FCB-ToptalentSo reagiert Males-Trainer Rahmen auf die Abwerbeversuche der Serben
Kann der serbische Verband Darian Males zu einem Nationenwechsel überreden? U-21-Trainer Patrick Rahmen hat mit seinem Schützling gesprochen – und klingt zuversichtlich.
Darum gehts
- Die U-21-Nati testet am Dienstag gegen Israel.
- Trainer Patrick Rahmen äusserte sich vor dem Spiel zu den Gerüchten rund um einen Nationenwechsel von FCB-Spieler Darian Males.
- Luzern-Schützling Ardon Jashari spricht derweil über die Zukunft der Schweizer Nati.
Von der U-15 bis zur U-21 hat FCB-Offensivspieler Darian Males alles Stufen der Schweizer Nationalmannschaft durchlaufen. Das 21-jährige Toptalent, welches aktuell von Inter Mailand an Basel ausgeliehen ist, hat allerdings auch den serbischen Pass. Deshalb und aufgrund seiner starken Leistungen ist nun der serbische Verband heiss auf Males. Mehrere serbische Medien berichteten vergangene Woche, dass man ihn von einem Nationenwechsel überzeugen wolle.
U-21-Trainer Patrick Rahmen gab am Montag zumindest leichte Entwarnung: «Ich habe mit Nati-Direktor Pierluigi Tami gesprochen sowie mit Males selber. Ich will inhaltlich nicht zu viel verraten», so Rahmen. Aber: «Ich habe im Gespräch gemerkt, dass er sich voll mit uns identifiziert, Vollgas gibt und sich auch wohlfühlt bei uns», erklärt der U-21-Coach. Es werde nach dem Zusammenzug sicher ein Gespräch mit ihm, Tami und Murat Yakin geben. «Ich empfinde es nicht so, wie es von anderen Leuten kommuniziert wurde.»
Bei der sehr starken Leistung von Rahmens Team gegen die U-21 Spaniens, der Weltnummer 1, stand Males ebenfalls auf dem Platz. Die Schweiz verlor zwar 2:3, man kam allerdings zur Erkenntnis, dass man sich hinsichtlich der U-21-EM im Sommer mit den grossen Nationen auf Augenhöhe messen kann. «Wir haben die Qualität im Team, dass wir diese Aufgaben auch mit dem nötigen Selbstvertrauen angehen können und uns nicht verstecken müssen», so Rahmen.
Ardon Jashari sieht goldige Zukunft für die U-21-Spieler
Zum hochtalentierten U-21-Kader gehört auch Ardon Jashari, der während der WM mit der A-Nati in Katar war und nun für die Europameisterschaft die U-21 noch besser kennen lernen soll und möchte. Der 20-jährige Leader des FC Luzern will sich noch nicht zu EM-Zielen äussern. «Wichtig ist, dass ich bis zu diesem Zeitpunkt gesund bin und gute Leistungen gezeigt habe.» Er glaubt allerdings auch, dass die aktuellen U-Spieler die Arbeit der goldenen Generation rund um Xhaka, Shaqiri, Sommer, Rodriguez oder Seferovic weiterführen kann. «Wir haben sehr viel Qualität, junge Talente mit grossen Ambitionen. Ich mache mir da keine Sorgen, dass wir auch in Zukunft an grossen Turnieren teilnehmen können», so Jashari. Wenn er und seine Teamkollegen die nächsten Schritte machen können, werde man die hohen Erwartungen der A-Nati weiterführen können.
Die nächsten Schritte? «Ich traue auf jeden Fall Spielern in diesem Team zu, in Zukunft Stammspieler in den Top-5-Ligen zu sein. Dafür müssen wir aber fleissig und ehrgeizig sein.» Über seinen eigenen nächsten Schritt – Jashari steht bei diversen Clubs in Europa auf dem Zettel – will der 20-Jährige aber noch nichts sagen. «Ich mache mir da noch nicht so viele Gedanken, wie es im Sommer aussehen wird. Da muss vieles zusammenpassen, damit eine Entscheidung gefällt wird.» Zuerst spielt Jashari am Dienstagabend in Basel gegen die U-21 Israels.
