«Bedeutende wirtschaftliche Effekte»Stadt Zürich soll SRF 1,6 Millionen Franken für «Tatort» zahlen
Der Zürcher Stadtrat beantragt dem Gemeinderat, die Produktion des Schweizer «Tatorts» bis 2027 mit jährlich 400’000 Franken zu unterstützen.
«Tatort» in Zürich – darum gehts
- Der Stadtrat will die Produktion des Schweizer «Tatorts» auch weiterhin finanziell zu unterstützen.
- Die Sendungen werden seit 2019 in der Stadt Zürich gedreht.
- Die Fernsehsendung soll jährlich mit 400’000 Franken unterstützt werden.
Die beiden Kommissarinnen Tessa Ott und Isabelle Grandjean ermitteln seit 2019 für den Zürcher «Tatort». Obwohl es in der Vergangenheit neben Lob auch viel Kritik gab, erreichen die Sonntagskrimis regelmässig ein Millionenpublikum. Auch der Zürcher Stadtrat ist offenbar Fan: Wie er am Mittwoch verkündet, beantragt er dem Gemeinderat, die Produktion des «Tatorts» in den Jahren 2024 bis 2027 mit einem jährlichen Beitrag von 400’000 Franken zu unterstützen. Für die Jahre 2020 bis 2023 hat der Stadtrat bereits 2019 einen «einmaligen Betrag» von 1,6 Millionen Franken bewilligt.
In einer Medienmitteilung führt der Stadtrat aus, dass die «Tatort»-Sendungen mit teils über zehn Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer die «älteste und beliebteste Fernseh-Kriminalreihe» im deutschsprachigen Raum sei. Seit der Verlegung des Schweizer Tatorts von Luzern nach Zürich seien acht Folgen gedreht worden, die sechs bisher ausgestrahlten Folgen hätten ein Publikum von durchschnittlich 8,5 Millionen Personen erreicht. «Das Ermittlerteam und vor allem auch die Stadt Zürich als Spielort kommen beim Publikum gut an – sowohl in der Schweiz als auch in Deutschland und Österreich», schreibt der Stadtrat.
Image-Werbung für Zürich
Die Produktion des «Tatorts» habe «bedeutende wirtschaftliche Effekte für die Stadt Zürich», teilt der Stadtrat mit. «Die Produktion investiert pro Dreh einer Doppelfolge zwischen 1,8 und 2,4 Millionen Franken in der Stadt Zürich – das entspricht dem Fünf- bis Sechsfachen der städtischen Beiträge.» Zudem seien die Sichtbarkeit und die touristische Vermarktung von Zürich über den Film wichtige Faktoren im Zusammenhang mit dem «Tatort».
Filmschauplätze wie die Stadt Zürich würden international viel dazu beitragen, die Schweiz als attraktive und interessante Destination zu positionieren. «Der Zürcher ‹Tatort› zeigt ein modernes, spannendes und vielfältiges Zürich – eine facettenreiche Kulisse mit einem grossen Potenzial für einen positiven Imagetransfer bei einem breiten Publikum.»
Der Stadtrat hat deshalb dem Gemeinderat beantragt, die städtische Unterstützung von jährlich 400’000 Franken an die Schweizer Radio und Fernsehgesellschaft SRG für die «Tatort»-Produktion in den Jahren 2024 bis 2027 fortzuführen.
1,6 Millionen für den Zürcher «Tatort» – was denkst du dazu?
Keine News mehr verpassen
Erhalte das Wichtigste kurz und knapp täglich direkt in dein Postfach.
Daniel Krähenbühl (dk) arbeitet seit 2017 für 20 Minuten. Er leitet das Ressort Zürich und Luzern mit Fokus auf Stadtpolitik, Kriminalität, Gesellschaft und Recherche.
