Twitter-CEOElon Musk will 42’000 Dollar pro Monat für die Erdbebenmeldungen der ETH
Twitter-Chef Elon Musk möchte gegen Spam auf der Plattform vorgehen. Um automatische Meldungen zu verschicken, muss neu Geld bezahlt werden – damit schadet er dem Info-Dienst der ETH.
Darum gehts
- Der Twitteraccount des Erdbebendienstes der ETH postete bisher automatische Meldungen, wenn Erdbeben gemessen wurden.
- Diese automatischen Posts waren bisher kostenlos, sollen neu aber 42’000 Dollar im Monat kosten.
- Mit dieser Massnahme möchte Elon Musk Spam einschränken, schadet aber wichtigen Info-Diensten.
Wenn der Seismograf der ETH ein Erdbeben registrierte, twitterte der Erdbebendienst automatisch eine Meldung wie diese: «12:56 Erdbeben mit einer Stärke von etwa 2.5 bei Col du Sanetsch VS. War möglicherweise spürbar. Keine Schäden zu erwarten.» Weil Elon Musk Spam auf Twitter verringern möchte, ist damit nun vorerst Schluss.
Grund dafür seien Änderungen der Geschäftsbedingungen von Twitter, so der Erdbebendienst. Elon Musk verlangt neu für den zuvor kostenlosen Zugang zur nötigen API-Schnittstelle satte 42’000 Dollar pro Monat. Das soll eigentlich den Spam, den Bot-Netzwerke verursachen und der dem Twitter-CEO ein Dorn im Auge ist, verringern.
Trotzdem legt er damit auch Infodiensten einen grossen Stein in den Weg, obwohl Twitter schon erklärt hatte, dass das nicht das Ziel sei. Der Erdbebendienst warte derzeit auf Rückmeldung von Twitter und wird bis auf weiteres signifikante Erdbeben manuell vermelden, was aber natürlich länger dauert, als die automatischen Tweets. Dadurch wird auch die Berichterstattung über Erdbeben in der Schweiz verlangsamt.
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Samira Kunz (smk), Jahrgang 1998, arbeitet seit 2022 für 20 Minuten und sorgt als Redaktorin am Newsdesk für spannende Geschichten aus aller Welt.
