Publiziert 03. Oktober 2026, 22:22


Schweiz
Slowenien
Ž. Vipotnik
-2
E. Janža
-10
(ET)D. Ndoye
-38
In der 38. Minute prescht Remo Freuler nach vorne und lanciert Zeki Amdouni, der sogleich von einem slowenischen Spieler gestört wird. Der Slowene wird aber unfreiwillig zum Vorlagengeber, als er Dan Ndoye den Ball mustergültig in die Füsse spielt. Der Romand lässt sich nicht zweimal bitten und trifft noch vor dem Pausentee zur 2:1-Führung. Am Ende bleibt’s beim knappen Sieg, womit die Schweiz in der Gruppe B der Nations League nach drei Partien das Punktemaximum von neun Zählern auf dem Konto hat.
Dan Ndoye. Nicht ganz so auffällig wie noch gegen Schottland, aber schiesst das 2:1 und ist mit seiner Technik und seinem Speed dennoch immer für eine gefährliche Aktion im gegnerischen Strafraum gut. In der zweiten Halbzeit leitet er einmal einen Angriff genial per Hacke ein, vergibt am Ende aber kläglich vor dem Tor – bezeichnend für die Qualitäten, aber auch für die Abschlussdefizite des Nottingham-Angreifers.
In der ersten Halbzeit ist es auf schwierigem Terrain eine zähe Partie, bei der die Schweiz aber Charakter zeigt und einen frühen Rückstand drehen kann. Nach dem Seitenwechsel wird die Nati noch dominanter und kann von ruppig agierenden Slowenen oft nur per Foul gestoppt werden. Im Vergleich zu den beiden Partien gegen Nordmazedonien und Schottland kommen aber doch etwas weniger Schweizer Chancen zustande. Am Ende ist es ein verdienter, aber nicht berauschender Sieg der Nati.
Das slowenische Führungstor ist das früheste Schweizer Gegentor in der Ära Murat Yakin. Das letzte Mal so früh in Rückstand geriet die Nati 2018 gegen Belgien beim 5:2 in der Nations League in Luzern unter Vladimir Petkovic.
2’ I 0:1 I Die Slowenen nutzen gleich ihre erste Chance. Grund dafür ist, dass die Defensive kalt erwischt wurde. Akanji spekuliert auf ein Abseits, das aber Athekame aufhebt. So steht die Defensive im Strafraum nicht zu nah am Gegner und ein langer Ball von rechts findet Vipotnik im Strafraum, der sich frei drehen kann gegen Elvedi und haargenau ins linke Eck trifft.
10’ I 1:1 I Auf Höhe des ersten Pfostens bekommen die Slowenen den Ball nicht geklärt, sodass Freuler an den Ball kommt und per Drehung abschliessen kann. Dann wird es kurios: Vor dem Tor versucht Janza zu klären, lenkt den Ball aber mithilfe von Oblak über die Torlinie. Keine schöne Szene für den Atlético-Schlussmann! Janza wird dabei als Eigentorschütze angegeben.
38’ I 2:1 I Die Schweiz versucht es erneut über die linke Seite – und diesmal kommt der Ball durch. Amdouni macht dabei Tempo und versucht, einen Steckpass ins Zentrum zu bringen. Über einen Verteidiger landet der Ball bei Ndoye, der keine fünf Meter vor dem Tor auf Höhe des linken Pfostens wuchtig am herauseilenden Oblak ins Netz trifft.
Johan Manzambi
«Ja, zum Glück ist alles noch okay. Auch wegen meines Knies ist alles okay. Aber wir wissen, was für eine Mannschaft sie sind. Sie spielen ihre Qualität aus und wir waren vorbereitet.»
(SRF)
Am Dienstag trifft die Nati in Luzern auf Nordmazedonien – Anpfiff wie gewohnt um 20.45 Uhr.
Deine Meinung zählt