Zürcher Derby: GC verschiesst Penalty und rettet sich zu einem 2:2 gegen FCZ

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Gegen den FCZ

Publiziert 05. September 2026, 23:01

Zuerst verschiesst GC Penalty, dann der Schock, am Ende der Jubel

7. Spieltag

GC Zürich
2 – 2
Zürich

Grasshoppers

Spielende

Zürich

01

K. Spadanuda

-

54

S. Krasniqi

-

58

11
12

U. Emmanuel

-

80

B. Pllana

-

96

22
Bevorzugte Quelle
Bujar Pllana (GC) jubelt nach dem Tor zum 2:2.
Bujar Pllana (GC) jubelt nach dem Tor zum 2:2.Nico Ilic/freshfocus

Die Szene des Spiels

Im Zürcher Derby läuft die 64. Minute, als Schiri Johannes von Mandach auf den Punkt zeigt. Im Duell um den Ball wird Guibelalde so stark am Trikot gezogen, dass er beim Versuch, den Ball zu treffen, zu Boden geht. Giotto Morandi schnappt sich den Ball - und hämmert die Kugel ans Gebälk! Es passt zum Abend, dass GC die nächste Chance auf ein Tor liegen lässt. Glück für die Grasshoppers aber: Bujar Pllana trifft kurz vor dem Ende zum umjubelten 2:2.

Die Schlüsselfigur

Giotto Morandi hätte der gefeierte GC-Held sein können. Hätte. Weil er aber den Penalty zum 2:1 verschiesst, ist es ein ganz bitterer Abend für den GC-Star, der im Sommer nach einem enttäuschenden Jahr von Servette zurück zu den Grasshoppers wechselte und eigentlich alles besser machen wollte: Denn: Seine erste Zeit bei GC endete nach einer Suspendierung kurz vor der Barrage unschön und mit bösen Gerüchten. Immerhin: Auch er darf sich am Ende über ein Remis freuen.

Giotto Morandi (GC) verschiesst den Penalty.
Giotto Morandi (GC) verschiesst den Penalty.Nico Ilic/freshfocus

Das bessere Team

Die Grasshoppers spielen eigentlich sackstark, vergeben aber von Anfang an unzählige Top-Chancen. Passend dazu die Aussage von Krasniqi gegenüber dem SRF zur Pause: «Wir müssen viel effizienter werden.» Er hat recht, denn der FCZ nutzt diese Abschlussschwäche eiskalt aus, als er in der 2. Hälfte in Führung geht.

Das Spiel ist äusserst umkämpft.
Das Spiel ist äusserst umkämpft. Nico Ilic/freshfocus

Immerhin: Nach diesem Tor zeigen die Grasshoppers, dass sie auch ins Tor treffen können. Zumindest zweimal. Der verschossene Penalty und weitere vergebene Top-Chancen legen hingegen aber wieder schonungslos die desolate Chancenauswertung der Grasshoppers offen.

Das Tribünengezwitscher

FCZ-Trainer Marcel Koller überrascht noch vor dem Spiel mit einem Interview bei blue Sport. In diesem sagt er: «Man wurde sich heute einig – und man hat den Vertrag aufgelöst.» Die Rede ist von Juan José Perea. Dieser wurde nach dem Lausanne-Sieg suspendiert, nachdem es in der Kabine knallte - das berichtete der «Blick».

Dem SRF erklärte Koller einige Tage nach der Lausanne-Partie: «Wir haben das Spiel in Lausanne gewonnen und ein gutes Spiel gezeigt. Dann sind wir in die Kabine gegangen, dann hat er mich am Arm genommen und ist laut geworden. Er forderte, dass er eingesetzt hätte werden müssen. Ich entgegnete ihm, dass das nicht seine Aufgabe ist und er das nicht zu entscheiden habe.» Und: Das geht nicht. Ein Spieler kann keinen Einsatz fordern. Es ist meine Entscheidung oder die des Trainerstaffs. Wo kämen wir hin, wenn jeder Spieler seine Wünsche so vortragen könnte?"

Die Fans zündeten Pyros.
Die Fans zündeten Pyros.Nico Ilic/freshfocus

Perea wechselte im Sommer 2025 nach Zürich und machte für den FCZ 54 Spiele, in denen er neun Tore erzielte. Sein Vertrag wäre bis 2028 gültig gewesen.

Die Tore

54’ | 0:1 | Ein erstes Tor im Derby und ein erstes für Kevin Spadanuda im FCZ-Dress: Bledian Krasniqi trägt den Ball nach vorne und schlägt eine sehenswerte Flanke in den Strafraum. Auf Höhe des rechten Pfostens kommt Spadanuda sauber an den Ball und hat viel Platz vor sich. Diesen nutzt er.

58’ | 1:1 | Der nächste grosse Patzer in der Abwehr des FCZ bringt den Ausgleich: Nach einer Kombination überrumpelt Samuel Krasniqi alle und bleibt eiskalt vor der Kiste.

FCZ-Trainer Marcel Koller hat eine GC-Vergangenheit.
FCZ-Trainer Marcel Koller hat eine GC-Vergangenheit.Nico Ilic/freshfocus

79’ | 1:2 | Emmanuel bekommt zentral vor dem Tor den Ball des sehr starken Krasniqi bereitgelegt, schiesst mit rechts in den Winkel.

96’ | 2:2 | Pllana trifft zum umjubelten 2:2.

Stimmen nach dem Spiel

Amir Abrashi: «Es ist immer eine Freude. Solche Leute (GC-Legenden, die zum 140-jährigen Jubiläum im Stadion waren, Anm. d. Red.) verbreiten immer gute Energie im Club und unter den Spielern. Sie wissen, was in der Vergangenheit passiert ist, und das ist sehr wertvoll. Letztendlich musst du es aber auf dem Platz umsetzen. Ich glaube, schlussendlich haben wir uns ein ziemlich gutes Spiel gemacht. Das einzige Manko waren die Chancenauswertung. Das werden wir definitiv anschauen. Aber du kannst den Jungs sonst keinen Vorwurf machen.»

Miguel Reichmuth: «Ich glaube, direkt nach dem Spiel ist es sehr bitter, darüber zu reden. Aber eine Aktion entscheidet, ob wir das Spiel gewinnen oder einen Punkt mitnehmen können. Und ich glaube, am Schluss müssen wir in dieser letzten Aktion einfach so konsequent wie möglich sein und das Tor bis zu unserem Tod verteidigen. Das haben wir nicht gemacht und so ist es am Ende natürlich unentschieden ausgegangen. Wenn man sich das ganze Spiel anguckt, ist es sicher ein verdientes Unentschieden.» (SRF)

So gehts weiter

GC muss nächsten Samstag gegen den FC Thun ran, die Zürcher spielen gegen den FC Vaduz.

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