Opec+ kürzt Ölproduktion: Benzinpreise könnten steigen

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FörderkürzungenBenzinpreise könnten kurzfristig steigen – Opec+ kürzt Ölproduktion

Angesichts fallender Ölpreise hat das Ölkartell Opec+ beschlossen, die Fördermenge von Öl-Fässern zu reduzieren. Dies dürfte sich auch auf die hiesigen Benzinpreise auswirken.

Darum gehts

  • Seit rund einem Jahr sinken die Ölpreise.
  • Die ölproduzierenden Länder reagieren auf diese Entwicklung, indem sie die Fördermengen von Öl-Fässern kürzen.
  • Dies kann sich auch auf die Benzinpreise auswirken.

Nach stundenlangen und zähen Verhandlungen hat sich die Allianz aus 23 Staaten am Sonntag in Wien geeinigt: Sie will die Produktionsmenge von Öl-Fässern kürzen. Im kommenden Jahr will Opec+ rund 40 Millionen Barrel (je 159 Liter) am Tag fördern. Das bedeutet laut der russischen Agentur Tass eine Kürzung der gesamten Opec+-Fördermenge um 1,4 Millionen Barrel pro Tag.

Darüber hinaus werde Saudiarabien freiwillig in diesem Juli eine Million Barrel am Tag weniger fördern, sagte der Energieminister des Landes, Abdulasis bin Salman, am Sonntag in Wien. Diese Massnahme könne verlängert werden, hiess es. Aufgrund der Verknappung des Angebots dürfte der Benzinpreis zumindest kurzfristig wieder steigen.

Benzinpreise könnten steigen

Bereits im April hat Opec+ eine Förderkürzung angekündigt. Es hiess, man wolle die Fördermenge bis zum Ende des Jahres um 1,66 Barrel pro Tag reduzieren. Die Kürzungen der Förderungen hängen mit den sinkenden Ölpreisen zusammen: Abgesehen von einem kurzen Anstieg im April ist der Ölpreis seit rund einem Jahr im Abwärtstrend.

Mitte 2022 kostete ein Barrel Opec-Öl rund 115 Dollar, derzeit sind es etwa 75 Dollar. Schon im Oktober 2022 hatte der Verbund auf diese Entwicklung reagiert und eine Kürzung der Produktion um zwei Millionen Barrel am Tag beschlossen. An dieser Politik scheint man wohl festzuhalten.  

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(DPA/rfe)

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