Rutte: «Russland scheitert mit hybriden Angriffen»

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Livetickeraktualisiert am Dienstag, 29. September, 2026

Russland
Rutte: «Russland scheitert mit hybriden Angriffen»

Seit dem 24. Februar 2022 herrscht Krieg in der Ukraine. Alle Entwicklungen im Land und in der europäischen Sicherheitslage findest du hier im Ticker.
Bevorzugte Quelle


Darum gehts

  • Die Wurzeln des Konflikts zwischen Russland und der Ukraine
  • Seit dem 24. Februar 2022 führt die russische Armee einen Angriffskrieg gegen die Ukraine.
  • Die Ukraine hat im August 2024 eine Gegenoffensive in der russischen Grenzregion Kursk gestartet.
  • Friedensverhandlungen kamen wieder zum Erliegen, und die russischen Angriffe haben deutlich zugenommen.

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29.09.2026

Di 12:53

Rutte: «Russland scheitert mit hybriden Angriffen»

Nato-Generalsekretär Mark Rutte hat die Kampagne hybrider Angriffe Russlands in Europa als «gescheitert» bezeichnet. Moskau versuche mit seiner «rücksichtslosen Kampagne feindseliger Aktionen gegen Nato-Verbündete», deren «Entschlossenheit zu schwächen und unsere Unterstützung für die Ukraine zu stoppen», sagte Rutte am Montag in Brüssel im Beisein des litauischen Ministerpräsidenten Mindaugas Sinkevicius. Er rief die Nato-Staaten dazu auf, «ruhig zu bleiben, weiterzumachen und die Ukraine zu unterstützen».

«Russland scheitert», betonte Rutte. «Es scheitert auf dem Schlachtfeld in der Ukraine, und es scheitert daran, unsere Einheit und unsere Unterstützung für die Ukraine zu untergraben.»

Nato-Generalsekretär Mark Rutte (r) bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem litauischen Premierministert Mindaugas Sinkevicius (l).
Nato-Generalsekretär Mark Rutte (r) bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem litauischen Premierministert Mindaugas Sinkevicius (l).IMAGO/Anadolu Agency

Mit «hybriden» Aktivitäten sind getarnte aggressive Handlungen gemeint – beispielsweise Cyberangriffe, Drohnenattacken, Sabotage an Unterseekabeln oder der gezielte Einsatz von Migration. Die europäischen Länder gehen davon aus, dass Moskau auf diese Weise die westlichen Unterstützer der Ukraine verunsichern will.

Zuletzt warf Estland Russland am Dienstag «Sabotage» vor. Tallinn bezog sich damit auf einen Brandanschlag auf das Rüstungsunternehmen Milrem Robotics. Aussenminister Magnus Tsahkna machte russische Geheimdienste für den Anschlag verantwortlich.

Anfang August war am Flughafen Leipzig eine mit Sprengstoff beladene Drohne in der Nähe ukrainischer Frachtflugzeuge entdeckt worden. Der Flughafen ist Umschlagplatz für militärische Hilfslieferungen an die Ukraine. Die Bundesregierung machte Russland für den versuchten Sprengstoffanschlag verantwortlich.

Litauens Regierungschef Sinkevicius sagte, sein Nachrichtendienst habe keine Hinweise darauf, dass Moskau aktuell einen grösseren Angriff vorbereite. «Wenn es eine Bedrohung für die Gesellschaft gibt, muss man das sagen, aber man darf nicht übertreiben und behaupten, in den kommenden Monaten oder Wochen passiere etwas», betonte er. «Das Risiko besteht fort, aber es schwankt nicht (…), es nimmt weder zu noch ab.» (AFP)

29.09.2026

Di 03:57

Heftige Angriffe auf Kiew gehen weiter

Das russische Militär setzt seine heftigen Angriffe auf die ukrainische Hauptstadt Kiew fort. Die ukrainische Luftwaffe warnte in der Nacht vor einer Bedrohung durch ballistische Raketen in der Region. Berichten zufolge waren in Kiew Explosionen zu hören. Der Kiewer Bürgermeister Vitali Klitschko berichtete bei Telegram von Schäden in mehreren Teilen der Hauptstadt.

Im Stadtteil Solomjanka sei ein Verwaltungsgebäude getroffen worden, zudem seien Raketentrümmer in den Hof eines Wohnhauses gefallen, teilte Klitschko mit. Auch ein Gebäude einer Bildungseinrichtung wurde demnach getroffen, es gebe einen Brand. Im zentralen Stadtteil Petschersk sei es in einem dreistöckigen Nichtwohngebäude zu einem Brand gekommen.

