Penalty-Krimi an der WM: Ägypten schlägt Australien und schreibt Geschichte

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Nutzloser Torhüterwechsel

Publiziert 03. Juli 2026, 23:39

Australiern versagen die Nerven – Ägypten siegt im Penalty-Krimi

Sechzehntelfinale

Australien
3 – 5
Ägypten

Australien

Spielende

Ägypten

01

Emam Ashour

-

13

Mohamed Hany

-

55

(ET)
11
Penaltyschiessen
24

Australien versagen die Nerven.
Australien versagen die Nerven.IMAGO/Anadolu Agency

Die Szene(n) des Spiels

Kurz nach der Pause wurde es in Dallas für kurze Zeit ziemlich ruhig. Ägypten-Verteidiger Mohamed Hany blieb nach einem Zusammenprall für einen Moment regungslos liegen. Nach kurzer Pflege ging es für den Ägypter zwar weiter, dennoch hätte sich Hany wahrscheinlich fünf Minuten später gewünscht, dass er ausgewechselt worden wäre. Nach einem Freistoss Australiens von der Seite war er es, der die Kugel unhaltbar in die eigenen Maschen köpfte und so das 1:1 für die Socceroos erzielte. Es war dies der zweite Treffer eines Ägypters per Kopf, nachdem Emam Ashour seine Farben in der 13. Minute in Führung brachte.

Da in der regulären Spielzeit wie auch in der Verlängerung keine weiteren Tore mehr fielen, musste das Penaltyschiessen entscheiden. Da bewiesen die Ägypter Nervenstärke und verwandelten alle vier Versuche. Ganz anders Australien: Zuerst schoss Harry Souttar seinen Versuch klar drüber, dann scheiterte der 18-jährige Lucas Herrington an der Latte.

Die Schlüsselfigur(en)

Manchester-City-Star Omar Marmoush hätte die Partie neun Sekunden nach der Pause mit dem 2:0 womöglich vorentscheiden können. Nach einer schönen Kombination stand der 27-Jährige plötzlich frei vor dem Australien-Tor, sah seinen Abschluss aber knapp am weiten Pfosten vorbeifliegen. Statt 2:0 hiess es zehn Minuten später 1:1. Ansonsten blieb Marmoush grösstenteils blass – wie der andere Superstar: Captain Mohamed Salah. Der frühere FCB-Spieler war bis kurz vor Schluss kaum in Erscheinung getreten, ehe er doch bei der einen oder anderen gefährlichen Aktion die Füsse im Spiel hatte. Im Penaltyschiessen nahm er als dritter Ägypter Anlauf und traf souverän.

Lange war Salah kaum zu sehen.
Lange war Salah kaum zu sehen.IMAGO/Anadolu Agency

Das bessere Team

Australien startete aktiver in die Partie und scheiterte in der Startphase aus der Distanz an der Latte. Auf der anderen Seite traf Ägypten seinerseits mit der ersten richtig gefährlichen Aktion. Mit der Führung im Rücken wurde Ägypten danach stärker, ohne aber auf den zweiten Treffer zu drängen. Gegen Ende der ersten Halbzeit wurden die Australier stärker, die letzte Konsequenz fehlte im letzten Drittel aber. Nach dem frühen Ausgleich der Australier sahen die Fans in Dallas ein relativ zerfahrene Partie, in der sich keines der beiden Teams entscheidende Vorteile verschaffen konnte. Erst in der Schlussphase wurde die Partie nochmals unterhaltsamer, was insbesondere den Ägyptern zu verdanken war, die nochmals einen Gang höher schalteten und den Lucky Punch nur knapp verpassten. So ging das Spiel in die Verlängerung und anschliessend ins Penaltyschiessen, wo die Ägypter die besseren Nerven zeigten.

Das Tribünengezwitscher

Bereits vor der Partie war klar, dass egal wie das Spiel ausgehen wird, WM-Geschichte geschrieben wird. Der Grund: Weder Australien noch Ägypten gewannen jemals ein K.o.-Spiel an einer WM. Die Australier versuchten dieses Ziel mit allen Mitteln zu erreichen und wechselten in der 119. Minute noch den Torhüter. Der eingewechselte Matthew Ryan konnte aber keinen Versuch der Ägypter entschärfen.

Dieser Torhüterwechsel ging schief.
Dieser Torhüterwechsel ging schief.IMAGO/Anadolu Agency

Stimme zum Spiel

Jackson Irvine: «Gratulation an Ägypten. Das ist für die ganze Nation ein Riesensieg. Danke für den Support an unser Team. Wir sind bis zum Schluss gekommen. Wir hatten alle den Mut. Wir haben uns von Beginn weg gesagt, wir sind ein Team - wir gewinnen zusammen und verlieren zusammen. Penaltys zu machen ist nicht leicht. Für viele der Jungs ist das bloss der Anfang. Einige haben das noch nicht oft gemacht. Sie haben eine grosse Zukunft vor sich. In sechs Monaten spielen wir den Asia Cup.» (gegenüber FIFA-Medien)

Die Tore

13’ | 0:1 | Ashour steht nach einem hohen Ball am zweiten Pfosten ziemlich frei und erzielt mit dem Kopf das 1:0.

55’ | 1:1 | Ägyptens Hany trifft per Kopf ins eigene Tor.

So geht's weiter

Für die Australier steht die Heimreise auf dem Programm. Für Sieger Ägypten wartet im Achtelfinal der Sieger des Duells Argentinien gegen Kap Verde.

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