Publiziert 02. August 2026, 13:12
2. Spieltag


Vaduz
St.Gallen
A. Balde
-1
M. Monsberger
-11
J. Cabrera
-55
E. Owusu
-72
E. Owusu
-87

Das erste Highlight dieser unterhaltsamen Partie liess nicht lange auf sich warten, genau gesagt lediglich 25 Sekunden. Vaduz-Goalie Benjamin Büchel behielt den Ball zu lange in den Füssen, St. Gallens Speedy Gonzales Aliou Baldé konnte sich in den Abschlag werfen und den Ball so Richtung Tor ablenken. Im Sprintduell mit Büchel war Baldé der klare Sieger, er musste nur noch ins verlassene Gehäuse einschieben zur St. Galler Führung. Es war der Auftakt zum verrückten 3:2-Sieg der Ostschweizer gegen den Aufsteiger.
St. Gallens Coach Enrico Maassen bewies ein goldenes Händchen bei seinen Einwechslungen. Unter anderem brachte er Enoch Owusu, der aus einem 1:2 aus Ostschweizer Sicht ein 3:2 machte. Beide Tore des 21-jährigen Italieners waren sehenswert und sorgten für den zweiten Sieg im zweiten Saisonspiel der St. Galler.
Den knapp 7’000 Fans im Ländle wurde eine unterhaltsame Partie geboten. Beide Mannschaften zeigten mutigen, offensiven Fussball. Die Liechtensteiner versteckten sich überhaupt nicht und boten St. Gallen Paroli. Die Partie begann für die Hausherren mit dem Gegentreffer nach wenigen Sekunden denkbar schlecht, die Reaktion folgte aber schon zehn Minuten später mit dem Ausgleich. Die St. Galler konnten froh sein, dass sie sich kein zweites Gegentor vor dem Pausentee fingen – Vaduz vergab gleich mehrere Top-Chancen.
Die zweite Hälfte war deutlich hitziger und intensiver als die erste Hälfte. Vaduz belohnte sich in der 55. Minute mit dem Führungstreffer durch Cabrera. St. Gallen war nun angefressen und suchte den Ausgleich. Dieser kam dann auch – und wie! Enoch Owusu haute den Ball aus rund 18 Metern wuchtig ins Netz. Es sollte noch besser kommen für die Gäste. Joker Owusu erwischte einen Prachtstag und traf in der 87. Minute zum 3:2-Endstand. Ein bitteres Ende für den FC Vaduz, der an diesem Nachmittag das Herz auf dem Platz liess und erneut eine gute Leistung zeigte, die zum zweiten Mal in Folge nicht belohnt wurde.
So voll sieht man das Rheinpark Stadion bei einem Spiel des FC Vaduz selten. Nur wenige freie Schalensitze liessen sich zwischen den Zuschauermassen auf den Tribünen blicken. Das lag allerdings hauptsächlich an den Gästefans. Der St. Galler Anhang, der generell immer mit einer grösseren Anzahl an Auswärtsspiele reist, machte die Partie auf der anderen Seite des Rheins zu einem Heimspiel.
1’ | 0:1 | Espen-Flitzer Aliou Baldé wirft sich in einen Abschlag des Vaduzer Goalies Benjamin Büchel und schiebt nach 25 Sekunden zur Führung ein.
10’ | 1:1 | Marcel Monsberger verwertet eine flache Hereingabe zum Ausgleich aus rund sechs Metern.
55’ | 2:1 | St. Gallen-Goalie Lukas Watkowiak liess einen scharfen Abschluss Monsbergers genau vor die Füsse von Cabrera, der nur noch einschieben musste.
72’ | 2:2 | Enoch Owusu zimmert den Ball vor der Strafraumgrenze ins Tor zum Ausgleich.
87’ | 2:3 | Owusu zieht im Strafraum ab, sein Schuss wird noch unhaltbar abgefälscht.
Der FC Vaduz reist nächsten Sonntag ins Wallis zum FC Sion. Zeitgleich spielt der FC St. Gallen zu Hause gegen den FC Luzern.
Juan Cabrera
«Ich finde es unheimlich bitter, weil wir im Spiel super waren, vor allem in der ersten Halbzeit. Ich glaube, wir haben die Zweikämpfe gewonnen, das Spiel von St. Gallen angenommen und hatten auch gute Chancen, das dritte Tor nachzulegen. Und dann ist es einfach bitter, wenn du so ein Spiel verlierst, obwohl du mindestens genauso gut, wenn nicht sogar besser warst.»
Nicolas Hasler
«Ja, auf der einen Seite sicher an der Effizienz. Ich glaube, wir hätten in der ersten Halbzeit schon ein oder zwei Tore mehr machen können. Wir sind ein paar Mal vor dem Tor von St. Gallen aufgetaucht. Ja, es ist bitter, dass wir da nicht mehr rausholen, schon allein in Lugano.»
Lukas Görtler
«Ich glaube, heute kamen rein: Vandermersch und Stevanovic. Das hat uns schon einen Push gegeben, und spätestens die anderen drei Wechsel, wie Fazliji, der auch eine Leidenszeit hinter sich hat, haben Energie gegeben. Wie schon gegen Zürich haben wir heute das Spiel gewonnen. Ich glaube, ohne die Bank hätten wir heute nicht mal einen Punkt geholt.»
(blue)
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