Publiziert 26. September 2026, 23:36


Nordmazedonien
Schweiz
R. Freuler
-22
Z. Amdouni
-41
Z. Amdouni
-74
Die Szene des Spiels ist kein Tor, sondern das Verhalten von Ardon Jashari. Der neue Regisseur verliert nach der Pause an der Mittellinie flüchtig den Ball und rennt umgehend zurück, um wenig später wieder nach vorne zu preschen. Natürlich sind auch die drei Tore gegen Nordmazedonien nach den Zertifikats-Turbulenzen im Vorfeld bemerkenswert. Aber wie souverän Jashari agierte und den «Covid-Captain» ersetzte, ist aller Ehre wert und ein Versprechen für die Zukunft.
Zeki Amdouni nutzt seine Chance und bricht aus dem Schatten von Breel Embolo aus. Der Burnley-Stürmer musste jahrelang hinten anstehen und drückt der Partie in Skopje mit seinem Doppelpack den Stempel auf. Zuerst glänzte er in der 22. Minute als Vorbereiter für das Führungstor von Remo Freuler, ehe er in der 41. Minute nach einer flachen Hereingabe von Zachary Athekame selbst eiskalt zum 2:0 vollstreckte. In der 74. Minute legte er sogar noch nach und schraubte sich mit dem Treffer zum 3:0 im Kopf von Murat Yakin fest.
Die Schweiz dominierte die Partie von A bis Z. Die Mannschaft von Murat Yakin liess von Beginn weg keine Zweifel aufkommen. Geschehen in Skopje fast nach Belieben und liess den Gastgebern kaum Raum zur Entfaltung. Zu diesem Zeitpunkt spiegelte sich die Schweizer Dominanz nicht nur in der komfortablen 2:0-Führung durch die Tore von Remo Freuler und Zeki Amdouni wider, sondern auch in einer erdrückenden Statistik:
Die Schweiz verzeichnete bis zur 71. Minute bereits 18 Torschüsse, während Nordmazedonien mit lediglich zwei harmlosen Abschlüssen offensiv praktisch überhaupt nicht stattfand. Mit 53 Prozent Ballbesitz und einem deutlichen Plus bei den Eckbällen liess die Nati den Ball sicher in den eigenen Reihen laufen, während die zunehmend frustrierten Nordmazedonier vor allem durch Foulspiele und gelbe Karten auffielen.
Murat Yakin musste aufgrund der Covid-Affäre rund um Captain Granit Xhaka und Stürmer Breel Embolo auf die beiden Teamleader verzichten. Der Ausfall der beiden Routiniers dominierte im Vorfeld der Partie die mediale Berichterstattung, was den Nati-Coach an der Pressekonferenz sichtlich nervte. Trotz der Suspension von Xhaka und Embolo liess sich die Nati mit dem neuen Anführer Jashari nicht aus dem Konzept bringen und siegte souverän.
22’ I 0:1 I Remo Freuler
Das Führungstor entsteht nach einer starken Kombination, an deren Ende Freuler im Stile eines Goalgetters vollstreckt.
41’ I 0:2 I Zeki Amdouni
Nach dem Vorpreschen von Neuling Athekame auf der rechten Seite steht Amdouni goldrichtig und netzt eiskalt ein.
74’ I 0:3 I Zeki Amdouni
Erneut ist es Athekame, der Amdouni vorbildlich bedient; dieser tanzt sich durch den Strafraum und schliesst souverän ab.
Murat Yakin:
«Ardon Jashari hat heute eine gute Leistung gezeigt und zwei, dreimal gut die Bälle abgefangen. Er hat kein einfacher Start gehabt bei Milan und es war wichtig, dass er heute eine gute Leistung zeigen konnte. Wir hoffen, dass es irgendwann mal dazu kommt, dass Granit und Ardon zusammenspielen können. Dass was uns an der WM stark gemacht hatte, dass wir die Bälle schnell zurückgeholt haben, das hat auch heute gut funktioniert. Dass wir heute mehr Akzente in der Offensive haben werden, dass wussten wir. Wir haben mit den Spielern gearbeitet, die da sind. Wir haben uns nie beklagt. Das gibt die Chance für andere Spieler. Ich hätte sie aber gerne dabei gehabt. Vielleicht haben wir etwas zu wenig Tore erzielt, mit den Chancen, die wir heute hatten.» (SRF)
Ardon Jashari:
«Ich habe probiert meine Qualitäten auf den Platz zu bringen und der Mannschaft zu helfen. Ich habe nicht versucht Granit zu ersetzen, sondern das zu machen, was ich schon immer gemacht habe. Ich bin stolz, dass ich mit unserem Rekordspieler von uns verglichen werden. Wir haben aber komplett andere Vergangenheiten, aber unsere Spielarten sind verschieden, aber vielleicht auch ergänzend. Es war nicht so einfach, wie es von aussen aussieht. Vor allem bei diesem Platz und sie waren der Underdog und konnten entsprechend spielen. Es ist sehr wichtig für mich, wenn ich merke, dass die Mannschaft mir vertraut und zusammen mit ihr Rhythmus bekommen kann.» (SRF)
Remo Freuler:
«Wir haben das gemacht, was wir uns vorgenommen haben. Wir wussten, dass es auf diesem Platz schwierig werden würde. Wir haben es aber cool heruntergespielt. Für dass, dass wir relativ viele neue dabei hatten, haben wir recht gut zusammenspielt. Granit ist ein Spieler, den man nicht ersetzen kann, das ist klar. Wir haben es aber als Mannschaft gut aufgefangen und ich hoffe, dass er bald zurückkommt.» (SRF)
Sascha Britschgi:
«Ich habe es genossen. Es ist ein schöner Moment mit der A-Nati. Ich bin glücklich. Wir haben 3:0 gewonnen. Es ist ein Kindheitstraum, den ich jetzt erleben kann. Ich bin glücklich und stolz.» (SRF)
Am Dienstag trifft die Nati in Glasgow auf Schottland – Anpfiff wie gewohnt um 20.45 Uhr.
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