Luzern: Frau verurteilt, weil sie ihr Unkraut falsch entsorgte

Publiziert

LuzernSie hätte ihr Unkraut richtig entsorgen sollen

Eine 44-jährige Frau wurde kürzlich von der Luzerner Staatsanwaltschaft per Strafbefehl verurteilt. Dies, weil sie das Vernichten ihres Unkrauts gleich selbst in die Hand nahm.

Darum gehts

  • Eine Luzernerin verbrannte ihr Unkraut in ihrer Feuerschale.
  • Kürzlich wurde sie wegen des dadurch entstandenen Rauchs verurteilt.
  • Laut dem Strafbefehl der Luzerner Staatsanwaltschaft hat sie eine Busse gekriegt und muss die Verfahrenskosten selber tragen.

Eine Luzernerin wollte an einem sommerlichen Sonntagabend ihr Unkraut und ihren Schlagabraum, also Restholz oder Biomasse-Reste, entsorgen. Die 44-Jährige benutzte dazu jedoch nicht etwa den üblichen Kompost oder eine Naturdeponie, sondern beschloss, das Unkraut und das Restholz selber loszuwerden, indem sie diese in einer Feuerschale auf ihrem Vorplatz verbrannte. Das wurde ihr schliesslich zum Verhängnis.

Jemand machte ihr nämlich einen Strich durch die Rechnung und rief die Polizei. Als diese am 9. Juli dieses Jahres kurz vor 18 Uhr an ihrer Liegenschaft in Luzern eintraf, rauchte das verbrannte Grünzeug noch immer stark. Für das «Verursachen von übermässigen Immissionen», nämlich Rauch, blieb die Luzernerin nicht unbestraft. 

Kein Eintrag ins Strafregister

Die Luzerner Staatsanwaltschaft hat die Frau nun per Strafbefehl verurteilt. Sie muss nun eine Busse von 100 Franken bezahlen, kriegt jedoch keinen Eintrag ins Strafregister. Zusätzlich muss die 44-Jährige die Verfahrenskosten in der Höhe von 300 Franken selber tragen, sodass ihre Entsorgungsaktion die Frau nun insgesamt 400 Franken kostet.

Im Strafbefehl, der 20 Minuten vorliegt, begründet die Luzerner Staatsanwaltschaft das Urteil damit, dass die Frau eine dafür vorgesehene Deponie hätte benützen müssen.

Aktivier jetzt den Zentralschweiz-Push!

Nur mit dem Zentralschweiz-Push von 20 Minuten bekommst du die aktuellsten News aus der Region Luzern, Zug, Schwyz, Uri, Nidwalden und Obwalden blitzschnell auf dein Handy geliefert.
Und so gehts: In der 20-Minuten-App tippst du rechts oben auf «Cockpit». Dort auf «Mitteilungen» und dann «Weiter». Dann markierst du bei den Regionen «Zentralschweiz», tippst noch einmal «Weiter» und dann «Bestätigen». Voilà!
Wir sind auch auf Instagram. Folg uns für Posts, Storys und Gewinnspiele aus der Region – und schick uns deine Bilder und Inputs: 20 Minuten Region Zentralschweiz.

Folgst du 20 Minuten schon auf Whatsapp?

Bleib informiert und abonniere den Whatsapp-Kanal von 20 Minuten: Dann bekommst du morgens und abends ein Update mit unseren bewegendsten Geschichten direkt auf dein Handy – handverlesen, informativ und inspirierend. 

Deine Meinung zählt

1943
76
138
Merken
76 Kommentare