Weltweiter VergleichNur in Tokio ist das Immobilien-Blasenrisiko so gross wie in Zürich
Die Eigenheimpreise sind stark überbewertet. Die Mietpreise steigen aber noch höher. Auch in den nächsten Jahren sind Mietpreisanstiege um jeweils fünf Prozent möglich, wie UBS-Immobilienexperten sagen.
Darum gehts
- In Zürich und Tokio gibt es ein Blasenrisiko bei Immobilien.
- Die Preise sind zuletzt stark gestiegen.
- Noch stärker gestiegen als die Eigenheimpreise in Zürich sind aber die Mietpreise.
Der Immobilienmarkt in Zürich bleibt heiss, die Preise sind stark überbewertet. Für viele ist der Traum vom Eigenheim deshalb unerreichbar geworden. Neben Zürich gibt es nur noch in Tokio ein solches Blasenrisiko, wie ein weltweiter Vergleich der Immobilien in Städten der UBS zeigt.
Vielerorts endete der Preis-Boom. Im Vergleich von 25 Städten weltweit sanken die realen Eigenheimpreise zuletzt um fünf Prozent. Raus aus der Blasenrisikozone sind Städte wie Toronto, Frankfurt, München, Hongkong, Vancouver, Amsterdam und Tel Aviv.
Immobilien in Zürich
In Zürich sind die realen Eigenheimpreise 2023 weiter gestiegen, allerdings nicht mehr so stark wie zuvor. Im Vergleich zu vor zehn Jahren sind die Preise nun 50 Prozent höher. Die Immobilienbesitzer hätten keinen Druck zum Verkauf, deshalb blieben die Preise hoch, sagte ein UBS-Immobilienexperte an einer Medienkonferenz.
Wegen der steigenden Finanzierungskosten mit höheren Hypothekarzinsen ist das Angebot an Kaufobjekten laut den UBS-Studienautoren aber grösser geworden. Zudem werde in Zürich viel gebaut. Deshalb geht die UBS davon aus, dass sich der Preisanstieg abschwächt und das Blasenrisiko sinkt. In zwei Jahren könnte Zürich aus der Blase kommen.
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Noch stärker gestiegen als die Eigenheimpreise in Zürich sind aber die Mietpreise. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Mieten nun neun Prozent teurer. Das ist der stärkste Wert in der ganzen Schweiz. Die Mietpreise dürften hoch bleiben wegen der Leerstandsquote und des Bevölkerungswachstums. Pro Jahr seien Preisanstiege um drei bis fünf Prozent möglich.
Immobilien in Genf
In Genf stagnierten die Eigenheimpreise in diesem Jahr. Im Vergleich zu vor zehn Jahren stiegen sie um etwa 20 Prozent. Die UBS-Experten schreiben: In Genf seien die wirtschaftlichen Aussichten gemischt und das Bevölkerungswachstum bleibe gedämpft, da die Abwanderung in erschwinglichere Regionen hoch bleibe.
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Fabian Pöschl (fpo) arbeitet seit 2020 für 20 Minuten. Er ist Verantwortlicher Wirtschaftsnews im Ressort News, Wirtschaft & Videoreportagen.
