Dengue-Fieber: Peru ruft den Notstand aus

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GelbfiebermückeWegen Dengue-Fieber: Peru ruft Gesundheitsnotstand aus

Wegen eines steilen Anstiegs von Dengue-Infektionen hat Peru in fast allen Provinzen den Gesundheitsnotstand ausgerufen. Auch in der Schweiz werden mehr Fälle registriert.

Darum gehts

  • In Peru haben sich die Dengue-Fälle verdoppelt, im Vergleich zum Vorjahr zur selben Zeit.
  • Nun wurde der Notstand ausgerufen.
  • Auch die Schweiz verzeichnet immer mehr Dengue-Fälle.

Wegen eines steilen Anstiegs von Dengue-Infektionen hat Peru in fast allen Provinzen den Gesundheitsnotstand ausgerufen. Die Zahl der in den ersten sieben Wochen dieses Jahres registrierten Fälle sei mit mehr als 31'000 doppelt so hoch wie im gleichen Zeitraum des Jahres 2023, teilte das Gesundheitsministerium am Montag (Ortszeit) mit. Der verantwortliche Minister Cesar Vásquez hatte bereits in der vergangenen Woche von einem «ernsten Problem» gesprochen. «Und es gerät ausser Kontrolle.»

Übertragung durch die Gelbfiebermücke

2023 waren bei einer Dengue-Epidemie in Peru 18 Menschen gestorben. In diesem Jahr sind bereits 32 Peruaner dem Virus erlegen. Der Gesundheitsnotstand wird es der Regierung ermöglichen, Gelder schneller in die betroffenen Regionen zu überweisen und auch Ärzte und Pflegepersonal zu entsenden. Er gilt für 20 der 24 Provinzen des Landes, einschliesslich der Regionen rund um die Hauptstadt Lima. Als Grund für den Anstieg der Fallzahlen gelten höhere Temperaturen als üblich infolge des Wetterphänomens El Niño.

Hattest du schon mal das Dengue-Fieber?

Die Krankheit wird durch die Gelbfiebermücke verbreitet, die sich unter heissen und feuchten Bedingungen vermehrt. Die meisten Dengue-Fälle verursachen nur leichte Symptome.

Dengue-Fälle in der Schweiz 

Verhältnismässig verzeichnet die Schweiz immer noch wenig Fälle von Dengue-Fieber, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) Anfang Januar mitteilte. Die Zunahme an registrierten Fällen ist jedoch hoch. So haben sich innerhalb der letzten zwei Jahre die Fälle von 26 auf 261 verzehnfacht, wie SRF Anfang Januar dieses Jahres berichtete.

Der zuständige Sektionsleiter beim BAG, Claudio Zaugg, sagte gegenüber SRF: «Die Dengue-Fälle in der Schweiz sind importiert.» Die starke Zunahme der registrierten Fälle hänge demnach mit der Corona-Pandemie zusammen. So wird seit dem Ende der Pandemie wieder vermehrt gereist. «Mit der Wiederaufnahme der Reisetätigkeit nach der Pandemie haben auch die Reisen zugenommen und damit auch die Fälle von Dengue.»

Dengue-Fieber in der Regel nicht gefährlich

Eine erste Ansteckung mit dem Dengue-Fieber verläuft meistens harmlos, wie «SRF» weiter schreibt. Das Dengue-Fieber verläuft ähnlich wie eine Grippe, betroffene Personen haben Gliederschmerzen und Fieber.

Ein möglicher tödlicher Verlauf tritt erst bei einer wiederholten Ansteckung auf. Daher unternehmen Bund und Kantone alles in ihrer Macht Stehende, um eine weitere Ausbreitung der Krankheit in der Schweiz zu verhindern. 

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