Schweizer Nati: Remo Freuler glänzt nach Assists mit Sprüchen

Aktualisiert

3:0 gegen Israel«War selber überrascht» – Freuler glänzt mit Assists und frechen Sprüchen

Beim 3:0-Erfolg gegen Israel in der EM-Quali ist Remo Freuler (30) an den ersten beiden Nati-Treffern direkt beteiligt. Nach seinem starken Auftritt auf dem Platz kommt er auch abseits davon richtig in Fahrt.

Freuler machte mit der linken Hacke fast ein Traumtor. Doch Amdouni staubte ab.SRF

Darum gehts

  • Die Schweiz gewinnt gegen Israel (3:0) auch das zweite EM-Quali-Spiel.
  • Remo Freuler (30) bereitete das 1:0 vor und war auch am zweiten Tor direkt beteiligt.
  • Angesprochen auf seine beiden Assists beweist der Hinwiler eine grosse Portion Humor.

Nachdem er beim 3:0-Erfolg gegen Israel kurz zuvor bereits mit zwei Vorlagen auf dem Platz geglänzt hatte, liess Remo Freuler nach Spielschluss noch einmal eine kleine Show folgen. Angesprochen auf die ersten beiden Schweizer Tore, bei denen der Mittelfeldspieler seine Füsse im Spiel gehabt hatte, startete er ein kleines Sprüche-Feuerwerk.

«Eigentlich wollte ich verlängern, dass es Abstoss gibt. Zum Glück ist der Ball dann bei Ruben gelandet», meinte Freuler mit einem Augenzwinkern zu seinem Assist zum 1:0 durch Vargas. Beim zweiten Treffer war der Hinwiler mit seinem akrobatischen Hackentrick knapp am israelischen Goalie gescheitert, Zeki Amdouni staubte ab. Freuler: «Ich war selber überrascht, dass ich den mit links so gut aufs Tor bekommen habe.»

«Eine solche Niederlage ist mental nie einfach»

Seinem verhinderten Traumtor trauerte der Nottingham-Profi nicht nach. «Ich habe in meiner Karriere schon ein paar schöne Kisten geschossen. Ich freue mich für Zeki, dass er einen Treffer erzielen konnte.» Freuler zeigte sich generell sehr zufrieden mit dem Auftritt der Schweizer Mannschaft: «Es war eine überzeugende Leistung von uns. Unser Ziel war es, beide Quali-Spiele zu gewinnen. Das haben wir geschafft.»

Mit dem optimalen Auftakt in die EM-Qualifikation will die Nati die denkwürdige 1:6-Pleite im WM-Achtelfinal gegen Portugal endgültig hinter sich lassen. «Eine solche Niederlage ist mental nie einfach. Nach einer guten Gruppenphase hatten wir so etwas nicht erwartet», gestand Freuler. «Nun wollen wir uns mit guten Leistungen für die EM qualifizieren.»

Gegen Belarus (5:0) und Israel (3:0) tat die Schweizer Mannschaft genau das. Kein Geknorze, keine Zittersiege. Freuler: «Wir wissen um unsere Stärken. Darum sieht man auf dem Platz auch unser Selbstvertrauen. Gegen solche Mannschaften brauchst du Geduld. Die hatten wir heute.» Das galt auch für die schlagfertigen Sprüche nach dem Spiel. 

Auch bei der 1:0-Führung hatte Freuler seine Finger, oder besser sein Köpfchen, im Spiel.SRF

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