Bundesamt für LandwirtschaftNach der Corona-Krise ging der Eierkonsum zurück
In den vergangenen Jahren zeichnete sich ein klarer Trend ab: Schweizerinnen und Schweizer kaufen vermehrt einheimische Eier.
Darum gehts
- Trotz einem Rückgang in der Nachfrage bleibt die Eierproduktion in der Schweiz auf einem stabilen Niveau.
- Dies führt dazu, dass immer mehr Schweizer Eier über den Ladentisch gehen.
- Inzwischen liegt der Marktanteil bei 69 Prozent, vor zehn Jahren lag der inländische Marktanteil noch bei 55 Prozent.
Das Ende der Corona-Krise hat den Eierkonsum in der Schweiz beeinflusst, wie die Zahlen des Bundesamtes für Landwirtschaft zum Eiermarkt zeigen. Im Vergleich zu den Pandemiejahren 2020 und 2021 verkauften die Detailhändler im letzten Jahr mit 857 Millionen Stück wieder weniger Eier – dies entspricht einem Rückgang von 5,6 Prozent. Pro Person wurden 186 Eier konsumiert.
Die Schweiz setzt jedoch vermehrt auf einheimische Eier: 2022 wurden 69 Prozent der konsumierten oder verarbeiteten Eier in der Schweiz produziert. Vor zehn Jahren lag der inländische Marktanteil noch bei 55 Prozent, wie das Bundesamt für Landwirtschaft BLW mitteilt.
Diese Entwicklung sei zu grossen Teilen auch der Corona-Krise zu verdanken: Das Ende der Pandemie hat den Eierkonsum in der Schweiz beeinflusst, wie die Zahlen des Bundesamtes für Landwirtschaft zum Eiermarkt zeigen. Insgesamt sank der Bedarf an Eiern – also Privatkonsum und Verarbeitung zusammen – 2022 um 63 Millionen respektive 3,7 Prozent auf 1,654 Milliarden Stück.
Schweizer Eierproduktion bleibt auf stabilem Niveau
Trotz einem Rückgang in der Nachfrage bleibt die Eierproduktion in der Schweiz auf einem stabilen Niveau. 2022 wurden in der Schweiz gemäss Aviforum 1,135 Milliarden Eier produziert. Das sind 0,9 Prozent weniger Eier als im Vorjahr, als die Schweizer Eierproduktion einen Höchststand erreichte.
Der Rückgang in der Nachfrage im Detailhandel und die gleichzeitig hohe Eierproduktion in der Schweiz führten zu einer Rekordmenge an Schweizer Eiern in der Verarbeitung. Mit 162 Millionen Stück wurden noch nie so viele Schweizer Eier verarbeitet wie im vergangenen Jahr.
Die hohe Verfügbarkeit an Schweizer Eiern ist jedoch nicht der einzige Grund für den hohen Anteil an Schweizer Eiern. Rückläufig war der Import, insbesondere auch aufgrund höherer Preise für Importeier. Mit 94 Millionen Stück wurden deutlich weniger Eier für die Verarbeitung importiert als im Vorjahr.
Bio- und Freilandeier sind besonders beliebt
Innerhalb der Produktion geht der Trend zu Bioeiern weiter. Im Gegensatz zu den restlichen Produktionssystemen stieg die Bio-Produktion im Vergleich zu 2021 um 2,6 Prozent. Mit einem Produktionsanteil von 19,8 Prozent erreichen die Bioeier einen neuen Höchstwert. Die Produktion von Eiern aus Bodenhaltung hingegen sank um 13,8 Prozent. Sie verlieren damit weiter an Bedeutung. Der Produktionsanteil beträgt noch 5,5 Prozent.
Wie oft isst du Eier?
Die Produktion von Eiern aus Freilandhaltung sank im Vergleich zum Vorjahr leicht um 0,5 Prozent. Damit blieb ihr Produktionsanteil nahezu konstant bei rund 39 Prozent. Diese Entwicklung zeigt sich dann auch im Verkauf: Der Absatz von Konsumeiern aus Bio- und Freilandhaltung machte im Detailhandel rund die Hälfte aus.
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