BaselVon diesem Bijou ist heute nichts mehr übrig
Mit dem Anschluss an den internationalen Fremdenverkehr sprossen in Basel die Hotels nur so aus dem Boden. Manche gibt es längst nicht mehr. So musste etwa der Bären einem gesichtslosen Bürogebäude weichen.
Darum gehts
- Das einst schmucke Gasthaus zum Bären wurde von einem unscheinbaren Bürogebäude abgelöst.
- Viele Hotels in Basel haben sich verändert oder sind gar ganz verschwunden.
- Das Stadtbuch wirft einen Blick zurück, in die Anfangszeit des Freizeittourismus in Basel.
Wo heute an der Basler Aeschenvorstadt ein gesichtsloses Bürogebäude steht, befand sich noch bis 1976 das schmucke Stadthotel «Zum Bären». Das Basler Stadtbuch erinnert mit einem Tweet an das einstige Hotel und zwischenzeitliche christliche Hospiz, von welchem nur ein Foto übrig geblieben ist. Das Gasthaus mit 100 Betten wartete mit «Restaurations-Localitäten» und Bierhallen auf, Gäste konnten sich zudem beim Billard oder an der Kegelbahn vergnügen.
Es ist nicht das einzige Hotel, das sich verändert hat. Auch am Centralbahnplatz sind einige, einst vornehme Herbergen Büros gewichen. In den Gemäuern des «Continental» ist heute der Burger King zu Hause. Andere, wie das «Victoria», haben bis heute Bestand.
Tourismus-Boom dank Bahnanschluss
Diese Hotels sind Überbleibsel einer Zeit, in der Basel dank Bahnanschluss und Dampfschifffahrt ab Mitte des 19. Jahrhunderts an den internationalen Fernverkehr angebunden wurde. Reisende aus dem Norden, die in die Schweizer Berge reisen wollten, hatten keine andere Wahl, als in Basel haltzumachen. Dies machte Basel zum «Goldenen Tor zur Schweiz» und markierte den Beginn des Freizeittourismus am Rheinknie.
Geworben wurde mit allem, was Basel hergibt. «Malerisch am Rhein» liege die Stadt und locke mit «mildem, nebelfreiem Klima» und «reizvollen Ausflügen». Auch der Zoologische Garten, die Holbein- und die Boecklin-Galerie sollten Gäste anlocken. Als Museumsstadt hat die Tourismusdestination Basel bis heute Bestand.
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