Bereits im Tagesverlauf hatte es eine Serie russischer Angriffe auf die ukrainische Hauptstadt gegeben. Dabei wurde nach offiziellen Angaben auch eine Klinik getroffen. Zuvor was das Gebäude der Akademie der Wissenschaften getroffen worden. Nach Angaben vom Abend gab es dabei zwei Todesopfer. Bürgermeister Klitschko teilte mit, bei russischen Angriffen seien im Tagesverlauf in der Hauptstadt 24 Menschen verletzt worden. (DPA)

26.09.2026

Sa 08:45

Oleschky: Kreml verweigert Evakuierung von hungernden Zivilisten

Seit Monaten ist die Ortschaft Oleschky vom Rest des Landes abgeschnitten, die Lage für die Bevölkerung vor Ort spitzt sich mit jedem Tag mehr zu: Russland blockiere die Lieferung von Hilfsgütern und verhindere eine Evakuierung von Zivilisten, erklärte der ukrainische Aussenminister Andrij Sybiha. «Russland verursacht bewusst eine humanitäre Katastrophe.» Nach Angaben der ukrainischen Behörden sollen sich noch etwa 2000 Menschen in der Stadt in dem von Russland kontrollierten Teil der Region Cherson aufhalten.

Anlässlich der in dieser Woche stattfindenden UN-Generalversammlung rief Sybiha die internationale Gemeinschaft am Sonntag auf, sich für die Einrichtung eines humanitären Korridors, die Lieferung von Lebensmitteln und Medikamente sowie eine Evakuierung der Zivilbevölkerung einzusetzen.

Oleschky liegt im Süden der Ukraine und ist seit Monaten immer stärker von Nachschublieferungen abgeschnitten.
Oleschky liegt im Süden der Ukraine und ist seit Monaten immer stärker von Nachschublieferungen abgeschnitten.Screenshot/Google Earth

Da die an der Frontlinie gelegene Stadt nur schwer zugänglich ist, sind genaue Schätzungen der Einwohnerzahl sowie Angaben zu den Lebensbedingungen vor Ort schwierig.

Kreml schiebt Schuld Kiew zu

Der Kreml räumte am Montag zwar Schwierigkeiten bei der Versorgung der Stadt mit Lebensmitteln und Medikamenten ein, schob die Schuld dafür jedoch auf Kiew. «Das Regime in Kiew tut absolut alles, um die Lieferungen zu behindern. Drohnen überfliegen ständig das Gebiet und töten Menschen», erklärte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow.

Die Nachrichtenagentur AFP sprach mit ukrainischen Freiwilligen, die die Evakuierungen in der Region Cherson koordinieren. Sie erklärten, dass sich die Lage in Oleschky in den vergangenen Monaten verschlechtert habe, sodass Evakuierungen nun nicht mehr möglich seien.

«Früher haben die Russen selbst Hilfsgüter zu Propagandazwecken geliefert. Seitdem es immer mehr Drohnen gibt, gehen sie dieses Risiko nicht mehr ein», teilte Stefan Worontsow, ehrenamtlicher Rettungshelfer, AFP mit. Die Russen liessen keine Hilfsgüter mehr ins Land und plünderten die Bevölkerung. «Sie haben die Lage an den Rand einer Katastrophe geführt», betonte Worontsow. AFP konnte die Angaben nicht unabhängig überprüfen.

Evakuierungs-Mission gefordert

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) in Kiew bezeichnete die Lage in Oleschky als «instabil und schwierig» und erklärte, dass «zahlreiche Hindernisse» die humanitäre Hilfe erschwerten. Der Menschenrechtsbeauftragte der Ukraine, Dmytro Lubinets, fordert seit mehreren Monaten eine Mission zur Evakuierung der Stadt. «Wir müssen die Menschen retten. Denn die Stadt ist zu einer tödlichen Falle geworden», erklärte er. (AFP)

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25.09.2026

Fr 19:59

Putin: Russland bereitet sich nicht auf «irgendeine Art von Kampf mit Europa» vor

Russlands Präsident Wladimir Putin hat beteuert, dass sich sein Land «nicht auf irgendeine Art von Kampf mit Europa» vorbereite. «Viele in Europa sagen, dass sie eine Aggression vonseiten der Russischen Föderation erwarten und dass sie sich deshalb selbst auf Kämpfe, auf einen Krieg mit Russland, vorbereiten müssen», sagte Putin am Freitag vor Journalisten in St. Petersburg. Er wolle jedoch nochmals unterstreichen, dass Russland keine Vorbereitungen für eine solche Aggression treffe. (AFP)

Russlands Präsident Wladimir Putin hat beteuert, dass sich sein Land «nicht auf irgendeine Art von Kampf mit Europa» vorbereite.
Russlands Präsident Wladimir Putin hat beteuert, dass sich sein Land «nicht auf irgendeine Art von Kampf mit Europa» vorbereite.AFP

25.09.2026

Fr 11:14

Patriot-Raketen: Selenski sagt, Trump habe «endgültige Entscheidung getroffen»

Die USA gewähren der Ukraine nach Angaben von Präsident Selenski die Lizenzen zur Herstellung von Patriot-Abfangraketen in der Ukraine. US-Präsident Donald Trump habe ihm bei ihrem Treffen am Dienstag in New York gesagt, dass seine Entscheidung feststehe und die Ukraine die Lizenzen erhalten werde, sagte Selenski am Freitag in einer Sprachnachricht an Journalisten.

