Publiziert 26. Juli 2026, 18:24
1. Spieltag


St.Gallen
Zürich
U. Emmanuel
-50
L. Görtler
-70
A. Hunziker
-74

Es dauerte ziemlich lange, bis der FC St. Gallen in dieser Partie ankam. Nach dem Gegentreffer fingen sich die Ostschweizer wieder und drehten auf. Lukas Görtlers Ausgleichstreffer in der 70. Minute war der Dosenöffner. 240 Sekunden später traf Andrin Hunziker per Kopf und verwandelte das Stadion in ein Tollhaus. Es war der Schlusspunkt in dieser Partie.

St. Gallens «Fussballgott» Lukas Görtler. Der Captain der Espen glänzte mit einem Tor und einer Vorlage. Den Ausgleich in der 70. Minute erzielte er selbst. Vier Zeigerumdrehungen später schlug er eine Flanke wie aus dem Bilderbuch in den Strafraum, wo Neuzugang Andrin Hunziker einnickte.
Die erste Halbzeit gehörte klar den Gästen. Stürmer Philippe Kény vergab zwei Top-Chancen. Einmal musste St. Gallen-Goalie Lawrence Ati Zigi parieren, das zweite Mal landete der Ball neben dem Tor. Das war es auch schon mit den Highlights aus den ersten 45 Minuten – vom FC St. Gallen war praktisch nichts zu sehen. Auch in der zweiten Halbzeit blieb der FCZ am Drücker. Verdient ging man in der 50. Minute in Führung.

Bis zum ersten Torschuss der Hausherren dauerte es ganze 65 Spielminuten. Lukas Görtler brachte zu wenig Druck hinter den Ball, um Heinz Lindner in Bedrängnis zu bringen. Kurz zuvor setzte der eingewechselte Andrin Hunziker schon einen Kopfball knapp übers Tor. In der 70. Minute konnte sich St. Gallen durch Captain Görtler für die starke letzte Viertelstunde belohnen und kam zum Ausgleich. Damit noch nicht genug: St. Gallen schnürte Zürich weiter ein und traf vier Minuten später erneut – Spiel gedreht! Den Ostschweizern reichte eine starke Viertelstunde, um das Spiel zu ihren Gunsten zu entscheiden.
Bisher war der FCZ auf dem Transfermarkt nicht sehr aktiv – man wolle mit den Spielern arbeiten, die man bereits hat, sagte Neo-Trainer Marcel Koller. Einer der beiden Neuzugänge ist Goalie Heinz Lindner. Bei den Zürchern ist der 36-Jährige die Nummer 2 hinter Silas Huber. Trotzdem stand der Österreicher gegen St. Gallen zwischen den Pfosten, Huber fiel mit muskulären Problemen aus. Lindner zeigte eine solide Leistung, bei den Gegentreffern konnte er nicht viel dafür.

Auch beim Gastgeber machte ein Neuzugang auf sich aufmerksam. Top-Transfer Andrin Hunziker wurde in der zweiten Hälfte eingewechselt und wurde seinen Erwartungen gleich gerecht mit dem zweiten St. Galler Tor in der 74. Minute.
50’ | 0:1 | Nach einem klasse Solo-Lauf trifft Umeh Emmanuel wuchtig zur Zürcher Führung.
70’ | 1:1 | Lukas Görtler bringt den FCSG mit einem flachen Schuss wieder zurück.
74’ | 2:1 | Nach einer butterweichen Flanke trifft Andrin Hunziker per Kopf.
Im Parallelspiel empfing der FC Lugano Aufsteiger Vaduz im nagelneuen Stadion. Die erste halbe Stunde war keine Augenweide der Tessiner, die beste Chance gehörte Vaduz. Trotzdem durfte Lugano jubeln. Antonios Papadopoulos traf gekonnt mit einer Direktabnahme. Wenige Minuten später lagen sich die Bianconeri erneut in den Armen. Lukas Mai köpfte den Ball nach einer Ecke zum 2:0 ins Netz.

Die Gäste aus dem Ländle gaben allerdings nicht auf. In der 71. Minute brachte Lutfi Dalipi den FC Vaduz wieder ran. Lugano war nun gefordert. Auch eine Rote Karte gegen FCV-Goalie Leon Schaffran minderte den Druck der Gäste nicht. Am Ende sollte es aber nicht mehr für einen zweiten Treffer reichen. Ein glücklicher Sieg für die Tessiner zum Start in die Saison.
Der FC Zürich trifft am Samstag, 1. August zu Hause auf Servette. St. Gallen spielt am Sonntagnachmittag auswärts in Vaduz, Lugano muss ins Letzigrund zu den Grasshoppers.
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