GC siegt 2:0 in Winterthur – Winti rutscht tief in den Abstiegskampf

Winterthur – GC 0:2

Publiziert 11. April 2026, 20:06

GC mit kapitalem Sieg – Winti vor dem Abstieg

33. Spieltag

Winterthur
0 – 2
GC Zürich

Winterthur

Spielende

Grasshoppers

01

J. Jensen

-

18

02

M. Frey

-

101

Nico Ilic/freshfocus

Die Szene(n) des Spiels

Bayern-Leihgabe Jonathan Asp Jensen lässt GC aufatmen. Dank seinem perfekten Flachschuss in der 18. Minute und dem späten 2:0 von Michael Frey siegten die Hoppers auswärts in Winterthur. Der Spielverlauf hätte aber durchaus auch eine andere Wendung nehmen können.

Nach der GC-Führung glich das Heimteam die Partie in der 24. Minute durch Andrin Hunziker vermeintlich wieder aus. Die komplette GC-Elf reklamierte aber vehement bei Schiedsrichter Urs Schnyder und forderte den VAR. Der Grund: Bei der Balleroberung riss Winti-Captain Remo Arnold GC-Stürmer Michael Frey am Trikot nieder. Schnyder stand gut und liess vorerst weiterlaufen. Nach Sichtung der Videobilder entschied er dann auf Foul und kassierte den Ausgleich wieder ein. Laut blue-Schiedsrichterexperte Bruno Grossen eine richtige Entscheidung: «Die Balleroberung war einfach nicht sauber. Es war ein klares Halten an Frey.»

Schiedsrichter Urs Schnyder beim VAR.
Schiedsrichter Urs Schnyder beim VAR.Nico Ilic/freshfocus

In der Nachspielzeit verpasste ebendieser Frey mittels Penalty zuerst noch das 2:0. Wenig später machte es Frey dann besser.

Die Schlüsselfiguren

Viele Chancen gab es auf der Schützenwiese nicht und so entschied eine einzige Aktion die Partie: Bayern-Leihgabe Jonathan Asp Jensen erzielte letztlich den entscheidenden Treffer des Abends und avancierte so zum Matchwinner.

Das bessere Team

In einer engen und von Kampf geprägten Partie konnte sich keines der beiden Teams entscheidende Vorteile erspielen. GC agierte mit der Führung im Rücken clever. Vom Heimteam kam alles in allem in der Offensive zu wenig.

Jubel bei GC.
Jubel bei GC.Nico Ilic/freshfocus

Das Tribünengezwitscher

Erst zum zweiten Mal in dieser Saison stand GC-Captain und Leitwolf Amir Abrashi in der Startformation der Hoppers. Das bisher einzige Mal startete der 36-Jährige beim Saisonauftakt Ende Juli gegen den FC Luzern von Beginn an. Immer wieder wurde Abrashi in der Folge von Verletzungen gebremst und kam zwischenzeitlich nur zu ein paar Teileinsätzen als Joker. Die Präsenz ihres Anführers tat GC sichtlich gut. Im Gegensatz zu den letzten Partien zeigten sich die Hopper um einiges engagierter. Zudem verlängerte Abrashi seinen Vertrag unter der Woche nochmals um ein Jahr.

Die Tore

18’ | 0:1 | Jonathan Asp Jensen hat 20 Meter vor dem Tor zu viel Platz und trifft mit einem platzierten Flachschuss perfekt in die weite Ecke.
90+11’ | 0:2 Noch hinter der Mittellinie zieht Michael Frey ab und versenkt den Ball aus riesiger Distanz über den herausgeeilten Winti-Goalie Stefanos Kapino im Tor.

So geht’s weiter

Die ersten 33 Spiele sind Geschichte und ab nun wird für die letzten fünf Partien die Liga getrennt. Winti startet in zwei Wochen am Sonntag, 26. April 2026 auswärts in Genf in die Relegation Group. GC empfängt einen Tag zuvor den FC Luzern. Zuvor folgt nächstes Wochenende aber noch der Cuphalbfinal auswärts gegen Stade Lausanne-Ouchy.

Das andere Spiel

Im Letzigrund empfing der FCZ den FC Lugano. 45 Minuten lang war die Partie äussert zäh und hatte kaum Highlights zu verzeichnen. Nach der Pause war es dann Routinier Renato Steffen (61.), der die erst nennenswerte Chance der Tessiner nach einem weiten Abschlag von Goalie Amir Saipi zum 1:0 verwerten konnte. Am Ende blieb Steffens Treffer das einzige Tor der Partie. Lugano krallt sich dank dem zweiten Sieg in Serie oben fest, während der FCZ die sechste Pleite aus den letzten sieben Partien kassiert.

Renato Steffen schoss Lugano zum Sieg.
Renato Steffen schoss Lugano zum Sieg.Martin Meienberger/freshfocus
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