Renato Steffen: Das macht der Nati-Held mit dem Hattrick-Ball

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EM-Quali«Musste an ihn denken» – das hat Nati-Held Steffen mit dem Hattrick-Ball vor

Beim 5:0 zum EM-Quali-Start gegen Belarus glänzt Renato Steffen (31) mit einem historischen Hattrick. Der Flügelspieler verrät, warum sein kleiner Sohn einen Anteil an seinem Kunststück hat. 

Mit diesem Treffer macht Renato Steffen seinen lupenreinen Hattrick perfekt.SRF

Darum gehts

  • Renato Steffen ist mit seinem Hattrick gegen Belarus (5:0) der grosse Nati-Held.
  • Der 31-Jährige gab sich nach dem Spiel sehr bescheiden.
  • Den Hattrick-Ball will der Lugano-Profi seinem Sohn nach Hause bringen.

Steffen, Steffen und nochmals Steffen – Lugano-Flügel Renato Steffen gelang am Samstagabend im serbischen Novi Sad beim 5:0-Sieg über Belarus eine historische Leistung. Noch nie wurde in der Nati so früh ein lupenreiner Hattrick erzielt – also drei aufeinanderfolgende Tore in einer Halbzeit. Steffen benötigte dafür nur 29 Minuten. Es war erst der zweite lupenreine Nati-Hattrick seit Seppe Hügi 1960. 

Nach Abpfiff schnappte sich Steffen auch gleich den Matchball als Erinnerung. «Den unterschreibt nun die ganze Mannschaft und dann bekommt er einen speziellen Ehrenplatz», so der 31-Jährige. Er werde das spezielle Hattrick-Souvenir seinem kleinen Sohn schenken. «Ich musste vor dem Spiel noch an ihn denken, weil er mir einen Herz-Jubel zeigte, den ich im Falle eines Tores machen soll», erklärt der Lugano-Spieler. Die Tore würden also auch ein Stück weit ihm gehören.

«Bin nicht ein absoluter Top-Spieler»

Steffen freute sich über das historische Kunststück – es sei allerdings schade, dass ihm dies nicht vor Fans im Stadion gelingen konnte, weil keine zugelassen wurden von der Uefa. Der 31-Jährige zeigte sich aber auch sehr bodenständig. «Mir ist es einfach wichtig, dass ich das Vertrauen des Trainers zurückzahlen kann. Mir ist bewusst, dass ich in der Nati nicht einer der absoluten Top-Spieler bin.» Auch am Samstag sei ihm noch nicht alles optimal gelungen. «Ich hatte noch zu viele Fehlpässe im Spiel», so Steffen.

Der Mann, der dem Flügelstürmer das Vertrauen gab, war nach dem Spiel voll des Lobes für seinen Schützling. Murat Yakin: «Er ist ein Spieler, der immer 120 Prozent gibt. Auch wenn er nur von der Bank kommt.» Er verfüge über die Kombination aus schnellen Umschaltphasen mit viel Tempo in der Offensive und arbeitet aber auch defensiv mit. «Er ist eine Art Zeichen an die jungen Spieler, dass auf seiner Position nicht nur die Offensive zählt», so der Nati-Trainer. Auch neben dem Platz sei Steffen eine Bereicherung. «Er ist immer aufgestellt, sehr positiv und für Spass zu haben.»

Steffen droht Pizza-Runde

Auch seine Mitspieler zeigten sich begeistert von Steffens Kunststück: «Wir freuen uns alle für ihn, vielleicht muss er ja noch singen», sagte YB-Stürmer Cedric Itten, der sein Comeback in der Nati-Startelf gab. Silvan Widmer kündigte ebenfalls Konsequenzen an für die drei Steffen-Tore: «Ich war noch nie bei der Nati, als ein lupenreiner Hattrick erzielt wurde. Wir werden uns etwas ausdenken – vielleicht muss er eine Runde Getränke oder Pizza spendieren.»

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