Selenski und Trump trafen sich am Rande der UN-Generalversammlung.
Selenski und Trump trafen sich am Rande der UN-Generalversammlung.IMAGO/ZUMA Press Wire

Trump hatte Anfang Juli angekündigt, die USA würden der Ukraine «das Recht geben, Patriots herzustellen». Später äusserte er sich jedoch deutlich zurückhaltender.

Das Patriot-System spielt eine zentrale Rolle beim Schutz ukrainischer Städte und Infrastruktur insbesondere vor ballistischen Raketen aus Russland. Der Ukraine mangelt es sowohl an Patriot-Systemen als auch an Abfangraketen. (AFP)

24.09.2026

Do 11:46

CIA warnt Europäer: Russland plant Angriffe vom Mittelmeer aus

Laut Informationen der spanischen Zeitung «El Mundo» warnte die CIA europäische Staaten vor möglichen Angriffen Russlands auf Spanien, Italien und/oder Frankreich vom Mittelmeer aus.

Die europäischen Aussenministerien haben demnach einen ausführlichen Bericht erhalten, der offenbar im Anschluss an den Besuch des CIA-Direktors John Ratcliffe in Moskau erstellt wurde.

Darin steht, dass Russland plane, «Gerbera»-Drohnen mit einer Reichweite von 600 km von Schiffen aus zu starten. Berichten zufolge werden die Anschläge gezielt gegen Frankreich, Italien und Spanien vorbereitet, da dort im Jahr 2027 Wahlen stattfinden werden.

Die russische Fregate Admiral Kasatonov in ihrem Hafen in Russland, nachdem sie von einem Einsatz im Mittelmeer zurückgekehrt ist. März, 2023.
Die russische Fregate Admiral Kasatonov in ihrem Hafen in Russland, nachdem sie von einem Einsatz im Mittelmeer zurückgekehrt ist. März, 2023.IMAGO/ITAR-TASS

Laut «El Mundo» sei es nicht das Hauptziel der russischen Operation, nennenswerte Zerstörungen anzurichten. Mit einer Sprengladung von etwa vier bis fünf Kilogramm würde eine «Gerbera»-Drohne eher dazu eingesetzt werden, einen Flughafen lahmzulegen, einen Brand zu legen, eine militärische Einrichtung zu überfliegen oder zu demonstrieren, dass Russland in der Lage ist, die Hinterlandgebiete Europas zu erreichen.

Wie die «Ukrainska Pravda» berichtet, fällt die Warnung mit einem ungewöhnlichen Schritt des französischen Präsidenten Emmanuel Macron zusammen: Nachdem er am 16. September eine Sitzung des Verteidigungsrates einberufen hatte, lud er zwei Tage später die Vorsitzenden aller Parteien und die Kandidaten für die Präsidentschaftswahlen 2027 in den Élysée-Palast ein. In der vergangenen Woche hat auch Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen eine seltene Stellungnahme abgegeben, in der sie sich von Russland distanzierte. (sim)

24.09.2026

Do 05:10

Ukraine überstellt zwei nordkoreanische Kriegsgefangene an Südkorea

Die Ukraine hat nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenski zwei nordkoreanische Kriegsgefangene nach Südkorea überstellt. Das sagte Selenski am Mittwoch bei der Generaldebatte der UNO-Vollversammlung in New York. Nach der Gefangennahme der beiden Soldaten in der russischen Region Kursk im Jahr 2025 habe es monatelange Beratungen zwischen Kiew und Seoul gegeben.

Das südkoreanische Aussenministerium bestätigte die Überstellung zunächst nicht direkt. Es teilte mit, man habe eine Lösung finden wollen, die den freien Willen der Soldaten respektiere und mit internationalem Recht sowie humanitären Grundsätzen vereinbar sei. Einzelheiten zum Verbleib, zum Zeitpunkt oder zur Route der Überstellung werde man nicht bestätigen. Es handle sich um eine sensible Angelegenheit, die die Sicherheit der Soldaten und ihrer Familien betreffe.

Selenski sagte in seiner Rede, die Ukraine habe die Soldaten kürzlich nach Südkorea überstellt, nannte aber keine weiteren Einzelheiten. Die beiden gehörten zu Tausenden nordkoreanischen Soldaten, die zur Unterstützung des russischen Krieges gegen die Ukraine nach Russland geschickt worden waren.

Nach ihrer Gefangennahme im Januar 2025 hatte Südkorea Kiew aufgefordert, die Soldaten nicht nach Nordkorea zurückzuschicken. Sie könnten dort verfolgt werden. Seoul erklärte sich bereit, sie aufzunehmen. In Medieninterviews hatten sie zu erkennen gegeben, dass sie nach Südkorea wollten.

Im April 2025 bestätigten Nordkorea und Russland erstmals, dass nordkoreanische Soldaten gemeinsam mit russischen Truppen in der Region Kursk gegen ukrainische Kräfte gekämpft hatten. Die südkoreanische Regierung schätzte damals, Nordkorea habe seit Oktober 2024 rund 15.000 Soldaten nach Russland entsandt. Etwa 2.000 von ihnen seien getötet worden. (DPA)

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24.09.2026

Do 01:02

Russland beschiesst Kiew mit ballistischen Raketen

Die ukrainische Hauptstadt Kiew ist in der Nacht von Russland erneut mit ballistischen Raketen angegriffen worden. Nach Auslösen des Luftalarms waren in der Stadt mehrere schwere Explosionen zu hören. Militärnahe Telegramkanäle zählten mindestens vierzehn Raketen in den ersten drei Angriffswellen.

