KnebelverträgeDiese Schauspieler spielten Rollen, die sie hassten
Daniel Craig, Jessica Alba, Keanu Reeves, Channing Tatum und Jennifer Garner, sie alle spielten eine Rolle, die sie hassten. Meistens war ein unumgänglicher Vertrag involviert.
Darum gehts
- Nicht immer haben Schauspielerinnen und Schauspieler Spass an ihren Rollen.
- Wegen knallharter Verträge kommen sie aber manchmal nicht so schnell wieder aus der Sache heraus.
- Hier ein paar Geschichten aus Hollywood, die sich nicht so nach Traumfabrik anhören.
Jessica Alba: «Fantastic Four»
Bereits der erste Teil von «Fantastic Four» konnte trotz etlicher negativer Kritiken einen Umsatz von über 330 Millionen US-Dollar erzielen. Jessica Alba (42) spielte darin die unsichtbare Superheldin Susan Storm, jedoch war sie von ihrer Rolle eher weniger überzeugt. «Die Drehbücher waren einfach lausig», meinte sie. Danach musste sie aufgrund ihres Vertrages einen weiteren Teil drehen, der dieses Mal so schlecht abschnitt, dass es den eigentlich geplanten dritten Teil nie gegeben hat. Für die Schauspielerin war das jedoch ein Vorteil, sonst hätte sie vertraglich bedingt auch in diesem mitspielen müssen.
Keanu Reeves: «The Watcher»
Auch Internetliebling Keanu Reeves (59) machte eine ähnliche Erfahrung. Lange vor der Veröffentlichung des 2000er-Thriller-Krimis «The Watcher» wurde Reeves von seinem damaligen Kollegen, der an dem Film arbeitete, gefragt, ob er eine kleine Rolle darin spielen würde. Darauf stimmte der «Matrix»-Schauspieler – gemäss seiner lockeren Art – mündlich zu. Später wurde jedoch das Drehbuch weitgehend umgeschrieben und Keanus Rolle zu einer Hauptrolle. Rechtlich wollte er jedoch nicht dagegen vorgehen.
Doch damit nicht genug: Zwar wurde das Drehbuch angepasst, Reeves’ Gehalt dafür aber nicht. Um es sich mit Keanu nicht komplett zu verscherzen, befreite ihn die Produktionsfirma jedoch von Marketing-Auftritten oder Ähnlichem. Reeves sprach daher erst ein Jahr nach der Veröffentlichung über den Film.
Jennifer Garner: «Elektra»
Ohne Ausweg vertraglich gebunden war auch schon Jennifer Garner (51). Sie spielte 2003 die Auftragskillerin Elektra im Marvel-Film «Daredevil». Da ihr Auftritt einer der einzigen positiven Kritikpunkte des Films war, entschied sich Marvel dafür, einen Spin-off-Film über Elektra zu drehen. Garner fand das Drehbuch «schrecklich», musste aufgrund ihres «Daredevil»-Vertrages aber trotzdem mitspielen.
Die Schauspielerin betonte, es schade zu finden, vor der Zeit von Marvel-Produzent und Präsident Kevin Feige gedreht zu haben, da sich nach seiner Übernahme von Marvel «alles zum Besseren änderte». Doch genau dieser Wunsch wird nun Realität, denn 2024 erscheint Jennifer Garner nach einer knapp 20-jährigen Pause wieder als Elektra auf der Leinwand. Dieses Mal wieder als Nebencharakter im dritten Teil von «Deadpool».
Wäre die Schauspielerei etwas für dich?
Channing Tatum: «G.I. Joe»
Schauspieler Channing Tatum (43) musste unter ähnlichen Bedingungen im Jahr 2009 den Action-Film «G.I. Joe» drehen. Tatum war damals noch nicht lange im Schauspielbusiness und liess sich zu einem 3-Filme-Deal überreden. An «G.I. Joe» selbst hat Channing Tatum nichts auszusetzen, er sagte in einem Interview mit Talkshow-Moderator Howard Stern, dass er als Kind ein Riesen-Fan war, er wolle nur nicht selbst «G.I. Joe» sein. Hinzu kommt, dass ihm das Drehbuch gar nicht gefiel und er lieber einen Nebencharakter wie «Snake Eyes» spielen wollte. Da der Film aber sehr erfolgreich war, musste Tatum 2013 einen weiteren Teil drehen.
Daniel Craig: «James Bond»
Der Brite Daniel Craig (55) war der sechste James Bond der gleichnamigen legendären Filmreihe. Für viele wäre es die grösste Ehre überhaupt, in einem Bond-Film die Hauptrolle zu verkörpern, doch bei Craig scheint dies nicht der Fall zu sein. Vor seiner Zeit als «007» war der heute 55-Jährige kein grosser Name in der Schauspielindustrie und stand aus diesem Grund zu Beginn stark unter Beschuss. Er wollte vor allem noch für anderes als diese eine Rolle bekannt sein. Doch da die Filme mit Craig immer besser liefen, wurden weitere Teile gedreht, bis der Schauspieler nach «No Time to Die» verkündete, als James Bond zurückzutreten. In einem Interview mit «Time Out» antwortete er auf die Frage, einen weiteren Bond-Teil zu drehen, dramatisch: «Ich würde lieber dieses Glas zerbrechen und mir die Pulsadern aufschneiden.»
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