Publiziert 26. Juni 2026, 00:17
3. Spieltag


Ecuador
Deutschland
L. Sané
-2
N. Angulo
-9
G. Plata
-77
Über den Führungstreffer der Deutschen in der zweiten Minute dürfte man sich besonders in Ecuador stark enervieren. Aleksandar Pavlovic wuselte sich durch mehrere Gegenspieler durch, streckte allerdings seinen Fuss so hoch in die Luft, dass er einen Kontrahenten im Gesicht traf. Eigentlich eine klare Sache, doch Schiedsrichterin Tori Penso liess weiterlaufen. Der Ball kam zu Florian Wirtz, dieser legte quer auf Leroy Sané. Der Galatasaray-Star brachte den Ball flach im Netz zum frühen 1:0 unter.

Sofort belagerten die Ecuadorianer die Unparteiische und forderten einen VAR-Check – dieser kam jedoch nicht. Auch zum Unverständnis von SRF-Schiri-Experte Sascha Amhof. «Das ist für mich ein sonnenklares Foul. Die Schiedsrichterin hat freie Sicht auf das Geschehen und muss das abpfeifen. Wo der VAR in dieser Situation war, ist mir schleierhaft.» Ecuador fand allerdings nur sieben Minuten später mit dem Ausgleich eine Antwort auf den fragwürdigen Gegentreffer. Da scheinen die Fussballgötter Gerechtigkeit walten lassen zu haben. In der Schlussphase sollte Ecuador dann tatsächlich noch den Siegtreffer schiessen.
Manuel Neuer und Jonathan Tah – im negativen Sinn. Die Goalie-Legende und der routinierte Verteidiger schienen nicht wirklich eingespielt zu sein. Neuer und Tah sahen in der zweiten Halbzeit zwei Mal gemeinsam nicht gut aus – die zweite Szene ging ins Auge. Beim ersten Mal spitzelte Tah Neuer den Ball unglücklich weg, bevor er ihn in die Hand nehmen konnte. Ecuador setzte nach, konnte die Chance dort noch nicht nutzen. Anders wenige Augenblicke später. Bei einem Eckball auf den ersten Pfosten schaute Tah zu, wie Gonzalo Plata den Ball ins Netz spedierte. Neuer schien durch das Nichtstun seines Verteidigers verunsichert und konnte nur noch zu spät reagieren – 2:1 für Ecuador.

Es war das erwartet schwierige Spiel für Deutschland. Ecuador machte dem Weltmeister von 2014 das Leben schwer. Auf den frühen Rückschlag fanden die Südamerikaner prompt eine Antwort. Immer wieder bekam das MetLife Stadium in der Nähe von New York City harte Zweikämpfe zu sehen. Deutschland hatte zwar mehr Spielanteile, Ecuador setzte aber ab und an gefährliche Nadelstiche in der Offensive. Deutschland konnte im Angriff nur mässig überzeugen. Ecuador hingegen nutzte zwei der Chancen, die geboten wurden. Das reichte, um den so wichtigen Sieg einzufahren und sich für die K.O.-Phase als Gruppendritter zu qualifizieren.

Das letzte Mal, dass Deutschland eine WM-Vorrunde mit drei Siegen aus drei Spielen beendete, ist ganze 20 Jahre her. Beim Heimturnier 2006 gewann man die Gruppe mit neun Punkten. Seither gab es das nie mehr. Bei den Turnieren 2018 und 2022 schied man in der Vorrunde gar aus.
2’ | 0:1 | Florian Wirtz legt im Strafraum quer auf Leroy Sané, dieser schiebt zur Führung für Deutschland ein.
9’ | 1:1 | Nilson Angulo schlenzte den Ball unhaltbar in die weite Ecke zum Ausgleich.
78’ | 2:1 | Gonzalo Plata stand bei einem Eckball goldrichtig und spedierte den Ball am nahen Pfosten in den Netzhimmel.
Auch im Parallelspiel zwischen der Elfenbeinküste und Curaçao gab es ein frühes Tor. Nicolas Pépé schoss die Afrikaner in der sechsten Minute in Front. Die Elefanten dominierten diese Partie und liessen nicht viel zu. In der 64. Minute war es erneut Pépé, der die Elfenbeinküste mit einem sehenswerten Schlenzer zum Jubeln brachte. Ein verdienter 2:0-Sieg.

Am Montag, 29. Juni bestreitet Deutschland den Sechzehntelfinal um 22:30 Uhr (Schweizer Zeit). Der Gegner wird erst nach Abschluss der gesamten Vorrunde ermittelt. Wann und wo es für Ecuador als Gruppendritten weitergeht, ist noch nicht klar. Auch die Elfenbeinküste ist als Gruppenzweiter eine Runde weiter. Für Curaçao ist das Turnier beendet.
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