«Es war eine zähe Partie. Ja, wir haben bei der Analyse des Gegners gesehen, dass sie, je länger das Spiel ging, umso schwieriger zu bespielen waren. Aber ja, super Reaktion nach dem Rückstand und so auch der Zeitpunkt beim Ausgleich auch plus das Führungstor auch. Je länger das Spiel ging, desto schwieriger ist es geworden, aber trotzdem haben wir es gut im Griff gehabt.»
«Wir hatten natürlich die erste Option im gegnerischen Sechzehner, dann kam der Gegenstoss und wir konnten die Linie und das Abseits nicht halten. Aber das ist schnell gegangen und sie haben es auch clever gespielt, das muss man auch sagen. Gerade bei der ersten Aktion wussten sie, dass wir hochstehen und hochpressen und dass sie uns nur mit solchen Mitteln gefährlich werden können. So haben sie uns dann auch bestraft.»
«Ja, bei der allerersten Aktion ist es schwierig. Manu und Niko sind unsere zentralen Innenverteidiger. Wenn der hintere Aussenverteidiger die Linie aufhebt, ist es oftmals schwierig. Aber sie haben es auch, muss ich sagen, schnell gespielt und da hat Athekame die Linie nicht sauber halten können. Aber das ist vielleicht eine Erfahrung, die jetzt ein bisschen gebraucht wird. Aber wir haben ja am Schluss eine sehr gute Teamleistung gezeigt und das Spiel gedreht.»
«Ja, die Schwierigkeit ist natürlich, dass du kombinierst und mehr Spieler vor den Ball bringen willst. Dann stehst du offen, was sie natürlich auch gewusst haben. Und wenn du den Ball in diesem Moment nicht sauber spielst bzw. kontrollierst, dann gewinnen sie in der richtigen Zone. Sie haben natürlich drei Spieler in der vorderen Reihe bereitgestellt. Sie haben es recht clever gemacht. Wir hatten von Anfang an Mühe mit dem Zustellen. Sie haben auch die Tiefe mit den schnellen Spielern attackiert, etwa mit dem Sturm auf der linken Seite, der uns zwei- oder dreimal recht beschäftigt hat. Aber wir haben es im Griff gehabt.»
«Nach zwei Spielen, die wirklich fast perfekt aufgegangen sind, war die Erwartung natürlich gross. Heute war das erste Heimspiel seit langem ein offizielles Pflichtspiel. Fast ein Jahr lang gab es kein Heimspiel mit eigenem Publikum. Da sind die Erwartungen hoch. Wir haben sechs Tore geschossen und null Gegentore kassiert. Dann erwartet man noch, dass man das toppen kann. Aber nein, der Gegner hat uns auch gefordert. Und dann ist es natürlich schwierig auf dem Platz. Die Fähigkeiten, die wir haben, sind nicht immer optimal aufgegangen, aber trotzdem haben Wir sehr viel Charakter gezeigt.»
«Da sie in beide Richtungen sehr viel geschafft haben. Johan kommt immer mehr in den Rhythmus und wir sind auch ein bisschen vorsichtiger. Das ist jetzt das dritte Spiel von Anfang an für ihn. Er hat wirklich eine lange und schwierige Verletzung hinter sich. Dan ist auch immer ein Sprinter, der offensiv viele Akzente setzt, aber auch extrem viel für die Defensive macht. Je länger das Spiel lief, desto besser waren wir im Spiel und bei solchen Spielen im Stadion nimmt man sie ungern raus. Nein, und beide haben das hervorragend gemacht.»
«Vor dem Spiel mache ich mir schon auch Gedanken. Jetzt haben wir unseren Performance-Coach, der natürlich die Daten besser kennt und auch die Spieler. Es ist klar, dass das vierte Spiel kommt. Natürlich haben wir einen Tag weniger Erholung. Da gibt es schon zwei, drei Spieler, die wir berücksichtigen und vielleicht auch schützen müssen. Die Spieler wollen natürlich immer spielen, das wissen wir. Aber es liegt an uns, in den nächsten zwei Tagen gut zu arbeiten und hinzukriegen. Dafür haben wir auch eine gute Bank und jederzeit die Möglichkeit, Spieler zu ersetzen.»
«Ich meine, der Gegner beobachtet uns ebenfalls. Sie haben auch Varianten drin, die wir in den letzten zwei Spielen gesehen haben. Man versucht halt, den Gegner mit zwei bis drei Varianten zu überraschen. Viel Zeit bleibt ja nicht. Es braucht einen Schützen und gute Kopfballspieler. Aber am Schluss braucht es auch Ideen und ein bisschen Fantasie, um die vielen Standards auszutragen.»
«Nein, wir haben in der Kabine eine Wand mit defensiven Standards. Jeder kennt seine Position und es steht auch eine Organisation auf dem Platz bei Standards. Offensiv haben wir ein bis zwei Varianten einstudiert. Wenn die gegnerische Mannschaft mit Manndeckung oder Zonendeckung spielt, versucht man natürlich, zwei bis drei Sachen auszutesten. Wenn es geht, ja. Heute waren wir auch wieder mit einem Standardtor erfolgreich, was natürlich schön ist.»
«Es ist klar, wenn du den Ball natürlich in den Fünfmeterraum bringst und er springt zwischen Fünfer und Elfer und irgendwo der Ball dort hängen bleibt und auch genug Spieler, welche die Situation auch riechen, dann wird es immer gefährlich. Und dann ist er heute zu unseren Gunsten gefallen.»
(SRF)