Örtliche Medien berichteten von Bränden. Bürgermeister Witali Klitschko teilte mit, Rettungskräfte seien in mehrere Stadtteile gerufen worden. Ein genaues Bild der Schäden lag zunächst nicht vor, Angaben zu Opfern gab es nicht.

Der Angriff nach 1.00 Uhr Ortszeit (0.00 Uhr MESZ) folgte auf einen Tag, an dem es bereits elfmal Luftalarm gegeben hatte. Immer wieder waren schnelle Kampfdrohnen mit Düsenantrieb eingeschlagen, gegen die die ukrainische Flugabwehr noch kaum Mittel hat. Ebenso fehlt es Kiew an Munition zum Abfangen ballistischer Raketen. Am Mittwoch waren nach Klitschkos Angaben in Kiew 2 Menschen getötet und 45 verletzt worden. (DPA)

Am Mittwoch werden in Kiew 2 Menschen getötet und 45 verletzt. (23. September 2026)
Am Mittwoch werden in Kiew 2 Menschen getötet und 45 verletzt. (23. September 2026)AFP/Eugene Kotenko

24.09.2026

Do 01:00

USA laden Putin zum G20-Gipfel in Miami im Dezember ein

Die USA haben den russischen Präsidenten Wladimir Putin nach Angaben von Aussenminister Marco Rubio zum G20-Gipfel in Miami im Dezember eingeladen. «Wir hoffen, dass er die Einladung annimmt», sagte Rubio am Mittwoch am Rande der UNO-Generaldebatte in New York. Die USA haben in diesem Jahr den Vorsitz der G20-Gruppe inne.

«Um Probleme zu lösen, muss man sich mit den Menschen treffen, mit denen man nicht übereinstimmt oder mit denen es möglicherweise Schwierigkeiten gibt», sagte Rubio nach einem Treffen mit dem russischen Aussenminister Sergei Lawrow in New York. «Daher haben wir Präsident Putin zum G20-Gipfel eingeladen.»

Der Gipfel soll im Dezember in einem Golfclub von US-Präsident Donald Trump im Bundesstaat Florida stattfinden. Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski hatte sich grundsätzlich zu einem Treffen mit Putin bei dem G20-Treffen in den USA bereiterklärt. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow nannte dies jedoch «unmöglich» und erneuerte den Vorschlag, Putin könne Selenski in Moskau empfangen.

Rubio rief Russland und die Ukraine zudem auf, ihre gegenseitigen Angriffe auf Energieanlagen einzustellen. Trump hatte dies bereits Mitte September gefordert. (AFP)

23.09.2026

Mi 15:00

Russischer Militärheli dringt in polnischen Luftraum ein

Ein russischer Militärhubschrauber hat nach Angaben der polnischen Armee für kurze Zeit den Luftraum über Polen verletzt. Der Hubschrauber vom Typ Mi-8 sei aus Richtung der russischen Exklave Kaliningrad gekommen und nördlich des Ortes Braniewo in den polnischen Luftraum eingedrungen, teilte das Oberkommando mit.

Der Vorfall habe 42 Sekunden gedauert. Polen liess Kampfjets aufsteigen und versetzte die Flugabwehr in Bereitschaft. «Die Art des Vorfalls deutet darauf hin, dass Russland erneut die Einsatzbereitschaft unserer Luftverteidigung testet», hiess es in der Mitteilung.

In Polen und den baltischen Staaten gibt es Befürchtungen, dass Russland wegen seiner Probleme im Ukraine-Krieg Provokationen gegen Nato-Gebiet unternehmen könnte. Zuletzt hatte es mehrmals Drohnenangriffe auf Ziele in der Westukraine unweit der Grenze zu Polen gegeben. Auch ein Passagierzug von Kiew nach Warschau wurde dort angegriffen.

Beim Helikopter soll es sich um einen Mi-8-Helikopter gehandelt haben. (Symbolbild)
Beim Helikopter soll es sich um einen Mi-8-Helikopter gehandelt haben. (Symbolbild)IMAGO/ZUMA Press

23.09.2026

Mi 01:36

Selenski: Stopp russischer Ölkäufe würde Krieg beenden

Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski sieht in einem Stopp russischer Ölkäufe einen entscheidenden Hebel für ein Ende des Krieges gegen die Ukraine. Würde US-Präsident Donald Trump den russischen Präsidenten Wladimir Putin stärker unter Druck setzen und würden China und Indien auf den Kauf russischen Öls verzichten, wäre der Krieg beendet, sagte Selenski dem «Wall Street Journal» am Dienstag am Rande der Generaldebatte der UNOVollversammlung in New York. «Es reicht, sie zu stoppen – sie werden nicht genug Geld haben», sagte Selenski.

