Gäste aus dem Wallis. Am Ende wurde es ein 5:2.
In der letzten Saison war Rilind Nivokazi noch Stammspieler im Sturm des FC Sion. Aufgrund von Wunder-Boteli verlor er jedoch in dieser Spielzeit seinen Platz in der ersten Reihe. Gegen GC kam er beim Stande von 1:2 aufs Feld und bewies seinen weiterhin wichtigen Wert für die Walliser. Nivokazi erzielte den Ausgleich und das 3:2-Siegtor. Ebenfalls sehr wichtig: Josias Lukembila – der mit Nivokazi auf den Platz kam und beide Tore vorbereitete und auch noch eines selber schoss. Da auch das 4:2 von einem Joker erzielt und vorbereitet wurde, kann man durchaus auch Didier Tholot, den Trainer von Sion als Schlüsselfigur bezeichnen.

Die ersten 30 Minuten gingen ganz klar aufs Konto der Gäste aus dem Wallis. Sion wusste, was man tat, bei GC war das nicht der Fall. Doch je länger die erste Hälfte andauerte, desto besser wurden die Hoppers. Vor dem Pausentee gelang der Ausgleich und nur wenige Minuten nach Wiederanpfiff sogar die Führung. Doch danach war wieder fertig Fussball beim Rekordmeister und so gab es den verdienten Auswärtssieg von Sion. Es war der vierte Sieg in Serie.
Zur Pause trat Barth Constantin vor die Kamera. Blue-Moderatorin Katja Haas fragte nach, ob es wirklich ein Angebot von Galatasaray über 30 Millionen für das Sturmtalent gegeben habe. Der Sportchef des Clubs bestätigte das, doch man habe einen Plan mit Boteli. «Wir haben keinen Stress und haben einen Plan. Wir müssen für uns denken, für den Spieler, aber auch für die Nationalmannschaft. Es ist wichtig für uns, den richtigen Platz für ihn zu finden, für seine Entwicklung.»

12’ | 0:1 | Boteli setzt sich gut durch und spielt den Pass auf Chouaref, der GC-Goalie Hübel mit einer Spitzguuge erwischt.
42’ | 1:1 | Krasniqi bleibt bei einem Elfer eiskalt.
49’ | 1:2 | Morandi wird in die Spitze geschickt und erwischt Racioppi in der nahen Ecke.
63’ | 2:2 | Die GC-Abwehr schläft und Nivokazi schiebt locker ein.
69’ | 2:3 | Nach einer Ecke drückt Nivokazi aus kürzester Distanz das Runde ins Eckige.
82’ | 2:4 | Sylla geht vergessen und erwischt Hübel.
Amir Abrashi: «Nach dem 2:1 haben wir nicht mehr konsequent verteidigt und waren zu leger. Ich bin ehrlich gesagt stinksauer gerade. Ein Spiel so aus der Hand zu geben macht mich sauer. 2:5 sieht dann brutal aus. Schlussendlich war es einfach zu wenig. Die Gegentore waren einfach viel zu einfach. So wird es schwer. Wenn man in der Super League nachlässt hat man keine Chance und heute wurden wir dafür bestraft. Wir waren nach dem 2:1 einfach zu sicher und hatten zu viele unnötigen Ballverluste. Sion ist eine qualitativ gute Mannschaft und bestraft solche Sachen eiskalt. Wir müssen die Fehler ansprechen und müssen aber wieder frisch werden fürs Wochenende, dann haben wir wieder eine Chance.» (gegenüber blueSport)
Peter Zeidler: «Sion war uns einfach überlegen. Wir haben super Jungs und waren dran aber aktuell reicht es noch nicht, um mit Teams wie Sion zu konkurrieren. Es spielt ihnen natürlich in die Karten, dass sie Spieler wie Nivokazi und Lukembila bringen können.»
(gegenüber blueSport)
Numa Lavanchy: «Wir haben gut angefangen und sind in Führung gegangen. Dann wurde es etwas schwieriger und GC kam zurück. Aber dank unserer technischen Stärke konnten wir uns vom GC-Druck lösen und Torchancen herausspielen. Am Ende finde ich den Sieg verdient, auch wenn wir zwei Tore gekriegt haben, wir haben gut gearbeitet. Fehler wie beim 1:2 können immer passieren, aber wir sind als Mannschaft stark und fokussiert geblieben. Ich freue mich auch für Nivokazi. Er hat einige schwierige Zeit gehabt aber wir wussten immer, dass er Tore schiessen kann. Wir sind allgemein eine super Gruppe. Jeder könnte von Anfang an spielen und jeder weiss was er tun muss, wenn er reinkommt. Zweiter Platz in der Tabelle ist super, aber es sind noch viele Spiele.» (gegenüber blueSport)
Jan Kronig: «Wir wollten nach dem starken Sieg in St.Gallen nachlegen. Das heute war ein Arbeitssieg. Wir haben es unnötig spannend gemacht. Die beiden Gegentore hat es aber gebraucht, um den Schalter wieder umzulegen. Ich hatte nach dem 1:2 aber keine Sorge, dass wir das Spiel nicht gewinnen. Wir hatten jetzt viele Spiele, und darum bin ich auch froh, dass ich mich in der Nati-Pause erholen kann. In diese möchten wir uns aber mit einem Heimsieg verabschieden.» (gegenüber blueSport)
Beide Teams stehen am Samstag im Einsatz. GC auswärts in Luzern um 18 Uhr. Der Tabellenzweite Sion hat ein Heimspiel gegen den FCZ um 20.30 Uhr.
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