«Goblin Mode»So selten wechseln Schweizer, Deutsche und Österreicher die Unterhosen
Eine repräsentative Befragung zeigt, wie viele Menschen im deutschsprachigen Raum in schmutzigen Unterhosen herumlaufen. Junge Schweizer schneiden nicht gut ab.
Darum gehts
- Galaxus hat im deutschsprachigen Raum eine Befragung zum Thema Hygiene durchgeführt.
- Dabei zeigt sich: Fast jeder vierte Schweizer Mann wechselt seine Unterhosen nicht jeden Tag.
- Gerade junge Schweizer schneiden schlecht ab.
- Auch bei der Bettwäsche und beim Wechseln der Zahnbürste folgen nicht alle den Empfehlungen.
Der Begriff «Goblin-Mode» wurde zum britischen Unwort des Jahres 2022 gekürt. Wer sich im «Goblin-Modus» befindet, verschanzt sich in den eigenen vier Wänden, ist faul und schlampig und kümmert sich nicht um soziale Normen oder Erwartungen. Eine repräsentative Befragung von Galaxus zeigt jetzt: Auch in der Schweiz befinden sich gerade junge Männer teils trotz Pandemie-Ende noch in diesem «Goblin Mode».
Auf den ersten Blick sehen die Resultate der Befragung von 1000 Personen ziemlich hygienisch aus: 83 Prozent aller Befragten wechseln ihre Unterwäsche wie empfohlen täglich. Die Männer ziehen diesen Schnitt allerdings runter: Fast ein Viertel der Männer im Alter von 14 bis 74 Jahren wechselt die Unterwäsche seltener und läuft somit regelmässig in schmutzigen Unterhosen herum. Bei den Frauen ist es nur jede Zehnte.
Schweizer haben Hygiene-Nachholbedarf
Die Schweiz führt das Schmutzig-Unterhosen-Ranking der deutschsprachigen Länder an: 17,2 Prozent der Menschen wechseln hier ihre Unterhosen nicht jeden Tag. In Deutschland sind es 16,3 Prozent, in Österreich 16,8. Nach Altersgruppen tragen die 50- bis 74-Jährigen in der Schweiz am häufigsten schmutzige Unterhosen, gefolgt von den 15- bis 29-Jährigen. Viele Unterwäsche-Goblins finden sich zudem unter den Personen mit geringer Schulbildung. Mit zunehmender Bildung nimmt auch die Hygiene bei den Slips und Boxershorts zu.
Auch bei der Bettwäsche haben Schweizerinnen und Schweizer einiges an Hygiene-Nachholbedarf. Laut Empfehlung sollten wir unsere Betten alle zwei Wochen frisch beziehen. Ein Drittel der Befragten gab an, dass sie ihre Bettwäsche seltener wechseln – dabei sind sie im Ländervergleich sogar noch am saubersten. Mit dem Alter scheinen die Menschen in der Schweiz immer hygienischer zu werden, denn am häufigsten wechseln die Bettwäsche Menschen von 50 bis 74 Jahren.
Frisch geduscht in die dreckigen Unterhosen?
Auch die Haushaltsgrösse ist laut der Galaxus-Befragung entscheidend für die Sauberkeit in Schweizer Betten: In grösseren WGs und Familienhaushalten wechseln die Menschen ihre Bettwäsche seltener als in Single- und Zweipersonenhaushalten. «Das liegt wohl am Aufwand. Wer nur ein Bett frisch beziehen muss, macht das wahrscheinlich regelmässiger als jemand, der sich gleichzeitig auch noch um die Betten der Familienmitglieder kümmert», heisst es dazu.
Geht es ums Duschen oder Baden, sind die Menschen im deutschsprachigen Raum vorbildlich: Empfohlen wird, zwei- bis dreimal in der Woche zu duschen oder zu baden. Verglichen mit den vorangehenden Kategorien gibt es in diesem Bereich am wenigsten Goblins. Regelmässiges Duschen bzw. Baden scheint eine hohe Priorität zu haben – mehr noch als täglich frische Unterwäsche.
Wie oft wechselst du deine Unterhosen?
Keine News mehr verpassen
Erhalte das Wichtigste kurz und knapp täglich direkt in dein Postfach.
Daniel Graf (dgr) arbeitet seit 2020 für 20 Minuten. Er ist Leiter des Ressorts News, Wirtschaft & Videoreportagen und seit September 2023 Mitglied der Redaktionsleitung.