In demselben Interview sagte Selenski, Trump habe ihn am Dienstag nicht aufgefordert, die Angriffe auf russische Ölraffinerien einzustellen. Er räumte jedoch ein, dass US-amerikanische Vertreter das Thema bereits angesprochen hätten. Hintergrund seien Befürchtungen vor steigenden Energiepreisen. Selenski sagte zugleich, die Ukraine müsse auf russische Angriffe auf ihre eigene Energieinfrastruktur entschlossen reagieren. (DPA)

23.09.2026

Mi 01:26

Selenski: Ukraine bereit zu begrenzter Waffenruhe

Die Ukraine ist im Krieg mit Russland weiter zu einer Teilwaffenruhe für Angriffe auf Energieanlagen bereit. «Das heisst, wir werden keine Angriffe auf Energieanlagen durchführen – auf den gesamten Energiesektor, auf alles», sagte Präsident Wolodimir Selenski nach einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump am Rande der UNO-Generaldebatte in New York. Der Vorschlag werde von den USA an die russische Seite übermittelt. Zuvor hatte Kremlsprecher Dmitri Peskow den Vorschlag unter Verweis auf eine angestrebte umfassende Friedensregelung bereits abgelehnt.

Zugleich betonte Selenski, dass Trump ihn nicht darum gebeten habe, auf Angriffe unter anderem auf die Ölindustrie in Russland zu verzichten. Vor einigen Tagen hatte der US-Präsident steigende Dieselpreise in den USA auf ukrainische Attacken gegen russische Raffinerien zurückgeführt.

«Er hat nicht ‹Nein› gesagt»: Wolodimir Selenski (links) mit Donald Trump in New York. (22. September 2026)
«Er hat nicht ‹Nein› gesagt»: Wolodimir Selenski (links) mit Donald Trump in New York. (22. September 2026)Getty Images via AFP/Chip Somodevilla

Keine Zusagen für neue Patriot-Lieferungen

Bei dem knapp einstündigen Gespräch seien auch zusätzliche US-Lieferungen von Patriot-Flugabwehrraketen von Selenski angesprochen worden. «Eigentlich gibt es keine Antwort, wissen Sie, wenn man mit Spitzenpolitikern über heikle Themen spricht. Sie können entweder ‹Ja› oder ‹Nein› sagen. Das Gute daran ist, dass niemand ‹Nein› gesagt hat», gab der ukrainische Präsident den Gesprächsinhalt wieder. Zwar sei Washington bereit zu helfen, aber habe dennoch keine konkrete Antwort gegeben.

Die ukrainische Flugabwehr kann seit Wochen mangels Fluglenkkörpern für Patriotsysteme russische ballistische Raketen nur noch selten abfangen. Russische Luftschläge gegen Lagerhallen, Energieanlagen und zuletzt auch grosse Stahlproduzenten und Industriebetriebe schädigen die ukrainische Wirtschaft zusehends.

Die Ukraine wehrt sich seit Februar 2022 gegen eine grossangelegte russische Invasion. (DPA)

22.09.2026

Di 21:16

EU verlängert Russland-Sanktionen um drei Jahre und streicht zwei Oligarchen von Liste

Kurz vor dem Ablauf einer Frist haben die EU-Länder sich darauf geeinigt, ihre Russland-Sanktionen gegen rund 3000 Menschen und Organisationen um 36 Monate zu verlängern – mit zwei Ausnahmen: Die russischen Oligarchen Alischer Usmanow und Michail Fridman werden von der Sanktionsliste gestrichen, wie am Dienstag aus Diplomatenkreisen verlautete. Kiew verurteilte die Streichung der beiden Milliardäre von der Sanktionsliste als «beschämend».

Mit der Einigung auf den Ausschluss der Oligarchen können die übrigen EU-Sanktionen nun um drei Jahre verlängert werden – anstatt der bisher üblichen sechs Monate. Die Frist für die Verlängerung der wegen des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine verhängten Strafmassnahmen wäre um Mitternacht ausgelaufen.

Lettland hatte die Einigung am Montagabend noch blockiert. «Die Haltung der lettischen Regierung ist unerschütterlich. Die EU-Sanktionen gegen Russland müssen verschärft, nicht abgeschwächt werden», erklärte Aussenministerin Baiba Braze im Onlinedienst X. Lettland enthielt sich bei der Entscheidung am Dienstag schliesslich der Stimme. (AFP)

21.09.2026

Mo 20:19

EU will Sanktionen gegen russische Milliardäre aufheben

Die EU will wegen einer drohenden Totalblockade von Russland-Sanktionen durch einzelne Mitgliedstaaten ihre Strafmassnahmen gegen die beiden Oligarchen Alischer Usmanow und Michail Fridman aufheben. Ein entsprechendes Beschlussverfahren sei am Abend in Brüssel eingeleitet worden, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur von Diplomaten.

Ohne diesen Schritt kann demnach die Verlängerung der Sanktionen gegen rund 3000 Personen, Einrichtungen und Unternehmen nicht beschlossen werden. Ihnen wird vorgeworfen, Russlands Krieg gegen die Ukraine zu unterstützen oder von der Politik des Kremls zu profitieren.

