Publiziert 13. September 2026, 19:10
8. Spieltag


Luzern
Basel
O. Kabwit
-1
Ž. Celar
-4
P. Otele
-42
X. Shaqiri
-56
X. Shaqiri
-66
L. Villiger
-84
Es lief die 56. Minute – der FCB erhielt einen Freistoss aus spitzem Winkel. Die Basler diskutierten wild: Was macht man mit der Situation? Am Ende entschieden sie sich für eine extrem freche Variante. Shaqiri spielte einen kurzen Doppelpass, führte die Kugel in den Strafraum, die Luzerner waren überrascht und Shaq hämmerte das Spielgerät ins Netz. Es war das 3:1 aus Sicht des FCB und die Entscheidung.
In 20 Ligaeinsätzen unter Stephan Lichtsteiner gelangen Xherdan Shaqiri ganze drei Tore – für den FCB-Superstar eine schwache Quote. Kein Wunder, dass es immer wieder Diskussionen um seine Person und Trainer Lichtsteiner gab. Im ersten Spiel nach der Lichtsteiner-Entlassung gab Shaq die Antwort auf dem Platz. Das 2:1 bereitete er vor, das 3:1 und 4:1 erzielte er gleich selber. Drei Torbeteiligungen, also gleich viele wie in allen Spielen unter seinem früheren Nati-Kollegen. Übrigens: Zuletzt hatte Shaqiri im Februar 2026 drei Torbeteiligungen. Damals waren es sogar drei Tore und ein Assist. Es war das letzte Spiel vor der Amtszeit Lichtsteiners.

Luzern ging nach 30 Sekunden in Führung, alles schien angerichtet für eine grosse Party in der Innerschweiz, doch nur drei Minuten später kassierte man den Ausgleich. Im Anschluss verpasste man es, sich für gute Aktionen zu belohnen. Man hatte am Ende sogar mehr Chancen als die Gäste, aber die Basler, die Basler hatten einen Xherdan Shaqiri in Gala-Form, der nach 70 Minuten den Platz verliess. Es gab dafür eine herzhafte Umarmung von Interimstrainer Nocentini.
Vor der Partie trat FCB-Sportdirektor Valentin Stocker vor die Medien. Er sprach auch über die Entlassung von Lichtsteiner und die Suche eines Nachfolgers. Man wolle sich Zeit lassen. Es gebe mehrere Optionen, hält Stocker fest. Bis zur Nati-Pause soll weiter Luigi Nocentini das Zepter in der Hand halten.

1’ | 1:0 | Kabwit köpfelt eine Flanke herrlich ins Tor.
4’ | 1:1 | Olaigbe legt clever ab auf Zelar, der locker einschiebt.
42’ | 1:2 | Otele köpfelt eine Flanke von Shaqiri nach einer Ecke ins Netz.
56’ | 1:3 | Nach einer cleveren Freistossvariante hat Shaqiri viel Freiraum und zimmert die Kugel ins Tor.
66’ | 1:4 | Shaqiri wird von Olaigbe angespielt und schlenzt den Ball unhaltbar ins Eckige.
84’ | 2:4 | Der eingewechselte Villiger sorgt für eine Ergebniskosmetik.
Leonardo Bertone: «Wir hatten zu wenig Intensität drin, bei den Standards wie aus dem Spiel heraus. Wir hatten uns eigentlich etwas anderes vorgenommen, haben es aber nicht auf den Platz gebracht. Schwer zu sagen, woran das liegt. Wir haben miteinander gesprochen auf dem Platz. Es fühlt sich schwer an das Ganze. Wir sind gut gestartet und wollten den Ball schnell hinter die Abwehr bringen. Der zweite Treffer hat nochmal Auftrieb gegeben. Am Ende hat es nicht gereicht. Wir müssen das so schnell wie es geht verarbeiten, abarbeiten, ausarbeiten und danach wieder Vollgas geben.» (gegenüber Blue)
Flavius Daniliuc: «Wir wollten dem Klub und dem Verein etwas zurückgeben. Das haben wir geschafft. Wenn es davor nicht gut gelaufen ist, ist es einfach, dem Trainer die Schuld zu geben. Wir müssen aber auch performen. Wir wollten mehr Pace, Leidenschaft und Mut auf den Platz bringen.» (gegenüber Blue)
Basel ist nur noch drei Punkte hinter YB in der Tabelle. So schnell kann es gehen. Am nächsten Sonntag kommt St. Gallen ins Joggeli. Luzern hat am Samstag ein Heimspiel gegen GC.
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