Publiziert 06. Juli 2026, 23:22
Ein Grossteil der Zuschauer im Stadion von Dallas hatte sich wohl schon auf die Verlängerung eingestellt. Doch dann kam Mikel Merino. Ferran Torres steckte auf den Arsenal-Profi durch, dieser tauchte plötzlich ganz alleine vor dem portugiesischen Tor auf. Merino liess sich nicht lumpen und schob in der 91. Minute eiskalt zur spanischen Viertelfinal-Quali ein.

Die erste Hälfte zwischen dem Europameister von 2016 und jenem von 2024 war durchaus attraktiv. Gute Spielzüge, intensive Zweikämpfe und vielversprechende Torchancen auf beiden Seiten. Spanien lag dabei leicht im Vorteil und versuchte, dem Spiel einen rot-gelben Stempel aufzudrücken. Im zweiten Durchgang schien keines der Teams einen womöglich fatalen Fehler begehen zu wollen – so ging man viel weniger Risiko ein, als noch zu Beginn der Partie. Spanien blieb etwas mehr am Drücker und konnte sich ganz spät belohnen.

Portugal und Spanien trafen in der Vergangenheit an WM- oder EM-Endrunden immer wieder aufeinander. In der Regel hatten es die iberischen Duelle stets in sich. Unvergessen bleibt das 3:3-Spektakel während der Gruppenphase bei der WM 2018 in Russland. Cristiano Ronaldo glänzte damals mit einem Hattrick. Zuletzt standen sich die beiden Nachbarn im Nations League Final 2025 gegenüber. Portugal behielt im Penaltyschiessen das bessere Ende für sich.

Die Revanche gelang den Spaniern nun im WM-Achtelfinal. Es ist nicht nur das WM-Aus für Portugal, es ist auch das Ende der WM-Träume von Cristiano Ronaldo. Der 41-Jährige bestritt in den USA, Mexiko und Kanada seine letzte WM und wird seine Karriere ohne Weltmeistertitel beenden müssen.
90+1’ | 0:1 | Mikel Merino schiebt den Ball flach zum Sieg für Spanien ein.
Spanien trifft im Viertelfinal auf den Sieger des Duells zwischen den USA und Belgien. Für Portugal ist das Turnier vorbei.
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