Schweizer Ski-Stars kämpfen für Konkurrenten bei Team-Kombi

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Team-KombinationSchweizer Ski-Stars kämpfen für ihre Konkurrenten

Erstmals findet in dieser Saison die Team-Kombi statt. Doch schon bevor diese Events im Weltcup ausgetragen werden, wird über die Punktevergabe gestritten.   

Darum gehts

  • Die Team-Kombi wird in dieser Saison erstmals durchgeführt. 
  • Bereits vor den Rennen gibt die Punktevergabe zu reden. 
  • Viele Fahrerinnen und Fahrer wehren sich für ihre Konkurrenz. 

Noch hat die Skirennsaison gar nicht begonnen – sie startet Ende Oktober mit den Riesenslaloms in Sölden – da kommts bereits zum ersten Aufreger. Es geht zudem um Rennen, die erst im Januar in Kitzbühel und im Februar in Crans Montana stattfinden. Es betrifft die Männer in Österreich und die Frauen in der Schweiz. Der Stein des Anstosses: das neue Format der Team-Kombination.  

Diese wurde für die startende Weltcupsaison erstmals aufgenommen, dafür fallen die Team-Events (mit Parallelriesenslaloms) weg. Im neuen Format treten die Teams mit je einer Slalomfahrerin und einer Speed-Spezialistin (äquivalent bei den Männern) an, beide absolvieren einen Lauf, dann werden die Zeiten zusammengezählt. So weit so gut. Nun stossen sich aber viele Rennfahrerinnen und -fahrer an der Punktevergabe. 

Auch Schweizer sind dagegen

So will die FIS, dass möglichst viele Stars an diesen Events teilnehmen. Deshalb hat der internationale Skiverband entschieden, dass die Punkte der Team-Kombi in die Disziplinen- (Abfahrt und Slalom) und Gesamtweltcupwertung einfliessen. Das stört vor allem diejenigen, die für diesen Event keine Partnerin oder Partner aus ihrer Nation finden. So etwa die Slowakin Petra Vlhova oder der Grieche AJ Ginnis, die kein Speed-Pendant in ihrer Nation haben und somit gar nicht antreten dürfen. 

Die Benachteiligten bekommen Unterstützung von anderen Stars, die keine Probleme haben, ein Team zu stellen. So sprachen sich rund 130 Fahrerinnen und Fahrer gegen diese Punktevergabe aus, darunter Stars wie Mikaela Shiffrin (USA), Sofia Goggia (It),  Aleksander Aamodt Kilde und die Schweizer Marco Odermatt, Daniel Yule oder Loïc Meillard, wie der «Blick» berichtet. 

Startet Grieche mit Schweizer?

«Skisport ist nun mal in erster Linie ein Einzelsport. Es darf nicht sein, dass die Punkte aus einem Teambewerb entscheidend für den Sieg in der Abfahrt- oder Slalom-Einzelwertung sein können, zumal einige Slalom-Stars bei der Team-Kombination gar nicht starten dürfen», sagt Yule im «Blick» und bestätigt damit die Sorgen von Vlhova und Ginnis.

Der Grieche schlägt deshalb vor, man könnte Chancengleichheit herstellen, «wenn ich als Grieche wie beispielsweise im Tennis-Doppel mit einem Schweizer, Österreicher oder Norweger in der Team-Kombi antreten dürfte». Ein endgültiger Entscheid über die Punkteverteilung soll am Freitag getroffen werden.  

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