Ausgangspunkt war Forderung der Slowakei

Ausgangspunkt für die Entwicklungen war nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur die Forderung der Slowakei, die Sanktionen gegen den Milliardär Usmanow aufzuheben. Ihr hatte sich vor kurzem überraschend auch Frankreich angeschlossen. Danach forderte nach Angaben von Diplomaten Luxemburg, dass bei einer Aufhebung der Sanktionen gegen Usmanow auch die Sanktionen gegen Fridman aufgehoben werden müssten.

Wegen des Einstimmigkeitsprinzips bei Sanktionsentscheidungen müssen die anderen EU-Staaten die Forderungen akzeptieren, ansonsten droht das Auslaufen aller anderen Sanktionsbeschlüsse. Nach Angaben von Diplomaten soll aber im Gegenzug immerhin eine Sanktionsverlängerung um 36 statt um nur 6 Monate vereinbart werden. (DPA)

Der russische Milliardär Alischer Usmanow.
Der russische Milliardär Alischer Usmanow.IMAGO/SNA
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20.09.2026

So 05:32

Ukrainische Drohnen attackieren Moskau am Wahltag

Am letzten Tag der Parlamentswahl in Russland ist die Hauptstadt Moskau erneut zum Ziel ukrainischer Drohnenangriffe geworden. Seit Mitternacht seien mehr als 150 Drohnen abgefangen worden, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf Sergej Sobjanin, den Bürgermeister der Millionenmetropole. Wo Trümmer zu Boden stürzten, seien Rettungskräfte im Einsatz. Über mögliche Opfer wurde bis zum frühen Morgen nichts bekannt.

Heute endet die dreitägige Parlamentswahl in Russland. Nach dem Ausschluss der Opposition will sich Präsident Wladimir Putin seinen Kriegskurs gegen die benachbarte Ukraine offiziell bestätigen lassen. Trotz Wirtschaftskrise, Kriegsmüdigkeit und weit verbreiteter Unzufriedenheit im Volk soll auch diesmal wieder eine Zweidrittelmehrheit für die seit mehr als 20 Jahren regierende Kremlpartei «Geeintes Russland» erzielt werden. (DPA)

20.09.2026

So 03:09

Premier der Slowakei: Ukraine-Krieg ist nicht «unser Krieg»

Der slowakische Ministerpräsident Robert Fico hat seine Forderung erhärtet, die Nato dürfe sich nicht in einen Krieg gegen Russland hineinziehen lassen. Obwohl Russland mit seinem Angriff «eine Verletzung des Völkerrechts» begangen habe, sei der Krieg in der Ukraine «weder unser Krieg noch ein Krieg der Nato», sagte der Linkspopulist am Samstagabend in einer Videoansprache. Schon jetzt habe der Krieg Millionen Tote und enorme Zerstörungen verursacht. Statt eine weitere Eskalation zu riskieren, müsse ein Ausweg auf dem Verhandlungsweg gesucht werden.

Der slowakische Ministerpräsident Robert Fico bei einer Pressekonferenz auf der Burg Bratislava. (10. September 2026)
Der slowakische Ministerpräsident Robert Fico bei einer Pressekonferenz auf der Burg Bratislava. (10. September 2026)AFP

Zuvor hatte eine Äusserung Ficos, die auf Internetplattformen verkürzt wiedergegeben worden war, für mediales Aufsehen gesorgt. Der slowakische Premier hatte am Donnerstag davor gewarnt, dass das Risiko einer unkontrollierbaren Eskalation «so hoch wie nie» sei: «Es genügt, dass eine Drohne absichtlich oder unabsichtlich ein Wohnhaus in einem Nato-Staat trifft und Zivilisten tötet» – und schon könne ein Bündnisfall eintreten, der auch das Nato-Mitglied Slowakei betreffe.

Fico: Wenig Verlass auf Bündnistreue des Westens

Deshalb sei es «die Pflicht von uns Politikern, wieder öfter von Frieden zu reden» und rechtzeitig nach einem Ausweg zu suchen. Er als Regierungschef wolle alles dafür tun, dass die Slowakei niemals «wegen irgendeines Artikels 5 in einen militärischen Konflikt hineingezogen» werde.

In Social-Media-Foren wurde aber statt seiner Warnung vor einer Eskalation nur diese Randbemerkung als Video-Auszug verbreitet und so interpretiert, dass er «die Verteidigung von Nato-Verbündeten» im Kriegsfall verweigere. Slowakische Oppositionspolitiker warfen ihm daraufhin vor, die Nato-Beistandspflicht infrage zu stellen.

Darauf reagierte Fico am Samstag wiederum mit dem trotzigen Hinweis, dass auf die Bündnistreue des Westens selbst wenig Verlass sei. 1938 hätten die Westmächte die Tschechoslowakei «wie ein gebratenes Huhn» Adolf Hitler zum Frass vorgeworfen.

19.09.2026

Sa 02:18

Militärverwaltung: Tote nach russischem Gleitbombenangriff in Sumy

Bei einem russischen Angriff mit Gleitbomben sind in der nordostukrainischen Stadt Sumy nach Behördenangaben mindestens zwei Menschen getötet worden. Sieben weitere seien bei der Attacke verletzt worden, teilte der Chef der Militärverwaltung von Sumy, Oleh Hryhorow, bei Telegram mit. Darunter sei ein 13-jähriges Mädchen.

