Publiziert 23. Juni 2026, 21:09
2. Spieltag


Portugal
Usbekistan
Cristiano Ronaldo
-6
Nuno Mendes
-17
Cristiano Ronaldo
-39
A. Nematov
-60
(ET)Rafael Leão
-87
In der sechsten Minute setzte sich Joao Cancelo stark am rechten Flügel durch. Der Leihspieler des FC Barcelona flankte den Ball halbhoch in den Strafraum. Dort stand Cristiano Ronaldo genau dort, wo er als Mittelstürmer stehen musste. Der fünffache Weltfussballer fackelte nicht lange und knallte das Leder ins Tor zur Führung – Ekstase auf den Rängen. CR7 eröffnete mit dem ersten seiner zwei Treffer den Torreigen beim 5:0-Sieg gegen Usbekistan.

Was musste die portugiesische Offensive nach der Partie gegen DR Kongo Kritik und Häme einstecken – allen voran Cristiano Ronaldo. Eine Diskussion entfachte, ob der 41-Jährige nicht besser als Joker auf der Bank aufgehoben wäre. Trainer Roberto Martinez fand dafür kein Gehör und stellte Ronaldo erneut in die Startelf. Dieser zahlte das Vertrauen zurück und zeigte eine starke Leistung. Der Stein, der ihm beim Führungstreffer vom Herzen fiel, dürfte riesig gewesen sein. Cristiano Ronaldo ist nun der erste Spieler, der in sechs WM-Endrunden getroffen hat.

Portugal schien mit der Wut im Bauch zu spielen. Der Stachel nach dem 1:1 gegen DR Kongo sass tief, besonders bei der Offensive. Der Europameister von 2016 powerte von der ersten Minute an und liess Usbekistan kaum Luft zum Atmen. Nach dem zweiten Treffer schaltete man allerdings einen Gang zurück und wurde prompt bestraft. Das Traumtor der Usbeken wurde aber wegen einem Foul in der Entstehung wieder aberkannt. Danach fuhr Portugal seine Dominanz fort.

Im Vergleich zum Kongo-Spiel war viel mehr Kreativität und Offensivdrang zu sehen. In der zweiten Hälfte liess man überhaupt nichts anbrennen und baute die 3:0-Führung aus den ersten 45 Minuten noch weiter aus. Ein mehr als verdienter Sieg der Portugiesen gegen einen Gegner, der allerdings auch mindestens zwei Klassen tiefer einzustufen ist.
Nach der 0:5-Niederlage ist für Usbekistan klar: Man muss nach der Gruppenphase die Heimreise antreten. Der WM-Neuling verlor schon das erste Spiel gegen Kolumbien mit 1:3. Nachdem man gegen die Südamerikaner zeitweise noch mithalten konnte, blieb man gegen CR7 & Co. praktisch ohne Chance. In die portugiesischen Geschichtsbücher gehen die Usbeken allerdings nicht ein. Der höchste Sieg der Iberer an einer WM war ein 7:0 gegen Nordkorea 2010 in Südafrika.

6’ | 1:0 | Joao Cancelo flankte halbhoch in den Strafraum, Cristiano Ronaldo stand goldrichtig und haute den Ball zur Führung ins Netz.
17’ | 2:0 | Nuno Mendes verwandelte einen Freistoss aus kurzer Distanz flach in die Torwart-Ecke.
39’ | 3:0 | Bruno Fernandes steckte auf CR7 durch, dieser schob eiskalt zum dritten Treffer ein.
60’ | 4:0 | Nach einem Eckball kam es zum Gewusel vor dem usbekischen Tor. Am Ende war es Abduvokhid Nematov, der den Ball ins eigene Tor ablenkte.
87’ | 5:0 | Rafael Leao traf mit einem satten Schuss unter die Latte zum Endstand.
Cristiano Ronaldo
«Ich bin sehr glücklich. Aber für mich steht unsere Leistung und das Selbstvertrauen, das wir gezeigt haben, an erster Stelle. Die Mannschaft hat wirklich gut gespielt und sich stark verbessert. Wie man so schön sagt: Jede Wolke hat einen Silberstreif. Natürlich sind Rekorde für mich persönlich immer schön, aber mein Ziel ist es stets, der Nationalmannschaft dabei zu helfen, ihre Ziele zu erreichen.»
Roberto Martinez
«Das war die Reaktion, die wir in der Umkleidekabine erlebt haben. Manchmal braucht man ein Spiel wie das erste, um sich im Turnier weiterzuentwickeln. Heute haben wir eine Mannschaft gesehen, die dieselbe Einstellung und denselben Einsatz gezeigt hat, aber reifer war, weil es nicht mehr das Eröffnungsspiel war. Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis.»
(FIFA)
In der Nacht auf Montag geht es für beide Teams mit dem letzten Gruppenspiel weiter. Portugal spielt um 1.30 Uhr gegen Kolumbien. Usbekistan steht DR Kongo gegenüber.
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