Hryhorow veröffentlichte auch ein in der Nacht aufgenommenes Foto, auf dem ein schwer beschädigtes mehrstöckiges Wohnhaus zu sehen ist. Seine Angaben liessen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. (DPA)

19.09.2026

Sa 02:17

Trump unterzeichnet Paket mit Sanktionen gegen Russland

US-Präsident Donald Trump hat das vom Parlament verabschiedete Gesetz mit neuen weitreichenden Sanktionen gegen Russland unterzeichnet. Das teilte das Weisse Haus in Washington mit. Das Sanktionspaket hatte zuvor eine parteiübergreifende Mehrheit im Kongress bekommen und soll den Kreml im Ukraine-Krieg stärker unter Druck setzen.

US-Präsident Donald Trump im Oval Office im Weissen Haus. (18. September 2026)
US-Präsident Donald Trump im Oval Office im Weissen Haus. (18. September 2026)AFP

Neben direkten Strafmassnahmen gegen russische Politiker und Firmen sieht das Paket Sanktionen gegen russische Öl- und Gas-Exporte vor, mit denen Moskau seinen Angriffskrieg finanziert. Es berechtigt Trump unter anderem dazu, die fünf grössten Käufer russischer Energieträger mit Sanktionen zu belegen – sowie jene fünf Länder, die Russland am meisten dabei helfen, Energiesanktionen zu umgehen. Damit könnte es die US-Handelsbeziehungen zu China und Indien weiter strapazieren, die grosse Mengen russischen Erdöls beziehen.

Das Sanktionsgesetz trägt den Namen des im Juli gestorbenen Senators und Trump-Vertrauten Lindsey Graham, der es massgeblich vorangetrieben hatte. Neben den Russland-Sanktionen setzt es auch den Rahmen für eine Verlängerung der Strafmassnahmen gegen den Iran bis zum Jahr 2031. (DPA)

18.09.2026

Fr 04:34

Tusk rechnet mit russischen Drohnen- und Raketenangriffen

Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk rechnet für die kommenden Wochen mit stärkeren russischen Angriffen auf die Ukraine wie auf ihre Unterstützer. Nach Einschätzung von Geheimdiensten könnte es zu scheinbar versehentlichen Attacken mit Drohnen und Raketen auf die Länder kommen, die der Ukraine Beistand leisten – darunter Polen. Das sagte Tusk im polnischen Parlament in Warschau, wie die Nachrichtenagentur PAP meldete.

Kritischer Moment im Herbst und Winter

Allen Quellen zufolge sei für Spätherbst und Winter «der kritischste Moment im bisherigen russisch-ukrainischen Krieg» zu erwarten, sagte Tusk. Am Vormittag hatten russische Drohnen in der Nähe des ukrainischen Grenzübergangs Jahodyn nach Polen angegriffen. Dies löste Luftalarm auch auf polnischer Seite aus; Kampfjets stiegen auf.

Rechnet mit versehentlichen Attacken auf sein Land: Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk. (Archivbild)
Rechnet mit versehentlichen Attacken auf sein Land: Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk. (Archivbild)AFP/Ludovic Marin

Am Abend waren erneut Flugzeuge in der Luft wegen russischer Drohnen über der Ukraine, wie das Einsatzkommando der polnischen Streitkräfte mitteilte. Die Flugabwehr sei einsatzbereit gewesen.

Für Freitag kündigte Tusk einen Besuch in der Ukraine an, um mit Präsident Wolodimir Selenski zu sprechen. Dabei solle es vor allem um die von russischen Angriffen bedrohte Energieversorgung der Ukraine gehen. Auch der slowakische Ministerpräsident Robert Fico wird nach Angaben aus Bratislava in die Ukraine reisen. (DPA)

18.09.2026

Fr 00:25

Selenski kündigt neue Gespräche mit den USA an

Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski hat baldige Gespräche mit den USA angekündigt. Dabei werde es um Aussichten auf eine Friedenslösung gehen, aber auch um Energie, Ernährungssicherheit und Waffen, sagte Selenski in seiner abendlichen Videobotschaft aus Kiew. «Es wird neue Hilfspakete für die Ukraine geben, insbesondere bei der Flugabwehr.»

Der Präsident nannte indes keine Details, wann und mit wem von US-Seite gesprochen werde. Selenski reist aber kommende Woche zur UNO-Generalversammlung nach New York. Anfang September hatten Unterhändler von US-Präsident Donald Trump zuerst Moskau und dann Kiew besucht. Ein Ausweg aus dem seit viereinhalb Jahren dauernden russischen Angriffskrieg zeichnete sich aber nicht ab. Moskau stellt weiter Bedingungen, die auf eine Unterwerfung der Ukraine hinauslaufen. (DPA)

17.09.2026

Do 03:26

Schwerer russischer Raketenangriff auf Kiew

Russland hat nach einigen Nächten Pause die Ukraine wieder mit ballistischen Raketen beschossen. Gegen die Hauptstadt Kiew wurden nach Angaben militärnaher Telegramkanäle bis zu sechs umfunktionierte Anti-Schiffs-Raketen vom Typ Zirkon eingesetzt. Ein DPA-Reporter hörte mehrere schwere Explosionen in der Stadt.

Bürgermeister Witali Klitschko berichtete von Schäden unter anderem an einem Bürogebäude und einem Wohnhaus. Angaben zu Verletzten machte er vorläufig nicht. Medienberichten zufolge kam es in einigen Stadtteilen am Ostufer des Dnipro zu Problemen mit der Wasserversorgung. Auch die Grossstädte Dnipro und Saporischschja im Süden wurden nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe mit ballistischen Raketen angegriffen.

Ihrerseits griff die Ukraine laut Berichten von Telegramkanälen Ziele in Russland mit Kampfdrohnen an. Dazu zählten die Stadt Rostow im Süden des Landes sowie die Stadt Jaroslaw nordöstlich von Moskau. Mehrere russische Flughäfen mussten den Betrieb zeitweise einschränken, wie die Luftfahrtbehörde Rosawiazija mitteilte. (DPA)

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17.09.2026

Do 00:36

US-Kongress beschliesst Gesetz für Russland-Sanktionen

Das US-Repräsentantenhaus hat ein weitreichendes Sanktionspaket gegen Russland verabschiedet. Der Gesetzentwurf wurde mit 262 zu 159 Stimmen angenommen und geht nun an Präsident Donald Trump zur Unterzeichnung. Zuvor hatte bereits der Senat mit grosser Mehrheit für das Paket gestimmt. Das nach dem gestorbenen Senator Lindsey Graham benannte Gesetz gilt als bedeutendster Vorstoss des US-Kongresses zur Unterstützung der Ukraine seit Präsident Donald Trumps Rückkehr ins Weisse Haus. Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski hatte zuletzt eindringlich für die Verabschiedung geworben.

Mit dem Gesetz sollen russische Regierungsvertreter, Banken und eine Schattenflotte von Tankern getroffen werden, die den Transport russischer Energie aufrechterhält. Zudem soll Trump ermächtigt werden, Zölle von bis zu 100 Prozent auf Importe aus den fünf grössten Abnehmerländern russischen Öls oder Erdgases zu verhängen. Ausgenommen sind Länder, die weniger als 15 Prozent der russischen Erdgasexporte importieren und erhebliche Schritte unternommen haben, um diese Importe zu reduzieren.

«Diese Länder müssen sich entscheiden, ob sie Putins Aggression weiterhin unterstützen wollen», sagte der republikanische Abgeordnete Michael McCaul aus Texas.

Die Sanktionsmassnahmen zielen insbesondere darauf ab, Länder wie China und Indien vom Kauf russischer Energie abzuhalten. Kritiker befürchten dagegen, Trump könne die neuen Zollbefugnisse auch gegen Verbündete in Europa einsetzen und damit höhere Preise für US-Verbraucher verursachen. (DPA)

16.09.2026

Mi 00:35

Litauen: Abgeschossene Drohne hatte Sprengsatz

Eine über Litauen von Nato-Kampfjets abgeschossene Drohne war mit Sprengstoff bestückt. Dies teilte Verteidigungsminister Robertas Kaunas mit. Die Sprengladung sei von Spezialkräften entschärft worden, schrieb Kaunas auf Facebook. Die Drohne werde weiterhin untersucht und analysiert.

In Litauen wurde in der Nacht zu Dienstag ein unbemanntes Flugobjekt von italienischen Eurofightern über einem ländlichen Gebiet nahe dem Dorf Pratkunai vom Himmel geholt. Verletzte oder Schäden gab es nicht. Die Behörden hatten die Bevölkerung mehrerer Regionen des baltischen EU- und Nato-Landes zuvor über eine mögliche Bedrohung aus der Luft alarmiert.

Genauere Angaben zur Herkunft und zum Typ der abgeschossenen Drohne gab es zunächst nicht. Nach ersten Erkenntnissen flog die Drohne wahrscheinlich vom Gebiet von Belarus nach Litauen ein. Im Zuge des Ukraine-Krieges hat es bereits mehrere Vorfälle mit Drohnen in den baltischen Staaten gegeben. (DPA)

15.09.2026

Di 10:06

Auch Russland beschiesst weiter Energie-Ziele

Entgegen dem Versprechen Trumps, sowohl die Ukraine als auch Russland hätten ihm zugesichert, keine feindliche Energieinfrastruktur mehr anzugreifen, hat Russland mindestens eine zivile Tankstelle in Kiew angegriffen, wobei eine Person getötet und mehrere verletzt wurden. Auch mehrere Lagerhäuser in der Hauptstadt sind laut Bürgermeister Vitali Klitschko getroffen worden. In der Nacht auf Dienstag hatte die Ukraine derweil erneut eine russische Ölraffinerie angegriffen – entgegen den Zusicherungen Trumps vom Montagabend, beide Länder hätten einen Angriffs-Stopp auf Energieziele vereinbart. (bho)

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